Erneute Zuschauerbeschränkungen

Den Hannover Indians ist heute vom Gesundheitsamt die Rücknahme der aktuellen Genehmigung für die Veranstaltung von Heimspielen in der bislang geltenden Form angekündigt worden. Die Entscheidung soll auf Basis der seit gestern geltenden Neufassung der niedersächsischen Coronaverordnung erfolgen
Auch wenn uns eine tatsächliche Rücknahme bislang nicht zugestellt wurde, müssen wir aus organisatorischen Gründen bereits vorgreifend reagieren. So wurde der Kartenverkauf schon heute mittag, umgehend nach der ersten Kontaktaufnahme des Gesundheitsamtes gestoppt.
Für den morgigen Spieltag können nach aktuellem Stand nur Zuschauer im Rahmen des § 8 der Coronaverordnung ins Stadion gelassen werden. Dies bedeutet:

  • Maximal 1000 Veranstaltungsteilnehmer (Zuschauer)
  • Jeder Zuschauer muss einen Impfnachweis oder Genesenennachweis vorzeigen können.
    Ausnahmen hiervon gelten für Kinder und Jugendliche bis 18. Jahre.
    Die allgemeinen Hygieneregeln sind weiterhin einzuhalten.
    Zutritt zum Stadion erhalten unter den zuvor genannten Voraussetzungen:
  • Alle Dauerkarteninhaber
  • Käufer von bereits erworbenen Sitzplatzeinzeltickets
    Bereits erworbene Stehplatzkarten behalten ihre Gültigkeit für das nächste Spiel gegen Herne am
    11.02.2022.
    Nachfragen zu den vorstehenden Informationen können unter info@hannover-indians.de an uns gerichtet werden.
    Wir bitten dringend von telefonischen Nachfragen abzusehen.
    Zur Erläuterung:
    Wir akzeptieren die Entscheidung des Gesundheitsamtes als ausführende Behörde auf Basis der bestehenden Coronaverordnung natürlich und möchten betonen, dass es zwischen uns und dem Gesundheitsamt bisher eine sehr gute Zusammenarbeit gab.
    Was für uns nicht akzeptabel ist, ist die nach unserer Ansicht erheblich fehlerbehaftete Ausfertigung der Coronaverordnung durch den Verordnungsgeber. Gab es in der bis Ende September geltenden Fassung schon gravierende Mängel, sind diese insbesondere im Hinblick auf den Sport leider erneut Teil der Verordnung geworden.
    Über ein nicht nachzuvollziehendes Verweiskonstrukt werden Veranstaltungen bis 5000 Zuschauer identisch zu Großveranstaltungen behandelt, obwohl die Verordnung hier klar einen Unterschied herstellen wollte. Zudem ist die Einpflegung von so unbestimmten Begriffen wie „Interaktion“, unter welchen von den ausführenden Stellen z.B. Fan-Gesänge subsumiert werden, alles andere als hilfreich im Hinblick auf klare Regelungen.
    Daraus resultieren Anforderungen an uns als Veranstalter wir z.B. Abstandspflicht, Verbot von Stehplätzen, Sitzplätze im Schachbrettmuster, die in kleinen Hallen in keiner Weise umsetzbar sind. Dies kommt einem Veranstaltungsverbot gleich und wäre dann auch wesentlich ehrlicher.
    Darüber hinaus stellt die auf Basis dieser Vorgaben zu erfolgende Rücknahme einer Genehmigung rd. 24 Std vor einem Spiel, für welches bereits weit über 2500 Karten verkauft sind, uns als Veranstalter vor nahezu nicht lösbare Probleme.
    Wir haben im Sinne einer Gleichbehandlung der Fans überlegt, Zuschauer morgen gar nicht zuzulassen. Dies wäre aber ggü. den Dauerkarteninhabern sehr unfair gewesen und wirtschaftlich noch weniger tragbar, als die jetzt gewählte Lösung, die uns auch schon vor große Probleme stellt.
    Die Entscheidung die Käufer von Sitzplatztageskarten zudem zuzulassen hat den Hintergrund, dass hierbei die Gesamtzahl von 1000 Zuschauern eingehalten werden kann. Dies wäre bei einer Entscheidung für die Stehplätze nicht möglich gewesen, da die verkaufte Anzahl hier deutlich höher ist und eine wie auch immer geartete Auswahl nicht hätte erfolgen können.
    Uns tut die nun wieder eingetretene Situation für die Fans sehr leid, aber wir haben keine andere Möglichkeit als uns den Anordnungen zu unterwerfen. Dies heißt nicht, dass wir die kritische Situation durch die explodierenden Fallzahlen und insbesondere die zunehmende Belastung der Krankenhäuser nicht auch als überaus besorgniserregend wahrnehmen und gegensteuernde Maßnahmen rückhaltlos unterstützen (so wie wir dies auch zuvor getan haben).
    Aber wir dürfen erwarten, dass der Gesetz- und Verordnungsgeber sich seiner Verantwortung bewusst ist, dass getroffene Regelungen für den Adressaten verständlich verfasst und organisatorisch in angemessenen Fristen umsetzbar sein müssen. Dies ist vorliegend erneut nicht der Fall.