Erfurt gewinnt gegen den ECH im ersten Drittel

Die Comeback-Qualitäten der Hannover Indians scheinen beinahe mit dem Schnee weggeschmolzen zu sein. Denn schon wieder mussten die Indianer einem Rückstand aus dem ersten Drittel hinterherlaufen und konnten das Spiel nicht mehr drehen. Nach der kleinen Niederlagen-Serie versuchte Lenny Soccio, die Weichen mit einer Reihenänderung wieder auf Sieg zu stellen. So spielten Pohanka, Bacek und Bulmer in einer Reihe und Bowles, Weyrauch, Del Monte folgerichtig zusammen.

Schon in der 6. Spielminute gingen die Black Dragons durch das 1:0 von Beach in Führung und schienen im Allgemeinen mehr vom Spiel zu haben. In der recht strafenarmen Partie musste Ex-Indianer Bosas in der 17. Minute als erster auf die Strafbank. Ihrem Ruf mit dem besten Unterzahlspiel der Liga machten die Drachen alle Ehre, ließen nicht nur wenig zu, sondern setzten auch zu einem schnellen Konter an. In der 19. Minute gingen Beach und Schüpping -noch immer in Unterzahl – allein auf das Tor von Zabolotny zu und Schüpping versenkte zum 2:0. Nur eine Minute legte Erfurt nach. Arnoldas Bosas erhöhte 26 Sekunden vor Drittelende auf 3:0.

Das zweite Drittel zeigte sich ausgeglichener, der ECH schien endlich in der Erfurter Kartoffelhalle angekommen zu sein. Lange schien es jedoch so, als könnten sie sich für ihre Spielmühen nicht zu belohnen. Doch in der 38. Minute fiel dann endlich der Anschlusstreffer als Brett Bulmer Konstantin Kessler zum 3:1 überwinden konnte. Mental sicher wichtig, kurz vor Drittelende noch einmal getroffen zu haben. So konnte der ECH den zweiten Spielabschnitt immerhin für sich entscheiden.

Ein großer Endspurt im dritten Drittel blieb jedoch aus. Die Indians zwar bemüht und hatten mehr Spielanteile während sich Erfurt mehr auf Konter verlagerte, aber ein erneuter Treffer wollte einfach nicht gelingen. Zumindest nicht den Indians. Denn Bosas machte in der 52. Minute mit dem 4:1 den Deckel drauf und sicherte den Black Dragons mit seinem Doppelpack maßgeblich die drei Punkte.

Durch diesen Sieg konnten die Erfurter am ECH vorbeiziehen und Platz sechs der Tabelle erobern. Die Indians müssen sich vorerst mit Platz sieben begnügen, der eine Teilnahme an den Pre-Playoffs bedeuten würde.

Schon am Freitag können es die Großstadtindianer besser machen, wenn der Herner EV – ebenfalls ein Konkurrent um die vorderen Plätze – zu Gast am Pferdeturm ist. Es ist das erste von vier Heimspielen in Serie für den ECH. Am Sonntag kommen dann die Hammer Eisbären, am Dienstag der Krefeld EV 1981 und Freitag sind dann die IceFighters Leipzig zu Gast.