Manfred Arnold

Tradition Pferdeturm mit gutem Nachwuchs und guten Kontis

 „Es ist ja nicht so, dass die Geschichte des hannoverschen Eishockey mit Mark Maroste begonnen hätte. Davor war hier auch schon ein Menge los.“ Irgendwann haben wir diesen Spruch aufgeschnappt und gedacht: „Da muss etwas dran sein. Schließlich steht ja auch überall „Hockey since 1948“ geschrieben. Ganz so tief ist die Hockey Night nicht in die Eishockey-Geschichte Hannovers eingetaucht. Aber immerhin bis 1961. Dafür haben wir uns mit Manfred Arnold getroffen, ECH-Verteidiger von 1961 bis 1977 am Pferdeturm und wurden mit einer ordentlichen Portion Fakten und Anekdoten belohnt.

„Bis 1961 hatte ich zwei Jahre unter dem Trainer Gerhard Kießling (von 1958 bis 1974 auch Bundestrainer) bei Eintracht Frankfurt gespielt. Bei zwei Qualifikationsspielen gegen die damalige RESG Hannover bin ich denen offensichtlich aufgefallen und bekam fast postwendend ein Angebot aus Hannover“, erinnert sich Manfred Arnold und ergänzt: „Das kam mir sehr recht, weil ich mich in Frankfurt nicht wohl gefühlt habe. Für mich eine hässliche Stadt – im Gegensatz zu Hannover.“ Wo er schnelle heimisch wurde. Was auch daran lag, dass er als gebürtiger Bayer (München) nicht der einzige Bajuware im „hohen“ Norden war: „Lucky Hintermeier und Trainer „Siggi“ Fottner waren schon da. Und der Sepp Sappl kam wenig später auch noch hinzu.“

In dieser Zeit dominierten bayrische Vereine aus Kleinstädten wie der EV Füssen, SC Riessersee und auch der EC Bad Tölz das deutsche Eishockey. Dementsprechend hoch war der Konkurrenzkampf unter den Spielern, einen Platz in der ersten Mannschaft zu ergattern: „Wir wollten aber alle unbedingt spielen und sind dann auch zu anderen Vereinen außerhalb Bayerns ausgewichen.“ Daher also Hannover und das für lange, lange Zeit.  Dieses bayrische Dreigestirn wurde in Hannover nicht nur sesshaft, sondern bildete in den 1960er Jahren lange eine feste Achse im Team vom Pferdeturm. Der anfangs noch keinen allzu großen Wiedererkennungswert mit dem heutigen Stadion hatte: „Bei uns spielte mit Richard Kühn ein Architekt, der die Tribünen hat bauen lassen. Allerdings mussten wir Spieler und die anderen Vereinsmitglieder mit anpacken. Wer nicht gearbeitet hat, durfte später nicht aufs Eis. Ohne den Richard hätte es das hier alles so nicht geben können.“

Schließlich wurde die Mannschaft vom Pferdeturm bald schon ein Zuschauermagnet. „Vor allem zu den Spielen gegen Deilinghofen (der Vorgängerverein vom Iserlohner EC) hatten wir dank zusätzlicher Aushilfstribünen öfter über 5000 Zuschauer. Das waren tolle Eishockeyschlachten am Turm“, erinnert sich Manfred Arnold an die Auseinandersetzungen mit dem heutigen DEL-Club aus dem Sauerland, der ursprünglich als Freizeiteinrichtung für kanadische Besatzungssoldaten gegründet worden war. Maßgebliches Vorstandsmitglied und auch als Spieler bis in die 1970er Jahre aktiv, war in dieser Zeit Fedor Rose, der 1922 in Ostpreußen geboren, nach dem Krieg irgendwie nach Hannover gekommen war und auch hier seiner sportlichen Lieblingsbeschäftigung, Eishockey, weiter nachgehen wollte. „Der Fedor war ein Lebenskünstler. Unglaublich künstlerisch begabt und mit einem außerordentlichen Sprachtalent gesegnet. Eine schillernde Erscheinung, mit der wir viele unglaubliche Geschichten erlebt haben. Außerdem war der Fedor auch für jeden Spaß zu haben“, weiß Manfred Arnold über den ehemaligen Präsidenten des EC Hannover zu berichten. Dem offenbar auch eine gewisse Eitelkeit innewohnte: „Einmal hat der Fedor einen Zahn verloren und ihn sich postwendend mit Pattex wieder angeklebt. Das sah zu komisch aus.“  Eine weitere Legende rankt sich um seinen bereits zu diesem Zeitpunkt nur noch spärlichen Haarwuchs: „Irgendwann hat er ein Toupet bekommen. Und hat anschließend auf allen Fotos, auf denen er mit kahlem Schädel zu sehen war, eigenhändig die Haare nachretouchiert.“ Darüber hinaus spricht Manfred Arnold aber ausschließlich mit Hochachtung über seinen früheren Vereinschef: „Der Fedor hat unheimlich viel für den Aufbau des Eishockeys in Hannover geleistet. Das war sein Leben.“

