Knappe Niederlage gegen Herford

So hatten sich die Mannen von Lenny Soccio das sicher nicht vorgestellt. In einer denkbar engen Partie und ohne Igor Bacek musste sich das Team der Hannover Indians mit 2:3 geschlagen geben.

Dabei ging die Partie eigentlich ganz gut los. So brachte Nico Turnwald als punktbester Verteidiger den ECH mit dem 1:0 in der 12. Minute in Führung. Allerdings egalisierten die Gäste schon in der 18. Minute, als Sebastian Christmann beim 1:1 Lukas Schaffrath erstmals überwinden konnte.

Das zweite Drittel begann dann für die Gäste nach Maß. In der 22. Minute traf Nico schnell in einer Druckphase der Ice Dragons zum 1:2. Die Indians liefen diesem Zwischenstand lange hinterher. In der 37. Minute war es dann ausgerechnet Thomas Pape mit seinem ersten Saisontor für die Indians, der das 2:2 erzielte, als er einen Schuss von der blauen Linie abfälschte. Gedanklich waren alle zum Drittelende schon in der Kabine, da schickte der Schiedsrichter Parker Bowles wegen Beinstellens auf die Strafbank. Er hatte gerade Platz genommen, da schlug der Puck in der 40 Minute im Powerplay zum 2:3 ein. Vier Sekunden nach ausgesprochener Strafe und fünf Sekunden vor Drittelende ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt und erzielt durch drei alte Bekannte: Rinke auf Vorlage von Garten und Bombis – dass diese drei Powerplay spielen können, hatten sie bereits in der vergangenen Spielzeit bei den Scorpions gezeigt.

Im dritten Drittel liefen die Indians also erneut einem knappen Rückstand hinterher. Eine richtige Übermacht konnte der ECH jedoch nicht aufbauen, vor allem das schnelle Umschaltspiel der Ice Dragons stellte die Hausherren vor Probleme. Wirklich spannend wurde es noch einmal in der Schlussphase, als Lenny Soccio gut eine Minute vor Ende den Torwart vom Eis. Allerdings brachte das nicht den gewünschten Erfolg. Die letzten 30 Sekunden spielte Herford wie im Powerplay vor dem leeren Indians-Tor. Die Indianer warfen sich in jeden Schuss, um die frühe Entscheidung zu verhindern, kamen dafür aber nicht mehr aus dem eigenen Drittel. Zwei Sekunden vor Schluss kam Santeri Ovaska noch an den Puck und schoss von Höhe der Mittellinie. Der Puck ging jedoch knapp rechts am Tor vorbei, Ennio Albrecht wäre jedoch ohnehin zur Stelle gewesen.

Letztendlich muss man eingestehen, dass der Sieg für Herford in Ordnung geht, kontrollierten sie doch lange Strecken der Partie das Spiel.

Nach vier Heimspielen am Stück geht es für den ECH nun am 30. Dezember zum Nord-Duell zu den Crocodiles Hamburg, mit einem hoffentlich besseren Ergebnis aus Indians-Sicht. Das Spiel wird wie gewohnt auf SpradeTV übertragen.

Foto: Stefan Zwing | deisterpics