Niederlage in Hamburg zum Null-Punkte-„Wochenende“

Ein punktloses Wochenende (beziehungsweise zwei Spieltage in Folge) – das hat es für die Indians seit den ersten beiden Spieltagen nicht mehr gegeben. Nach der knappen Niederlage gegen die Herforder Ice Dragons gab es bei den Crocodiles Hamburg deutlich mehr Tore, aber ebenso keine Punkte für den ECH wie in der Partie zuvor.

Die Crocodiles stellten die Weichen schon im ersten Drittel auf Sieg. Durch die Verletzungen von Igor Bacek und Robby Hein musste Lenny Soccio seine Reihen neu sortieren und entschied sich zu Beginn, die performante erste Reihe mit Pohanka, Bulmer und Bowles zu trennen. Zusätzlich erschwerten sich die Gäste das Leben durch zu viele Strafen. Nachdem die Crocodiles durch den ersten Treffer von Patrick Saggau in der 8. Minute mit 1:0 im Powerplay in Führung gingen, konnte Parker Bowles in seiner neu formierten Reihe auf Vorlage von Pohanka und Del Monte bereits in der 9. Minute ausgleichen. Von da an begann für die Indians jedoch eine Talfahrt. So brachte Patrick Sagau in der 13. Minute sein Team mit dem 2:1 erneut in Führun, bevor Dennis Reimer im Powerplay auf 3:1 erhöhen konnte (18. Minute).

Nach dem Pausentee setzten die Crocodiles nahtlos an. Zum strategisch wichtien Zeitpunkt, traf in der 22. Minute erneut Dennis Reimer zum 4:1 bevor Hamburg durch den Treffer von Jan Tramm in der 29. Minute auf 5:1 davonziehen konnte. Die neue Reihenformation hatte offenbar nur wenig Durchschlagskraft, sodass die Indians nun zu ihrer Paradereihe mit Pohanka, Bulmer und Bowles zurückkehrten. Mit Erfolg – denn kaum spielten Hannovers Topscorer wieder zusammen, lief es besser. In der 31. Minute setzte Bowles auf Vorlage seiner Reihenkollegen mit dem 5:2 ein Lebenszeichen, bevor Pohanka – ebenfalls auf Vorlage seiner Kumpanen – in der 35. Minute die Indians wieder auf 5:3 ranbrachte. Die Indians waren jetzt wieder wach und endgültig in der Partie angekommen und drängten auf den nächsten Treffer. Ausgerechnet in dieser Phase versetzte Patrick Saggau der aufkeimenden Hoffnung der ECH mit seinem Hattrick zum 6:3 in der 39. Minute einen Dämpfer.

Davon erholte sich der ECH im weiteren Verlauf des Spiels nicht mehr. Einzig Hamburgs Bezouska mit zu viel Platz setzte mit dem 7:3 noch einen letzten Akzent.

So ging das erste Auswärtsspiel nach vier Heimspielen am Stück mit einer recht deutlichen Niederlage zu Ende. Und die Indians bleiben weiter im zwei-Tage-Rhythmus. Denn das nächste Auswärtsspiel steht schon am Neujahrstag an, wenn es für die Hannoveraner in den hohen Norden nach Rostock geht, bevor es nur zwei Tage später wieder am Pferdeturm rund geht. Gegner am 3. Januar sind dann die Hammer Eisbären.

Tore 7:3 | Schüsse 31:40 | Strafen 10:6