Neben den Bayern Manfred Arnold und Josef (Sepp) Sappl prägten Torwart „Olli“ Oltersdorf, Erich Eichler und wenig später auch die Hannoveraner Heiner Marten, Klaus Homfeldt, Peter Graw, Ingo Kreipl, Peter Heinrich, Jimbo Lettner, Teddy Baxmann, Elmar Surkemper, Fred Almeling und Ede Paderhuber das Gesicht der hannoverschen Mannschaft in den 1960er Jahren.

Besonders stolz ist Manfred Arnold über den stetigen Zufluss von Spielern aus der eigenen Jugend, da er neben seiner Spielerfunktion auch mehrere Jahre Jugendleiter war: „Einmal sind wir mit der Jugend bundesweit sogar Vierter geworden und hatten am Ende nur die bayrischen Traditionsvereine vor uns. Das war ein großer Erfolg für einen norddeutschen Verein.“

Der sich 1963 nach Unstimmigkeiten innerhalb der RESG Hannover von 1948 in EC Hannover umbenannte. Dieser EC Hannover spielte damals in der dritten Liga, der sogenannten Gruppenliga: „Mit den wirklich Großen des deutschen Eishockeys konnten wir damals wie heute nicht mithalten. Dazu gehörten neben den bayrischen Traditionsvereinen wie Füssen usw. auch die im Aufwind befindlichen Westvereine wie Düsseldorf und Köln und auch der damals langsam wieder erstarkende Berliner SC. Die hatten einfach erheblich mehr Geld als wir.“ Denn Profis waren Manfred Arnold und seine damaligen Mitstreiter nicht: „Nein – überhaupt nicht. Wir haben alle für unseren Lebensunterhalt gearbeitet. Und haben trotzdem bis zu 60 Spiele pro Saison bestritten. Eine Ausnahme waren die Ausländer, die bei uns aber erst später – Ende der 1960er Jahre – hinzugekommen sind. Einer der ersten war der Schwede Stefan Rauge, ein richtig guter Eishockeyspieler. Allerdings mit Problemen, wenn es geschneit oder geregnet hat. Er hat nämlich mit Kontaktlinsen gespielt, die dann immer beschlagen sind. Einmal hat der eine Linse verloren und sämtliche Spieler beider Mannschaften haben die nach langem Suchen auch tatsächlich wiedergefunden. Wir hatten damals ja noch kein Dach am Pferdeturm.“

Finanziert wurden diese ersten sogenannten Kontingentspieler beim ECH übrigens von privaten Gönnern des Vereins: „Bei anderen Vereinen fing das schon viel früher an.“ Damals begann die Tradition der ausländischen, häufig kanadischen, Stars im deutschen Eishockey: „Die waren mit ihrer Ausnahmestellung als die zunächst einzigen Profis in den Clubs als Leistungsträger natürlich in den Spielen besonders gefordert. Wir haben zwar auch dreimal die Woche, wie die heutige Mannschaft übrigens auch, auf Eis trainiert und hatten ebenfalls die Belastung der Doppelspieltage an den Wochenenden, aber mehr als manchmal fünf Mark und eine warme Mahlzeit gab es für uns nicht. Und viel haben die damaligen Kontis auch nicht verdient. Einige von denen sind ja als Studenten nach Deutschland gekommen oder haben als Soldaten bei den Besatzungstruppen gearbeitet. Das waren ja keine richtigen NHL-Cracks.“ Immerhin hatte auch der frühe ECH bereits Sponsoren, die mitgeholfen haben, den damals wie heute kostspieligen Spielbetrieb aufrecht zu erhalten: „Wir wurden zum Beispiel bei den Auswärtsfahrten mit Kost und Logis unterstützt. Das war notwendig – vor allem bei Fahrten zu weiter weg gelegenen Gegnern. Einer dieser Sponsoren war Dr. Weski, der Mitbegründer der Sophienklinik, dessen Sohn Thomas auch bei uns in der Jugend gespielt hat. Oder der oben schon erwähnte Richard Kühn, ohne den ebenfalls nicht viel möglich gewesen wäre.“

