13:3 – Indians mit Torspektakel gegen Krefeld

Hatten wir beim letzten Heimspiel gegen Hamm mit 8:6 gerade das torreichste Spiel der Saison gesehen, ist dieser Rekord gleich wieder eingestellt worden. Und das sogar mit einer zweistelligen Toranzahl der Hausherren.

Dabei hatte sich Krefeld offenbar viel vorgenommen. Mutig gingen sie ins Spiel, standen hoch und versuchten, die Indians früh zu stören. Allerdings schien das genau den Indians in die Karten zu spielen. Denn die junge Krefelder Mannschaft hat reichlich Potential, vor allem offensiv, ist aber gerade in der Defensiv-Bewegung doch eher unerfahren. Nach einem geblockten Schuss in der 4. Minute ging es schnell. Ein Konter, der lange Pass von Pohanka auf den Schläger von Parker Bowles, der mit dem ersten echten Torschuss Kapteinat im Krefelder Tor zum 1:0 überwinden konnte. In der 5. Minute dann ein Alleingang von Burns, der sich bei einem 2 auf 1 entschloss, selbst zu schießen und mit einem satten Treffer ins Eck auf 2:0 erhöhte. Und die Indians hatten Gefallen am Toreschießen gefunden. Das 3:0 ließ nicht lange auf sich warten. Hein hatte da das richtige Auge für Pape, der sich im Slot positionierte und fast im Vorbeifahren einnetzte. In der 10. Minute dann das erste Powerplay des Abends. Bulmer hatte das nötige Selbstvertrauen, in Überzahl zum Bauerntrick anzusetzen und erzielte nicht nur das 4:0 – bei dem sich übrigens auch Zabolotny einen Scorerpunkt sichern konnte – sondern beendete auch den Arbeitstag von Kapteinat, der nach dem vierten Treffer in zehn Minuten von Coach Elmar Schmitz ausgewechselt und durch Jonas Gähr ersetzt wurde. Lange konnte aber auch dieser seine Weste nicht weiß halten. Ausgerechnet bei Überzahl, einer der stärksten Waffen der Krefelder, machte es Bowles seinem Zwllining im Geiste, Brett Bulmer, gleich und setzte ebenfalls zum Bauerntrick an – ganz frech dieses Mal in Unterzahl – und versenkte zum 5:0. Spätestens jetzt war der nachvollziehbare Frust der jungen Gäste spürbar. Jeder zweite Schuss war ein Treffer, bei den Indians gelang einfach alles, bei den Krefeldern nahezu nichts. In der 17. Minute musste der KEV dann noch das 6:0 hinnehmen. Bulmer ließ da Gähr eigentlich schon aussteigen, der den Puck jedoch noch abwehren konnte, Tommy Pape jedoch den Abpraller dann im Tor unterbrachte und seinen Doppelpack machte.

Jedoch änderte auch die Pause nur wenig am Spielverlauf. Krefeld kam zwar zu deutlich mehr Schüssen als noch im ersten Drittel, die Tore machten aber weiter die Indians. Und das im Minutentakt. Erst traf Bulmer in der 25. Minute zum 7:0, Hein in der 26. Minute zum 8:0, Bowles erhöhte in der 27. Minute auf 9:0 und Kapitän Branislav Pohanka traf nur 8 Sekunden später direkt vom Bully weg ins Krefelder Tor. Zum dritten Treffer innerhalb einer einzigen Minute trug sich dann Thore Weyrauch mit dem 11:0 auf dem Spielberichtsbogen ein. In der 30. Minute setzte Kiedewicz im Powerplay mit dem 11:1 dann ein Lebenszeichen für den Krefelder EV. An Defensiv-Aufgaben schienen beide Teams in dieser Phase nur wenig Gefallen zu finden, offensiv lief es da besser. So ließ Bulmer in der 33. Minute alle Verteidiger hinter sich und schob in Penalty-Manier zum 12:1 ein, bevor Demetz ein erneutes Überzahlspiel in der 35. Minute zum 12:2 nutzen konnte. Für das letzte Tor des Drittels sorgte dann Constantin Vogt in der 28. Minute, als er aus dem Gewühl den Puck erobern und das 12:3 markieren konnte.

Im dritten Drittel schienen sich beide Teams weitestgehend mit dem Spielstand abgefunden zu haben, das Spiel war zwar noch ein halbwegs munteres Hin- und Her, jedoch gaben die Mannschaften in letzter Konsequenz nicht mehr 100%. Für das einzige Tor in diesen 20 Minute sorgte dann Robby Hein, als er in der 58. Minute einen verwaisten Puck zum 13:3 ins Tor bugsierte.

Für das junge Team aus Krefeld eine ziemliche Lehrstunde, nicht nur eishockeytechnisch, sondern auch vor allem auf mentaler Ebene, da sie nach einer Niederlagenserie von fünf Spielen in Folge eigentlich ein Zeichen setzen wollten, um sich für die harte Arbeit in dieser Saison mit einem Pre-Playoff-Platz zu belohnen.

Die Indians hat dieser Sieg wieder auf Platz fünf in der Tabelle befördert und der Kampf um das Playoff-Heimrecht läuft weiter. Die nächsten Big Points können die Indians dann am Freitag beim vierten von vier Heimspielen in Folge einfahren, wenn mit den IceFighters Leipzig ein nächster Konkurrent für die heiß umkämpften Playoff-Plätze zu Gast ist.