Rabenschwarzer Neujahrstag in Rostock

Von einem frohen neuen Jahr kann man bei den Hannover Indians wohl kaum sprechen. Denn am Neujahrstag musste das Team von Lenny Soccio eine bittere 8:2-Niederlage bei den Rostock Piranhas hinnehmen.

Während Rostock durch den DEL2-erfahrenen Förderlizenzspieler der Lausitzer Füchse, Stephané Döhring, und den wieder genesenen Tom Pauker unterstützt wurde, musste Hannover weiter auf die verletzten Igor Bacek und Robby Hein verzichten. Dafür lief Philipp Hertel als Stürmer auf. Im Tor bekamen dieses Mal jeweils die Torhüter mit den zweitmeisten Einsätzen den Vorzug. Während das bei den Indians nur Schaffrath sein kann, wechseln die Piranhas mehr oder weniger regelmäßig zwischen vier Torhütern. Nils Velm sollte heute ein starkes Spiel machen.

Die ersten Minuten gehörten tatsächlich den Gästen – bei dem Endergebnis eher schwer vorstellbar. Schon in der vierten Minute traf Armin Finkel von seiner Lieblingsposition zum 1:0. Die erste Strafe des Spiels für Michael Burns läutete schon beinahe den Abgesang der Indians ein. Denn Schaffrath geriet zur Mitte des Drittels, auch durch die Unterzahl, zunehmend unter Druck. Der Treffer zum 1:1-Ausgleich fiel jedoch etwas kurios. Es herrschte reichlich Gewusel vor dem Tor, während dessen der Puck Schaffrath von hinten traf, frei vor dem Tor liegenblieb und Gerstung im Zweikampf zuerst an die Scheibe kam und das Tor durch die beiden im Lauf verschoben wurde. Nach einer Beratungsphase gaben die Schiedsrichter das Tor aber. Deutlicher war da das 2:1 in der 17. Minute, in der Schubert vom Querpass in den Slot profitierte und in Richtung des langen Pfostens einschieben konnte. In der 19. Minute erhöhten die Piranhas noch auf 3:1. Tom Pauker hatte zu viel Platz über die linke Seite und traf über die Stockhand von Schaffrath ins Tor.

Zur Mitte des zweiten Drittels kamen die Indians wieder ran – theoretisch. Denn beim Torjubel der Indians ließen die Spieloffiziellen das Spiel weiterlaufen, ohne die Partie auch nur zu unterbrechen. Im Replay der Übertragung hat man jedoch gesehen, dass der Puck tatsächlich drin war, gegen das Torgestänge knallte und wieder raus sprang. Aber einen Videobeweis gibt es ja in unserer Liga nicht. Wenige Minuten später dann Rostock im Gegenzug mit dem 4:1. Die Indians machten es Voronov in der 33. Minute zu einfach, eleiteten ihn eher in Richtung Tor, sodass der Puck nach einem Schuss aus dem Halbfeld einschlug. Nun spielte Rostock nach Belieben auf. In der 35. Minute traf erst Stopinski zum 5:1 und Voronov erhöhte in der 38. Minute mit einem Treffer durch die Beine auf 6:1.

Für die letzten 20 Minuten übernahm nun Zabolotny im Kasten der Gäste. Im dritten Drittel kam letztendlich trotz des Treffers zum 6:2 von Pohanka in der 45. Minutenicht mehr viel Spannung auf. Die Indians mussten offensiv nach vorne spielen, was hinten für freie Räume sorgte. So bildeten das 7:1 (Pauker in der 50. Minute) und das 8:2 (Schubert in der 51. Minute) zusammen mit der Spieldauer-Strafe für Rostocks Schubert knapp vier Minuten vor Schluss nach einer Aktion gegen Bulmer, der verletzt vom Eis musste, das traurige Ende dieser Partie.

Schon am Sonntag kommen die Hammer Eisbären an den Pferdeturm, wo die Indians ab 19 Uhr hoffentlich besser ins Spiel kommen. Gerade jetzt braucht das Team eure Unterstützung – hier die Partie auf SpradeTV buchen.

Tore 8:2 | Schüsse 31:29 | Strafen 27:14