Den größten Erfolg feierte der EC Hannover in den 1960er Jahre 1967, als Manfred Arnold und seine Mitstreiter vor den Dortmunder Westfallen und den Berliner Preussen norddeutscher Regionalligameister – zwei Jahre zuvor war die drittklassige Gruppenliga in Regionalliga umbenannt worden – wurde. Lediglich im Endspiel um die gesamtdeutsche Regionalligamannschaft musste der ECH dem ERV Ravensburg, damals wie heute ein Angstgegner, den Vortritt lassen. „Allerdings mussten wir beiden Spiele auswärts in Ravensburg bestreiten. Angesichts der damaligen Transportmöglichkeiten und der Entfernung natürlich ein Nachteil für uns“, so Manfred Arnold.

Aufsteigen in die damals zweitklassige Oberliga durfte der ECH trotzdem. „Hätten wir vielleicht schon ein Jahr vorher schaffen können, sind da aber am Kölner EK gescheitert. Diese Aufstiegsspiele standen unter einem ungünstigen Stern. Erstens mussten wir mangels Bus mit unseren Privat-PKWs nach Köln fahren und außerdem ging das dann da irgendwie nicht mit richtigen Dingen zu. Das ärgert mich heute noch“, erinnert sich Manfred Arnold. In guter Erinnerung hat er dagegen die eigene Mannschaft: „Die Jungs waren eine tolle Truppe. Vielleicht nicht ganz so schnell auf dem Eis unterwegs wie die Spieler heute. Dabei darf aber auch nicht vergessen werden, dass unsere damalige Ausrüstung etwa dreimal so viel gewogen hat wie heute. Die ganzen Schoner waren zum Beispiel noch aus Leder“, erzählt Manfred Arnold schmunzelnd.

Gute Erinnerungen hat er auch an die regelmäßigen Fahrten des ECH ins benachbarte Ausland. So trat der ECH bei verschiedenen Turnieren im Ausland an und erzielte achtbare Ergebnisse, zum Beispiel gegen den AIK Stockholm: „Einmal haben wir außerdem am Arosa-Pokal in der Schweiz teilgenommen. Da sind wir als deutscher Bundesligaclub verkauft worden, obwohl wir das gar nicht waren.“

In dieser Zeit spielte auch der erste Kanadier, Bob Arnott, beim ECH: „Auch ein richtig guter Spieler.“

Aber auch Arnott konnte nicht verhindern, dass die Zweitklassigkeit nur vier Jahre währte. 1971 ging es wieder runter in die Regionalliga. Und das leider für viele Jahre.

Was auch daran lag, dass das deutsche Eishockey in dieser Zeit immer professioneller wurde. Das Profitum weitete sich immer mehr auch auf deutsche Spieler aus. Immer mehr zahlungskräftige Vereine aus Großstädten wie Köln, Düsseldorf, Mannheim leisteten sich zumeist aus Bayern stammende Nationalspieler wie zum Beispiel Lorenz Funk (aus Bad Tölz) oder Martin Hinterstocker (aus Garmisch-Patenkirchen), die beide zum Altmeister Berliner SC wechselten. Das betraf nicht nur die Bundesligaclubs, auch dahinter platzierte Vereine aus der zweiten und dritten Liga setzten verstärkt auf deutsche Profis oder zumindestens Halbprofis. Nahezu logisch, dass mit dieser Entwicklung auch die wirtschaftlichen Probleme bei vielen Eishockeyvereinen begannen. Ausgeschlossen von dieser Tendenz war damals vorerst der EC Hannover – Manfred Arnold und Mitspieler waren nach wie vor lupenreine Amateure: „Das lag aber auch an der mangelnden Unterstützung der Stadt Hannover als Eigentümerin des Eisstadions, die uns im Vergleich zu anderen Städten und Kommunen vergleichsweise dürftig unterstützt hat. Daher konnten wir uns keine externen Profis leisten“, erklärt Manfred Arnold.

