Indians rutschen nach 5:2 in Herne in der Tabelle ab

Nach der 10:1-Niederlage beim letzten Gastspiel in Herne, wollten die Indians einiges wieder richtigstellen. Die Chancen standen nicht schlecht, hatte Herne mit einigen Ausfällen zu kämpfen – unter anderem Indians-Schreck Richard „Richie“ Müller. Das Spiel war deutlich ansehnlicher, aber für einen Sieg reichte es gegen die gut kompensierenden Herner nicht.

Das Spiel bestand einige Zeit aus gegenseitigem Abtasten, bis zum ersten echten Torschuss dauerte es. Die Hausherren traten richtig offensiv zuerst in Erscheinung. Die Abstimmung der Indians hatte in der 8. Minute nicht gepasst und Marsall nutzte die Chance direkt für das 1:0. Lediglich 18 Sekunden später klingelte es wieder im Tor der Indians. Wieder war es Marsall, der den Pass von hinter dem Tor bekam und mutterseelenallein vor dem Tor stand und ins lange Eck zum 2:0 traf. Böse Erinnerungen an den letzten Auftritt am Gysenberg wurden wach. Jedoch fingen sich die Indians und wurden bissiger. Damit verdienten sie sich in der 18. Minute auch den Anschlusstreffer. Ein schöner Drei-Stationen-Spielzug über Pohanka hinter dem Tor, Bacek kurz vor der Bully-Höhe und Del Monte kam dann von der anderen Seite zum Vollenden in den Slot gelaufen und traf gegen die Bewegung von Linda im HEV-Tor zum 2:1. Zum Schluss drängte der ECH noch auf den Ausgleich, aber die Sirene lud zum Pausentee.

Im zweiten Drittel machten die Indianer eigentlich ganz gut weiter, jedoch waren es die Herner, die durch den heute starken Christoph Ziolkowski in der 28. Minute – fast etwas überraschend – das 3:1 machten. Nach Hälfte der zu absolvierenden Spielzeit wurde es intensiver und Chancen gab es Schlag auf Schlag. Zuerst Bowles mit einem Alleingang in Unterzahl, aber daneben. Dafür ging es an der Bande mit Bulmer, Bowles, Liesegang und Fominych zur Sache. Gefolgt von einem Pfostentreffer für Herne, einer Strafe für Pohanka und der nächsten Unterzahl-Chance, dieses mal von Bulmer, der den Puck aber nicht über die Schoner vom Goalie heben konnte. In der 35. Minute gerieten dann Pohanka und Kehler an der Bande aneinander. Für beide ging es zum Abkühlen auf die Strafbank, auch wenn Kehlers Handschuhe nicht mehr an seinen Händen waren. Vermutlich, weil sie im Gerangel von den Händen gestreift wurden und nicht vorsätzlich ausgezogen wurden. Mit 3:1 ging es dann in die Pause, für die Indians wäre hier aber mehr drin gewesen.

Den Schwung aus Drittel zwei konnten die Gäste jedoch mit in den dritten Spielabschnitt nehmen. In der 43. Minute gelang Pohanka im scharfen Doppelpass mit Bacek mit dem 3:2 der erneute Anschlusstreffer. Gerade hatte man das Gefühl, der Knoten sei jetzt geplatzt, da setzte Herne in der 46. Minute den nächsten Nadelstich. Christoph Ziolkowski zog mit Tempo ums Tor herum, spielte aber überraschend den scharfen Pass zurück und Komov musste nur noch am Pfosten lauernd zum 4:2 einschieben. Ein erneuter Nackenschlag kam dann in der 54. Minute, knapp 20 Sekunden vor Ende der Herner Überzahl, als Fominych zu viel Platz hatte und mittig vor dem Tor den Puck bekam und auf 5:2 erhöhen konnte. In der 59. Minute bekam Parker Bowles, nachdem er kurz vor dem Tor zu Fall gebracht wurde, einen Penalty zugesprochen. Diesen konnte Linda jedoch entschärfen – was beinahe sinnbildlich für diesen Abend war.

Mit 5:2 und Toren immer zum richtigen Zeitpunkt setzte sich der Herner EV letztendlich durch. Für die Indians bedeutete die Niederlage ein Abrutschen auf den 6. Tabellenplatz – einmal mit Herne ausgetauscht. Diese gastieren nun auf Platz 4 der Tabelle, punktgleich (bzw. quotientengleich) mit Hamburg und dem ECH 0,03 Punkte pro Spiel dahinter.

Schon am Sonntag geht es um die nächsten wichtigen Punkte, um wieder Platz 4 und damit das Heimrecht in den Playoffs zu sichern. Gute Besserung schicken wir noch an Patrick Asselin und Michél Ackers, die im Laufe des Spiels nicht mehr aufs Eis zurückgekehrt sind.