Arbeitssieg beim Abschiedsspiel

Es war ein emotionales Spiel – nicht nur 30 Tage nach dem letzten Heimspiel und einer kleinen Negativserie von drei Niederlagen, sondern auch die letzte Partie unseres langjährigen Indianers und Assistent Captains Armin Finkel, das die Indians letztendlich mit einem umkämpften 4:3 für sich entscheiden konnten.

Die Gegner der EG Diez-Limburg kamen als bestplatzierter der drei Aufsteiger und mit Rückenwind an den Pferdeturm. Denn im neuen Jahr fuhren sie in zehn Spielen sechs Siege ein und holten zudem fast alle Punkte in der Fremde. Da es das erste Aufeinandertreffen der Teams war, war für das Team um Lenny Soccio noch nicht ganz klar, was für eine Mannschaft sie erwarten würde.

Und die Rockets machten das gut. Spielten nicht nur mit, sondern brachten die Indians mit einfachem, geradlinigem Hockey ein ums andere Mal in Bedrängnis. Im ersten Drittel musste sich der ECH in komplett neuer Reihenzusammenstellung erst finden, hatte der Trainer in der vierwöchigen Denkpause alles einmal durch den Mixer gejagt. Der Plan schien jedoch aufzugehen, zuletzt konzentrierten sich die Gegner auf ein Ausschalten der Scoringline um Bowles, Bulmer und Pohanka, was nun nicht mehr möglich war. Das erste Tor machten jedoch die Gäste bereits in der 6. Spielminute, als Wellhausen sein Team das erste und letzte Mal an diesem Abend in Front brachte. Zum psychologisch wichtigen Zeitpunkt konnten die Indians jedoch durch Igor Bacek nach einem Sahne-Pass von Brett Bulmer mit dem 1:1 ausgleichen und gingen somit mit einem Unentschieden in die Pause.

Das zweite Drittel gehörte dann klar den Hausherren, die offenbar in ihren Spielfluss zurückgefunden hatten. Für die entsprechende Punkteausbeute sorgte Brett Bulmer mit einem Doppelpack in der 30. und 36. Minute. Dank einiger Großchancen wäre sogar noch das eine oder andere Tor drin gewesen, aber die Rockets – und vor allem Jan Guryca im Tor der EGDL – verhinderten einen höheren Rückstand. So ging es also mit dem 3:1 zum Pausentee.

Diez-Limburg gab sich jedoch noch lange nicht geschlagen und fand zurück zu ihrem Spiel. In der 55. Minute konnte das Topscorer Matheson auch in etwas Zählbares ummünzen, als er zum 3:2-Anschlusstreffer einschob. Parker Bowles hatte mit einem Anwärter zum Tor des Monats und einem zwei auf eins mit Sturmpartner Burns in der 48. Minute die passende Antwort parat und stellte mit dem 4:2 den alten Abstand wieder her. Die Rockets zeigten sich wenig beeindruckt. So war es abermals Matheson, der sein Team in der 52. Minute mit dem 4:3 erneut auf die Fersen der Rothäute brachte. Außer einer langen Diskussionspause um eine Strafe wegen hohen Stocks auf Seiten der Indians und zu vieler Spieler auf dem Eis bei den Rockets, hielt die Partie allerdings keine weiteren Eintragungen auf dem Spielberichtsbogen bereit. So konnten die Indians mit diesem 4:3-Arbeitssieg gegen kampfstarke Diez-Limburger die ersten drei Punkte im neuen Jahr einfahren. So konnte Armin Finkel bei seinem 480. und letzten Spiel für die Indians mit einem Sieg vom Eis gehen, bevor er seine Schlittschuhe symbolisch an den Nagel hängte.

Aufgrund der vielen bisher ausgefallenen Spiele durch mehrere Corona-Quarantänen in der Oberliga Nord, geht es für den ECH nun schon im Playoff-Takt weiter. Bereits am Dienstag steht das nächste Spiel, dieses Mal gegen den Herforder EV, auf dem Plan – und dieser drei-Spiele-pro-Woche-Takt wird auch bis zum Ende der Hauptrunde voraussichtlich so bleiben.

Fotos: Stefan Zwing | deisterpics