Nach einer erneuten Ligenreform 1973 – die zweite Bundesliga verdrängte nun die Oberliga als Unterhaus zur ersten Bundesliga – kehrte der ECH zwar wieder in die Oberliga zurück, blieb aber trotzdem drittklassig. Immerhin schafften die Jungs um Manfred Arnold 1974 die Oberligameisterschaft im Norden, scheiterten aber in der Qualifikation zur zweiten Bundesliga am EC Peiting, auch im vergangenen Jahr unser Playoff-Gegner.

In dieser Zeit, den frühen 70er Jahren, setzte der ECH verstärkt zunächst auf die finnische Karte, um zurück in die Erfolgsspur zu finden. „Und meistens hatten wir mit der Auswahl unserer ausländischen Cracks Glück, wie später ja auch zum Beispiel mit Mark Maroste oder Greg Thomson“, urteilt Manfred Arnold über die Kontis am Pferdeturm.  Mit Torwart Rauli Ottila und Esko Kaonpää, beides ehemalige finnische Nationalspieler, waren die Kleefelder hochkarätig besetzt.. „Der Rauli Ottila war unglaublich gut. Meiner Meinung der beste Ausländer, den wir am Pferdeturm je hatten“, bewundert Manfred Arnold noch immer den Skandinavier, der gemeinsam mit seinem Landsmann Kaonpää dafür sorgte, dass Tor und Abwehr das Prunkstück des ECH wurden. Übrigens ist die Verpflichtung von Rauli Ottila nicht anekdotenfrei. „Der wollte damals unbedingt einen Mercedes haben. Im guten Zustand, gebraucht – ganz wichtig. Für einen Neuwagen hätte er damals bei der Überführung nach Finnland 300 % Steuern draufzahlen müssen. Um das zu umgehen, musste der Wagen gebraucht sein. Den habe ich ihm damals besorgt, einen Mercedes 220 D“, schmunzelt Manfred Arnold.

Trotz der beiden finnischen Cracks reichte es für die wackeren Jungs vom Pferdeturm in den folgenden zwei Jahren nur zu Platz fünf und vier in der Oberliga Nord. 1976/77 wurde Manfred Arnolds letzte Saison. „Nach 14 Jahre in der ersten Mannschaft des ECH war die Zeit gekommen, mit Eishockey als Leistungssport aufzuhören. Als selbstständiger Bauunternehmer fehlte mir dazu auch mittlerweile die Zeit.  Mehrere Verletzungen, unter anderem ein dreifacher Kieferbruch und ein sechsfacher Jochbeinbruch hatten auch ihren Tribut gefordert.“

Immerhin fiel in seine letzte Saison noch die Verpflichtung des Deutsch-Kanadiers Siggi Reiss, einem späteren Pferdeturmidol: „Der Siggi war damals blutjung und ein Kämpfer vor dem Herrn. Technisch musste der damals aber erst noch geschliffen werden. Haben wir aber hinbekommen. Der Siggi ist ein feiner Kerl.“

Auch über Siggi Reiss hinaus erinnerte sich der ECH bei der Besetzung seiner Ausländerstellen an die Qualitäten von Bob Arnott setzte und wieder verstärkt auf die kanadische Karte: John Fielding und Peter Vandemark hießen die neuen Cracks am Pferdeturm im letzten Drittel der 1970er Jahre: „Beides Granaten. Der Fielding war zwar kein überragender Schlittschuhläufer, aber vor dem Tor eiskalt. So einen hätten wir in dieser Saison gut gebrauchen können. Der hat als einziger Spieler, den ich je gesehen habe, aus einer Position hinter dem Tor einen Treffer gemacht. Indem er die Scheibe über die Latte auf den Rücken des Torwarts gelupft hat, und von dort ist sie über die Line ins Tor gefallen. So ein Schlitzohr. Und der Peter Vandemark war ja sogar vom NHL-Team Boston Bruins an 88. Position gedraftet worden. Allerdings hat er sich wenig später so schwer am Knie verletzt, so dass er danach nur noch mit einer Manschette spielen konnte. Aber einen Mordsschuss hat der trotzdem noch gehabt. Bärenstark.“

