Double-Days: Gleich doppelt nach Leipzig und gegen Hamburg

Mit den Back-to-back-Auswärtsspielen gegen Halle konnten wir uns schon an doppelte Begegnungen gewöhnen. Und so geht es weiter. Denn an den kommenden vier Spieltagen (Dienstag, Freitag, Sonntag, Dienstag) gibt es nur zwei Gegner. Dabei stehen im Wechsel Auswärtsspiele bei den EXA IceFighters Leipzig und Heimspiele gegen die Crocodiles Hamburg an.

Erstmals gegen Leipzig

Nachdem die Indians am vergangenen Wochenende gegen die Saale Bulls Halle gespielt haben, ist Leipzig neben Erfurt das einzige Team mit dem es noch kein Kräftemessen in dieser Saison gab. Aus de abgelaufenen Saison haben wir aber noch recht spannende und intensive Spiele in der Erinnerung, bei denen es gelegentlich durchaus heiß her ging. Die Dienstags-Partie musste kurioser Weise schon zwei Mal verschoben werden: im Dezember waren die IceFighters in Quarantäne und mussten das Spiel absagen, im Januar dann die Indians.

Tabellarisch haben sich die Icefighters auf dem siebten Tabellenplatz eingerichtet, mit einem Punkterückstand von gut 0,2 Punkten pro Spiel auf den Herner EV, was für das Team aus Leipzig die Teilnahme an den Preplayoffs bedeuten würde, was man sicherlich gerne umgehen würde.

Auch wenn das Team mit 3,32 geschossenen Toren pro Spiel keinen wirklich schlechten Wert hat, befinden sie sich damit im Ligavergleich auf dem vorletzten Platz. Tatsächlich lassen die IceFighters lange auf sich warten bis sie in der ligaweiten Topscorer-Wertung auftauchen – Robin Slanina ist als punktbester Leipziger erst auf Platz 36 zu finden. Das ist so spät wie kein anderes Team. Die vermeintliche Schwäche könnte man jedoch auch als Stärke interpretieren, denn zwischen den besten Punktelieferanten – Slanina, Eichelkraut, den beiden Kontingentspielern Hannon und Velecky sowie Hannes Albrecht – liegen nur fünf Punkte Unterschied, was für eine ausgeglichene und damit auch schwer auszurechnende Mannschaft steht.

Besonders mit knappen Spielen hat das Team in dieser Saison schon viel Erfahrung gesammelt. Elf der 28 Spiele endeten mit nur einem Tor Unterschied, vier davon gingen verloren. Das mag auch darin begründet liegen, dass Leipzig eines der drei Teams mit den meisten Spielen in Overtime ist, bei denen letztendlich vier Spiele gewonnen wurden und drei verloren gingen.

Wie spannend es tatsächlich wird, könnt ihr im Livestream aus dem Kohlrabizirkus in Leipzig sehen.

Dienstag, 19 Uhr: EXA IceFighters Leipzig gegen Hannover Indians >>>

Sonntag, 17 Uhr: EXA IceFighters Leipzig gegen Hannover Indians >>>

12-Punkte-Spiele gegen Hamburg

Die Crocodiles sitzen den Indians im Nacken und lauerten nach der kleinen drei-Spiele-Niederlagen-Serie des ECH bisher vergebens auf weitere Fehler, um sich an den Indians vorbei auf Platz vier zu schieben. Nur 0,05 Punkte pro Spiel trennen die beiden Teams und entscheiden aktuell über das Heimrecht in den Playoffs. Damit sind die kommenden zwei Spiele am Freitag und kommenden Dienstag für die Tabellenkonstellation enorm spannend und wichtig.

Das bisher einzige Aufeinandertreffen der beiden Teams in Hamburg konnten die Crocodiles mit 7:3 für sich entscheiden, wobei das Ergebnis etwas deutlicher aussieht, als es das Spiel hergegeben hätte – trotz verdientem Hamburger Sieg.

Die Hanseaten kommen mit dem Schwung zweier Siege aus schweren Partien – mit einem 6:2 gegen Halle und einem 2:1 in Tilburg, an Selbstvertrauen sollte es also nicht mangeln. Gefährlichste Waffe der Crocodiles st auf jeden Fall die Offensive. Zwei der besten fünf Topscorer tragen das Trikot der Hamburger. Lascheit mit 55 Punkten und Zuravlev mit 48 Punkten werden dann noch durch den ehemaligen Indianer Patrick Saggau mit 42 Zählern auf dem Punktekonto ergänzt.

Bemerkenswerter Weise hatte Hamburg diese Offensiv-Power ohne „echten“ Kontingentspieler entwickelt. Bisher besetzte der in Deutschland geborene und aufgewachsene Italo-Kanadier Rico Rossi die einzige Transferkarte. Bereits in der vergangenen Saison war er als dritter Kontingentspieler nach einer Verletztenmisere an die Elbe gekommen und sollte schnellstmöglich einen deutschen Pass erhalten, was durch einen längeren Aufenthalt im Ausland jedoch längere Zeit warten musste.

Jetzt wurde das Team zusätzlich mit zwei internationalen Neuzugängen verstärkt. Mit dem Kanadier Harrison Reed wurde ein erfahrener Stürmer verpflichtet, der in Deutschland bereits für die Straubing Tigers in der DEL und für Crimmitschau und Dresden in der DEL2 unter Vertrag stand und immer mindestens einen Punkt pro Partie durchschnittlich beitrug. Er selbst sagt: „Neben meinen offensiven Fähigkeiten möchte ich Tiefe, Führungsqualität und Erfahrung in den Club einbringen.“ Mit Victor Östling gesellt sich weiter ein Schwede zum Team, der einen Zwei-Jahres-Vertrag erhält. Geschäftsführer Sven Gösch hält große Stücke auf ihn: „Victor ist sehr schnell, wendig und hat einen gefährlichen Abschluss. Er bringt noch mehr Qualität in unseren Sturm“. Von der neuen Offensiv-Power können wir uns am Pferdeturm nun gleich doppelt überzeugen. Beide Partien starten um 20 Uhr.

Freitag: Hannover Indians gegen Crocodiles Hamburg – jetzt buchen >>>

Dienstag: Hannover Indians gegen Crocodiles Hamburg – jetzt buchen >>>