Triple H: Hannover empfängt Hamm und Herne

Nach dem letzten punktlosen Wochenende, an dem es jedoch auch nur ein Spiel gab, stehen die Indians wieder vor einem beinahe regulären Wochenende in dieser Corona-Saison. Nur, dass beide Partien – gegen Hamm und Herne – am heimischen Pferdeturm stattfinden werden.

Im Kader der Indians ist einiges an Rotation zu verbuchen. Armin Finkel ist nach einer Spieldauerstrafe für die Partie am Freitag gesperrt. Auch David Trivellato wird fehlen. Aufgrund einer Oberkörperverletzung wird er voraussichtlich für mehrere Wochen ausfallen. Wieder mit dabei sind hingegen Igor Bacek und Mike Burns, die beide wegen einer Verletzung das letzte Wochenende pausieren mussten. Das erste Mal für die Indians auf dem Eis wird Marcus Gretz stehen. Nach seinem Interkontinental-Flug musste er sich erst in eine Quarantäne begeben. Der PCR-Test nach dem fünften Quarantäne-Tag war negativ, sodass er am Donnerstag schon ins Training mit seinen neuen Mannschaftskameraden einsteigen konnte und am Freitag bereits erstmals zum Einsatz kommt. Voraussichtlich trägt er vorerst das Trikot mit der Rückennummer 42, bis er mit seiner eigenen Nummer, der 65, auflaufen kann. Aus gutem Grund werden auch Steven Raabe und Jan Nijenhuis nicht im AUfgebot von Lenny Soccio stehen. Beide Spieler befinden sich aktuell in Kanada, um dort mit der Nationalmannschaft an der U20-WM teilzunehmen.

Schwer auszurechnende Eisbären

Nicht nur bei den Indians gibt es einige personelle Neuigkeiten. Hamm hat kurzfristig gleich drei Neuzugänge bekanntgegeben. Mit Michel Maaßen kehrt ein alter Bekannter nach Hamm zurück. Der 38-jährige Maaßen hat in der Saison 2016/17 mit Hamm die Meisterschaft gefeiert und kehrt nun zu seiner alten Wirkungsstätte zurück. Als Kontrast dazu steht der nun 21 Jahre alte Leonardo Ewald ebenfalls im Kader der Eisbären und soll die Defensive verstärken. Der dritte Neuzugang ist im Indians-Lager kein Unbekannter, spielte Tobias Schwab doch von 2016-2018 im Jersey der Indians. Mit rund einem Punkt pro Spiel war er ein solider Scorer und soll dies nun für Hamm tun. Alle drei Wechsel kamen zustande, da die Bayernliga den Spielbetrieb wegen Corona einstellen musste, in der alle drei Spieler einen Vertrag hatten.

Sportlich scheint die Partie auf den ersten Blick eine Routineaufgabe für den ECH zu sein. Hamm findet sich aktuell auf dem 13. und damit letzten Tabellenplatz der Oberliga-Nord wieder. Jedoch darf man nicht vergessen, dass Hamm wegen einer notwendigen Corona-Quarantäne und mehrerer Spielabsagen erst sieben Spiele auf dem Konto hat, also vier weniger als die Indians. Nach einem rechnerischen Wert von Punkten pro Spiel würde die Mannschaft auf Platz 8 oder 9 der Tabelle stehen. Auch die Werte der beiden Special Teams können sich durchaus sehen lassen. Größtes Sorgenkind hingegen ist die Offensive, hier haben die Eisbären mit Abstand die wenigsten geschossenen Tore der Liga, bei den Gegentoren schwimmen sie hingegen im unteren Mittelfeld mit.

Die Indians kann man jedoch als Angstgegner der Hammer bezeichnen, gegen keine andere Mannschaft setzte es so deutliche Niederlagen (0:5 und 0:6). Das wohl größte Fragezeichen ist jedoch auf der Torhüterposition zu finden. Die ersten Saisonspiele stand DEL-Keeper Ilya Sharipov zwischen den Hammer Pfosten. Jetzt musste er jedoch zurück zu den Nürnberg Ice Tigers, da auch die DEL nun in die Saison gestartet ist. Die jetzt nominelle Nummer eins, Sebastian May, hatte in der aktuellen Saison nur 23:19 Minuten Eiszeit, wurde beim Auswärtsspiel in Hamburg jedoch nach dem 4:1-Treffer ausgewechselt. Der eingeplante Torhüter Jendrik Allendorf hatte kurz vor dem Saisonstart aus privaten Gründen um Vertragsauflösung gebeten. Momentan sei man zwar in aussichtsreichen Gesprächen mit einem Nachfolger, aber Konkretes gibt es aktuell noch nicht.

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Wiedergutmachung gegen Herne

Die bittere 10:1- Niederlage vom vergangenen Sonntag in Herne ist sicher noch nicht vergessen, war es doch die bei weitem deutlichste Niederlage für den ECH, mit der so sicher niemand gerechnet hatte. Dass dieses Ergebnis alles andere als gerechtfertigt war, kann das Team dann am Sonntag zeigen, wenn der Herner EV nur eine Woche nach dem letzten Aufeinandertreffen beider Teams an den Pferdeturm reist. Aktuell stehen beide Teams mit 20 Punkten auf der Haben-Seite da, Herne aber mit dem besseren Torverhältnis, was eigentlich die Parade-Disziplin der Indians war. Der Tabellendritte aus Herne musste sich nach dem deutlichen Sieg gegen die Indians am folgenden Mittwoch jedoch überraschend mit 4:6 in Krefeld geschlagengeben. Spannend wird also ein Blick auf die Freitags-Partie der Herner, die am Freitag zu Hause gegen die Saale Bulls Halle antreten.

HEV-Trainer Danny Albrecht stellte vorab klar: „Ich möchte sehen, dass wir über die kompletten 60 oder 65 Minuten ganz hart arbeiten. Checks zu Ende fahren, sehr körperlich spielen und couragiert auftreten“, ist auf der Website der Herner zu lesen.

Auch personell gibt es Neuigkeiten in Herne. Am Donnerstag wurde Stürmer Dennis Thielsch – für Außenstehende sicherlich überraschend – vom Spiel- und Trainingsbetrieb freigestellt. Dieses sei eine „gemeinsame Entscheidung des Trainerstabs und der Geschäftsführung“, hieß es von Herner Seite. Ebenfalls verzichten muss Danny Albrecht auf Thomas Ziolkowski, dieser hatte sich in der Partie gegen seinen Ex-Club einen Muskelfaserriss zugezogen und wird mindestens zwei Wochen ausfallen.

Achtung: Das Spiel beginnt an diesem Sonntag bereits um 18 Uhr!

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