Nach dieser Saison wechselte Manfred Arnold mit anderen altgedienten ECH-Recken in die damalige zweite Mannschaft: „Die Truppe war damals legendär und hat einfach viel Spaß gemacht.“

Ungefähr zeitgleich wurde das Eisstadion überdacht. Da der damalige Präsident Fedor Rose eigenmächtig die Baumaßnahmen der Stadt Hannover erweiterte und  die Kabinentrakte dazu bauen ließ und gleichzeitig mit aller Gewalt auch den sportlichen Aufstieg anstrebte und entsprechend die Mannschaft verstärkte, übernahm sich der Verein finanziell erheblich, was zur ersten Pleite Anfang der 1980er Jahre führte. 1981 gelang zwar noch der sportliche Aufstieg in die zweite Bundesliga, aus besagten finanziellen Gründen konnte man aber die Klasse nicht halten, so dass noch in der laufenden Saison der Spielbetrieb eingestellt werden musste. Als in dieser Zeit auch die zweite Mannschaft am Pferdeturm aufgelöst wurde, wechselte Manfred Arnold gemeinsam mit einigen Mitstreitern, darunter Sepp Sappl, zum damals noch jungen ESC Wedemark (erst 1975 gegründet) nach Mellendorf: „Denen haben wir, lange vor Herrn Haselbacher, mit dem Aufstieg in die Regionalliga zum ersten kleinen Höhenflug verholfen. Wahrscheinlich die Grundlage dafür, dass die später mit Len Soccio und Joe West so durchstarten konnten.“ Nach dem zweijährigen Gastspiel im Landkreis zog es Manfred Arnold aber doch wieder zum Pferdeturm zurück: „Nach der Neugründung des jetzt „EC in Hannover“ heißenden Vereins gab es auch wieder eine zweite Mannschaft.“

Seit dieser Zeit beschränkt sich Manfred Arnold darauf, die Eishockeyszene am Pferdeturm zu beobachten. Dies genauso leidenschaftlich wie davor als Spieler: „Außer nach dem Ende der EC Hannover Turtles 1998. Da traten wir noch einmal in Erscheinung. Zum Vergnügen und zum Fußball spielen hatten wir Alten zuvor einen neuen Verein, den KEV Hannover, gegründet. Man konnte ja nur als Verein von der Stadt eine Halle mieten, um Sport zu betreiben. Und als der alte ECH kaputt war, sind alle ECH-Mitglieder in unseren KEV eingetreten, um in der Regionalliga einen Neustart wagen zu können. Das hat ja auch gut funktioniert. Wenige Wochen später kam dann auch noch der Beiname Indians dazu.“

Der Zusammenhalt der „alten Herren“ vom Pferdeturm ist immer noch so groß, dass man sich einmal im Jahr zum gemeinsamen Grünkohlessen trifft – und gemeinsam die Eishockeyspiele der ersten Mannschaft besucht: „Schließlich haben wir seinerzeit einen Deal vereinbart, der uns lebenslange Dauerkarten zusicherte.“

Einen Wunsch für die Zukunft hat Manfred Arnold trotzdem noch: „Ersten wäre es schön, wenn der Nachwuchs wieder mehr Eiszeit zum Trainieren bekommen würde. Damit wie früher wieder mehr einheimische Spieler den Sprung in die erste Mannschaft schaffen. Außerdem würde ich mir wünschen, dass Hannover wieder in der DEL 2 spielt. Da gehören wir nämlich hin.“

Damit teilt Manfred Arnold die Sehnsucht vieler ECH-Fans. Außerdem, wenn es bereits vor Mark Maroste tolle Zeiten am Pferdeturm gegeben hat, kann sich das ja auch nach seiner Zeit wiederholen.

Recken von einst am Pferdeturm: v.li.: „Olli“ Oltersdorf, Peter Graw, Klaus Homfeld, Manfred Arnold, Heiner Marten