Indians starten mit zwei Auftaktsiegen in die Saison

Mit einer blütenreinen Weste starten die Hannover Indians in die neue Spielzeit. Nach zwei gespielten Partien, sind sechs Punkte auf dem Konto. Gab es am Freitag beim Rewe Eröffnungsspiel noch ein denkbar knappes 3:2, konnten die Indianer bei der EG Diez-Limburg überzeugen und brachten ein klares 1:6 mit nach Hause.

Eröffnungsspiel gegen Hamburg ein voller Erfolg

Erstmals in der Geschichte der Oberliga Nord entschloss sich der DEB dazu, ein offizielles Eröffnungsspiel mit einem festlichen Rahmen zu spielen. Diese Ehre sollte den Hannover Indians und den Crocodiles Hamburg zu Teil werden. Vor einer gebührenden Kulisse von weit über 3.000 Zuschauern – inklusive zahlreicher angereister Crocodiles-Fans – fiel der erste Puck der Saison 2021/22.

Man spürte wie sehr sich Fans und auch Spieler auf das Spiel, das sie endlich wieder gemeinsam erleben durften, gefreut hatten. Die Stimmung im Stadion motivierte beide Teams bis in die Haarspitzen. In der fünften Spielminute nutzte Niko Esposito-Selivanov seine Chance für seinen ersten Treffer für den ECH. Sein Sturmpartner Kyle Gibbons kam mit Vollspeed auf Kai Kristian im Tor der Hansestädter zu, seinen Alleingang konnte Kristian im eins zu eins noch spektakulär entschärfen, beim Nachschuss von Selivanov, der den Puck nur noch wenige Zentimeter über die Linie schieben musste, war er jedoch machtlos. So konnte der junge Deutsch-Russe das 1:0 mit einem Sprung gegen das Plexiglas vor der endlich wieder vollen Nordkurve feiern. Die Crocodiles waren jedoch auch ohne zwei ihrer Leistungsträger, Thomas Zuravlev und Victor Östling, ein Gegner auf Augenhöhe. So konnte in der 12. Minute Harrison Reed blank am langen Pfosten einen Pass von Verelst direkt verwandeln und zum 1:1 ausgleichen. Da war auch der sonst so stark haltende David Miserotti-Böttcher machtlos. So ging es auch leistungsgerecht in die Drittelpause.

Der zweite Spielabschnitt begann ähnlich wie der erste. Ein temporeiches Spiel mit Chancen auf beiden Seiten, dem ersten Treffer aber für die Hausherren. Pohanka täuschte an, hinten um das Tor fahren zu wollen, hatte aber den Blick für den mitgelaufenen Turnwald, legte zurück und der Verteidiger vollstreckte in bester Torjäger-Manier zum 2:1. Der Ausgleich sollte den Gästen dieses Mal jedoch nicht so schnell gelingen.

Mit zunehmendem Spielverlauf nahm auch die Härte im Spiel zu. Die doch zahlreichen, wenn auch gleichmäßig verteilten Strafen, brachten die Teams eins ums andere Mal in aussichtsreiche Powerplay-Situationen. Als erstes war es der ECH, der eine Überzahl-Situation in der 45. Minute nutzen konnte. Wie aus dem Bilderbuch kam der Querpass zu Maxi Pohl an die blaue Linie, der ihn zur 3:1-Führung im Tor unterbrachte. Im Gegenzug sahen sich sich die Crocodiles in der 54. Minute in numerischer Überlegenheit. Ex-Indianer Patrick Saggau fälschte einen Schuss von Gauch noch ab, sodass Böttcher nichts übrig bleib, als den Puck zum 3:2 aus den Maschen zu fischen. Hamburg drängte weiterhin auf den Ausgleich, kassierten in der 59. Minute jedoch gleich zwei Strafen, sodass die finale Schlussoffensive ausblieb und die ersten drei Punkte der neuen Saison in Hannover blieben.

Indians dominieren in Diez

Am zweiten Spieltag stiegen nun alle Mannschaften in das Spielgeschehen ein und für die Indians ging es als Spitzenreiter – und alleiniger Punkteinhaber – zur EG Diez-Limburg.

Auch in dieses Spiel starteten die Indians mit viel Tempo, waren läuferisch die bessere Mannschaft und hatten mit 5:18 Torschüssen auch deutlich mehr Offensivaktionen vorzuweisen. Das erste Tor des Abends ließ jedoch lange auf sich warten. Es war Kapitän Brano Pohanka, der Jan Guryca im Rockets-Tor endlich überwinden konnte und in der 19. Minute in Überzahl das 0:1 frech mit einem Tip-In über die Schulter erzielte.

Im zweiten Drittel sollten die Tore deutlich weniger auf sich warten lassen. Schon nach 13 Sekunden musste Guryca das erste Mal hinter sich greifen. Parker Bowles hatte den Platz, die Geduld und das Auge, um in der 21. Minute das 0:2 zu erzielen. Auch die Rockets konnten nur wenig später jubeln.  Nach einem etwas unglücklicher Puckverlust in der 22. Minute und mit der gewissen Portion Glück konnte Voronov den 1:2-Anschlusstreffer erzielen und versaute Jan Dalic seinen potentiellen Shotout. Das Offensivfeuer loderte bei der EGDL jedoch nicht lange. Zuerst war es Palka (30. Minute), danach Bacek (37. Minute) und schließlich Schubert (38. Minute), die einen um den anderen Treffer einfahren konnten und mit dem Zwischenergebnis von 1:5 den Rockets einen ordentlichen Dämpfer verpassten.

Im letzten Spielabschnitt kam dann Stenger für seinen Torhüterkollegen Guryca zwischen die Diezer Pfosten. Eine weiße Weste sollte er nicht lange behalten. Pohanka und Mieszkowski gingen in der 42. Minute als kongeniales Duo mit viel Tempo und Zug zum Tor auf Stenger zu, Mieszkowski mit dem scharfen Rückpass und den Kapitän muss man bei so einer Vorlage nicht zweimal bitten. Er schob zum finalen 1:6 ein und markierte damit seinen dritten Treffer des Abends.