Indians vor Auswärts-Wochenende in Rostock und Erfurt

Rund sechs Wochen ist es her, dass die Hannover Indians eine eigentlich übliche Spielwoche mit einem Spiel am Freitag und einem am Sonntag hatten. Durch die unerwartete Spielabsage gegen die Saale Bulls Halle am Dienstag , hatten die Indianer mal wieder mehr als einen Tag Zeit zur Regeneration. Was gerade mit Blick auf das Krankenlager des ECH sicher nicht schaden kann. Am Wochenende stehen nun aber wieder zwei Spiele in der Fremde an. Geht es am Freitag zu den Rostock Piranhas, steht am Sonntag ein Gastspiel bei den TecArt Black Dragons Erfurt an.

Rostock im Kampf um Pre-Playoff-Plätze

Vor der Saison hätte man Rostock vermutlich nicht auf einem der hinteren Tabellenplätze erwartet, hat das Team von der Ostsee nominell einen gut besetzten Kader. Allerdings blieben konstante Leistungen aus, Spieler kamen und gingen (unter anderem gelang Ex-Indianer Aaron Beally beides innerhalb von wenigen Wochen) und Chris Stanley, der ursprünglich als spielender Co-Trainer eingeplant war, übernahm den Posten als Headcoach von Trainer-Youngster Niels Garbe.

Personell besonders zu beachten sind die beiden Topscorer des Teams: Der erfahrene John Dunbar führt die interne Scorerliste mit 48 Punkten und und der junge Deutsch-Amerikaner August von Ungern-Sternberg hat frisch vom College in seiner ersten Deutschland-Saison voll eingeschlagen und steuerte mit 23 Treffern bisher die meisten Tore für Rostock bei.

Aktuell befinden sich die Piranhas auf Platz 11 – quotientenpunktleich mit dem Krefelder EV 81 und 0,05 Punkte hinter Herford, die den letzten Pre-Playoff-Platz innehaben. Am heimischen Pferdeturm konnten die Indians das Spiel jeweils mit 4:5 für sich entscheiden, einmal regulär, einmal nach Verlängerung. Es war bisher das einzige Spiel, das für den ECH in Zusatzminuten ging. Der letzte Besuch an der Ostsee weckt keine guten Erinnerungen, ging das dritte Spiel an Neujahr mit 8:2 doch recht deutlich an den REC. Dabei brachte Armin Finkel sein Team schon in der 4. Minute in Führung, danach ging es aber bergab. Lediglich Pohanka gelang noch das zwischenzeitliche 6:2. Für das Indians-Team war dieses das letzte Spiel für einige Wochen, musste die Mannschaft danach doch in Corona-Quarantäne.

Im Gegensatz zum ECH haben die Hansestädter ein Heimspiel-Wochenende vor sich. Am Freitag sind die Indians um 20 Uhr zu Gast, am Sonntag folgt Diez-Limburg.

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Duell mit Tabellennachbar aus Erfurt

Die Spiele gegen die Black Dragons standen bisher unter keinem guten Stern – mussten die Begegnungen doch ein ums andere Mal verschoben werden. So hat bisher nur ein Duell der beiden Mannschaften stattgefunden, das Erfurt vor gut zwei Wochen mit 4:1 in eigener Halle für sich entscheiden konnte. Die Indians gerieten schon im ersten Drittel mit 3:0 in Rückstand und liefen diesem den Rest des Spiels hinterher. Genau das sollte es also zu vermeiden gelten. Als Doppeltorschütze hatte sich übrigens Arnoldas Bosas auf dem Spielbericht eingetragen, der gegen seine ehemaligen Kameraden eine hervorragende Leistung zeigte. Die beiden Importspieler, Arnoldas Bosas und Kyle Beach, sind auch Dreh- und Angelpunkt der Drachen, führen sie die internen Statistik bei Punkten und Toren an. In der Defensive ist Ex-Skorpion Sean Fischer eine Bank und ist zudem auch nach vorne immer gefährlich.

In der Tabelle steht Erfurt unmittelbar vor den Indians und fährt wie auch der ECH Fahrstuhl irgendwo zwischen Platz vier und sieben.

Für Erfurt fielen drei der letzten vier Partien coronabedingt aus, allerdings wegen der Gegner: Die sich in Quarantäne befindlichen Herforder Ice Dragons sollten gleich zwei Mal als Gegner anstehen und einmal die Saale Bulls Halle, bei denen die Indians ja auch mit der Spielabsage wegen Auflagen des Hallenser Gesundheitsamtes (trotz negativer Corona-Tests) konfrontiert wurden.

Ausgeruht oder aus dem Rhythmus? Das wird sich am Sonntag zeigen. Eröffnungsbully ist um 17 Uhr.

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Indians kämpfen gegen Auswärtsschwäche an

Bei Auswärtsspielen zeigten sich die Indians zuletzt nicht immer von ihrer besten Seite. Stehen sie in der Heimtabelle sogar auf Platz drei, müssen sie sich in der Auswärtstabelle mit dem neunten Platz begnügen. Noch immer sind die Tabellenplätze vier bis sieben hart umkämpft, es sollte also zumindest der eine oder andere Punkt die Heimreise mit nach Hannover antreten, um die sichere Playoff-Teilnahme oder sogar das Playoff-Heimrecht zu erreichen.