Indians gegen Leipzig mit viertem Sieg im viertem Heimspiel

Four in a row – der vier-Spiele-Heimspiel-Marathon hat ein Ende und ein echtes happy End für die Hannover Indians. Denn alle vier Partien am heimischen Pferdeturm gingen an die Hausherren. Damit hat der ECH die maximalen 12 Punkte geholt und ist wieder zurück auf den vierten Tabellenplatz geklettert, der das Heimrecht in den Playoffs bedeuten würde.

Im Gegensatz zu den vorherigen drei Spielen fielen dieses Mal jedoch nicht Tore am Fließband. Auch wenn es zunächst den Anschein hatte: Die mit nur 11 Feldspielern angereisten Leipziger mussten schon in den 4. Spielminute einen Rückstand hinnehmen, nachdem Brett Bulmer nach einem 40-Meter-Sprint den mitgelaufenen Bacek im Slot bediente und dieser zum 1:0 einschob. Erfolgsverwöhnt von den letzten torreichen Spielen mussten die Fans jedoch auf den zweiten Treffer des Abends etwas warten. Der Anzahl an Spielern entsprechend stand Leipzig tief und konzentrierte sich auf eine stabile Verteidigung, um zur passenden Zeit Nadelstiche nach vorn setzen zu können. Einen schlampigen Pass in der 17. Minute konnte Jakob Ceglarski letztendlich abfangen und Branislav Pohanka reagierte blitzschnell und netzte den verwaisten Puck zum 2:0 ein.

Nach knapp der Hälfte der Spielzeit dezimierten sich die IceFighters zusätzlich noch selbst, sodass die Indians in einer doppelten Überzahl-Situation weiter an ihrer Powerplay-Quote arbeiten konnten. Die 27. und 28. Minute erwies sich dann als Neckbraker der Partie. Bei fünf gegen drei nutzte Parker Bowles den Platz und die damit verbundene Zeit, um sich die perfekte Lücke auszusuchen und markierte mit einem Handgelenksschuss das 3:0. Eichelkraut durfte nun seinen Platz auf der Strafbank verlassen, Israel musste noch dort verweilen, sodass die Hausherren weiter in Überzahl agieren konnten. Nur gut eine Minute später revanchierte sich Bowles für die gute Vorarbeit von Bulmer bei seinem Treffer mit einem Sololauf, ließ drei Leipziger aussteigen, mit dem No-Look-Pass auf seinen Teamkameraden mit der 92, der aus kurzer Distanz zum 4:0 ins Eck traf. Der Pausenstand war für die tapfer kämpfenden IceFighters vielleicht etwas zu hoch, aber die Indians konnten größtenteils nach eigenem Gusto schalten und walten.

Im letzten Spielabschnitt schaltete der ECH einen Gang zurück und Leipzig einen hoch. So belohnte Velecky sein Team in der 43. Minute mit dem 4:1 nach einem Abpraller. Die IceFighters zwar bemüht, gingen aber in den folgenden Minuten kein volles Risiko. Patrick Glatzel, der vor allem im dritten Drittel zu Höchstform auflief und einige aussichtsreiche Chancen der Indians vereitelte, schaute schon immer zu seinem Coach, ob er zur Bank kommen sollte, aber den Indians gelang es immer wieder, ins Gästedrittel vorzustoßen. Spannend wurde es in der 57. Minute noch einmal durch einen Penalty, der den IceFighters zugesprochen wurde. Sofiene Bräuner nahm einen langen Anlauf, nutzte viel der Breite des Spielfelds und konnte Zabolotny im Indians-Tor zum 4:2 überwinden. Das sollte jedoch der letzte Treffer des Abends sein, sodass die drei Punkte am Pferdeturm blieben. Allerdings war der Sieg teuer, denn Kapitän Pohanka musste im dritten Drittel verletzt vom Eis gebracht werden und musste nach dem Spiel schon auf Krücken laufen. Das wäre ein bitterer Verlust für die Indians, sollte Pohanka länger ausfallen, ist der Deutsch-Slowake doch Dreh- und Angelpunkt, Hirn und Herz seiner Mannschaft.

Zeit zum Genesen und Durchschnaufen bleibt jedoch nicht. Schon am Sonntag geht es für die Indians zum nächsten Duell und zwar nach Hamburg. Die Crocodiles sitzen den Indians im Nacken und lauern auf Platz fünf mit dem exakt gleichen Punktequotienten von 1,74 Punkten pro Spiel, der exakt gleichen Tordifferenz von +13, aber drei weniger geschossenen Toren. Es dürfte also spannend werden. Eröffnungsbully ist um 17 Uhr und das Spiel wird wie immer auf Sprade-TV übertragen.

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Foto: Stefan Zwing | deisterpics