Indians mit schwerem Wochenende gegen Herne und Leipzig

Nach dem erfolgreichen Auftaktwochenende mit zwei Spielen und zwei Siegen treffen die Hannover Indians jetzt auf zwei ordentliche Kaliber. Am Freitag steht ein Auswärtsspiel in Herne an und am Sonntag empfängt der ECH die EXA Icefighters Leipzig.

Gastspiel im Hexenkessel zu Herne

Neuer Name und alte Power: Der Herner EV trägt seit dieser Saison den neuen Beinamen „Miners“ in Anlehnung auf die Bergbaukultur der Kumpel, spielen tun sie noch immer in der Hannibal-Arena. Wie nahezu jedes Jahr gehört Herne mit zu den Top-Favoriten der Oberliga Nord, der heiß ersehnte Aufstieg ließ jedoch noch auf sich warten. Nun starten sie als Miners also einen neuen Angriff. Im Team des HEV hat sich verhältnismäßig viel verändert. Zwar sind Rekordspieler wie Nils Liesegang und Michel Ackers noch dabei, auch Björn Linda hütet weiter das Tor, jedoch stehen neun Abgängen acht Neuzugänge gegenüber. Besonders auffällig ist die Entscheidung, bei den Ausländerpositionen auf Finnen zu setzen. Neu im Team sind nämlich auch Verteidiger Sebastian Moberg, der aus der schwedischen dritten Liga kommt und Stürmer Tomi Wilenius, der uns aus der vergangenen Saison noch bestens aus der Nachbarschaft bekannt ist. Zuvor standen lediglich drei finnische Landsmänner im Dienst des HEV. Für Wilenius war es die erste Saison in Deutschland und mit 71 Punkten (36 Tor, 35 Assists) in 42 Spielen setzte er gleich ein Ausrufezeichen. Vielleicht hatte der Finne den Herner EV im Nordfinale vollends überzeugen könnten, als die Scorpions Herne in einem irren dritten Spiel mit 9:6 besiegten.

Als eines von wenigen Teams hatte Herne eine recht intensive Vorbereitungsphase mit zahlreichen Spielen und einigen namhaften Gegnern. Höhepunkte waren sicherlich die knappe 3:4-Niederlage gegen Kooperationspartner Iserlohn Roosters und der 2:1-Erfolg über die Kassel Huskies im letzten Vorbereitungsspiel.

Am Gysenberg ist es immer unangenehm zu spielen, dieses Freitag dürfte es jedoch insbesondere der Fall sein. Denn die Zuschauer können in Herne einen echten Unterschied machen. Ist die Mannschaft gut drauf, kann es in der Halle richtig laut werden. Zudem ist es für die HEV-Fans das erste Heimspiel nach einer langen Entbehrungsphase. Denn am vergangenen Wochenende mussten die Miners bei einem Auswärtsspiel antreten.

Laut Herner Homepage werden Aaron Krebietke und Marlon Polter nicht im Kader sein, da sie wegen einer Spieldauerdisziplinarstrafe im DNL-Spiel gegen Rosenheim gesperrt sind. Ansonsten stehen Danny Albrecht alle seine Spieler zur Verfügung. Volle Kapelle gibt es auch bei den Hannover Indians, alle Mann sind mit an Bord des Mannschaftsbusses. Zwischen den Pfosten wird David Miserotti-Böttcher stehen, der es mit einer der schlagkräftigsten Offensiven der Liga zu tun bekommt.

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Leipzig kommt mit Rückenwind

Am Sonntag kommt es dann zum zweiten Heimspiel unserer Indians, zu Gast sind die Icefighters aus Leipzig. Eintrittskarten sind noch ausreichend vorhanden und können im Online-Ticketshop oder an den Vorverkaufsstellen erworben werden.

In der noch jungen Saison musste das Team von Sven Gerike wegen einiger Verletzungssorgen schon oft umstellen, ist daher jedoch auch geübt, in unterschiedlichen Formationen zu spielen. Dass ihnen personelle Ausfälle nicht all zu viel ausmachten, zeigten sie beim Auftaktspiel in Krefeld. Da fuhren die IFL mit 0:8 den deutlichsten Sieg des Spieltages beim Krefelder ein. Zwei Tore steuerte übrigens Neuzugang Michael Burns bei, der in der vergangenen Saison noch seine Schlittschuhe für den ECH schnürte. Nur einer von vielen Neuzugängen, denn in der Messestadt fand trotz zahlreicher bekannter Namen in den Reihen der Leipziger ein recht großer Umbruch statt. Gleich zwölf Spieler verließen den Club, neun neue kamen. Leistungsträger wie Kapitän Florian Eichelkraut, Hannes Albrecht, Robin Slanina, Ian Farrell und Connor Hannon konnten gehalten werden, sodass uns jedoch keine komplett neuen Icefighters erwarten werden.

Endlich – möchte man aus Leipziger Sicht beinahe sagen – eine Saison, in der man sich fast ausschließlich auf das Sportliche konzentrieren kann und nicht noch um die eigene Spielstätte bangen muss. Denn im Sommer wurde das Gelände des Kohlrabizirkus von der Stadt gekauft, womit ein enorm großer Schritt zum Erhalt des Eishockeys in Leipzig gemacht wurde. Vielleicht gab es auch deswegen so früh wie selten Eis und eine abgeschlossene Kaderplanung bei den Icefighters.

Am Freitag steht für Leipzig noch das erste Heimspiel der Saison gegen die EG Diez-Limburg Rockets an, bevor sie am Sonntag dann am Pferdeturm gastieren. Immerhin zwei von vier Verletzten sind wieder im Kader zurück. Robin Slanina und Walther Klaus greifen wieder ins Geschehen ein, jedoch fehlen Hannes Albrecht und Erek Virch weiter verletzungsbedingt. Das Tor der Indians wird Jan Dalgic hüten. Eröffnungsbully ist um 19 Uhr und das Team freut sich auf viel Unterstützung im Stadion oder an den Bildschirmen.

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