Sechs-Punkte-Wochenende nach 11:4-Sieg gegen Krefeld perfekt

Bei bestem Eishockeywetter empfingen die Hannover Indians am Sonntagabend den Krefelder EV zum Spiel am Pferdeturm. Und die 1.723 Zuschauer sollten einiges geboten bekommen.

Bereits in der 1. Spielminute eröffnete Jayden Schubert die Torjagd mit einem Schuss ins Blaue und dem frühen 1:0. So hatte sich Trainer Elmar Schmitz den Auftakt wohl nicht vorgestellt. Und es sollte noch schlimmer kommen. Zuerst erhöhte Robin Palka in der 5. Minute auf 2:0 und Philipp Hertel legte mit dem 3:0 in der 7. Minute nach. Nach knapp sieben Minuten einem 3-Tore-Rückstand hinterherzulaufen, das zermürbt auch die motivierteste Mannschaft. Zumindest fingen sich die Jungspunde nach dem ersten Schreck wieder ein wenig und konnten in der 15. Minute selbst ihren ersten Treffer erzielen. Der junge Slowene Marcel Mahkovec zog mittig ab und machte das 3:1, bei dem es Jan Dalgic durch verdeckte Sicht schwer gemacht wurde.

Im zweiten Drittel dauerte es bis zur 26. Minute, bis der nächste Treffer fallen sollte. Pohanka und Bowles parallel auf das Tor von Jonas Gähr zu und es wirkte schon beinahe gemütlich, als Branislav Pohanka – bedrängt und bei angezeigter Strafe für die Gäste – den kurzen Querpass auf seinen kanadischen Kompagnon spielte und dieser zum 4:1 einschob. Noch wollte der KEV jedoch nicht aufgeben. Maierhofer spielte bei einem Konter seine ganze Schnelligkeit aus, sodass er im Alleingang auf Dalgic zulief und über ihn hinweg zum 4:2 einnetzte. Die nächsten Minuten sollten die Partie nun aber endgültig entscheiden. Zuerst Palka in der 28. Minute mit Treffer Nummer zwei und dem 5:2, gefolgt von Thalmeier mit seinem zweiten Saisontreffer zum 6:2 in der 29. Minute und dann noch in der 30. Minute mit dem 7:2 von Gibbons. Nochmal drei Tore – und dieses in nur knapp drei Minuten. Die Indians hatten aber noch lange nicht genug und sich gerade erst so richtig warm geschossen. Besonders Robin Palka hatte Gefallen am Toreschießen gefunden und schnürte in der 33. Minute mit dem 8:2 seinen Dreierpack des Abends. Mit einem 9:2 durch Pohanka in der 35. Minute sollte es dann auch zum Pausentee gehen.

Vielleicht hatten die Indians in der Pause Zeit, abzusprechen, ob für einen potentiellen zehnten Treffer eine traidtionelle Kiste Bier fällig wird. Jedenfalls nahm Jayden Schubert die Herausforderung an und machte es mit dem 10:2 im Powerplay zweistellig (42. Minute). Auf die restlichen MInuten hätten wir vielleicht lieber verzichten sollen, denn die sollten teuer für die Indians werden. Maximilian Pohl stellte Krefelds Shootingstar Luca Haus an der Bande, der sich beim Check aber so unglücklich wegdrehte, dass er auf dem Eis einige Minuten behandelt werden musste. Für Pohl gab es als Konsequenz fünf Minuten plus einer Spieldauerdisziplinarstrafe wegen Bandenchecks mit Verletzungsfolge. Glücklicherweise konnte Hauf wenig später aber wieder weiterspielen. Die Chance nutzten die Krefelder für ein wenig Ergebniskosmetik. Gleich in doppelter Überzahl traf Schitz zum 10:3 (46. Minute). Auch die Indians hatten in einer Szene Pech. Robin Thalmeier bekam einen hohen Stock von Dreschmann so unglücklich unter sein Visier, dass er schon nach wenigen Minuten einen breiten Striemen einmal längs über seinem Auge verlaufen hatte. Gute Besserung an dieser Stelle und kein all zu dickes Auge an dieser Stelle! Die letzten beiden Treffer sind aus Ergebnis-Sicht zwar nicht mehr so wichtig, aber mit dem 11:3 in der 57. Minute folgte Jayden Schubert seinem Sturmpartner Palka in die Reihe der Dreierpacker und Maierhofer konnte dem KEV in der 59. Minute mit dem 11:4 immerhin den letzten Treffer des Abends bescheren.

Am kommenden Wochenende stehen dann ein Auswärtsspiel in Rostock und die Partie gegen den Herforder EV am heimischen Pferdeturm an. Die Jungs freuen sich über zahlreiche und lautstarke Unterstüzung!

Foto: Stefan Zwing | deisterpics