Carsten Gosdeck

Hüne mit Humor

„Auch wenn es heute kaum noch einer glauben mag, früher war ich immer den schnellste Skater in meinen Mannschaften“, erzählt Indians-Neuzugang Carsten Gosdeck und schmunzelt. Tatsächlich erlebt man Carsten mit seinen gut 1.90 Meter und geschätzten 90 Kilo plus als respektablen Hünen, den auch Radio-Hannover-Moderator Wencki Stefan auf der Saisoneröffnungsfeier gerne sofort als Body Guard verpflichtet hätte.

 

Indians-Chef David Sulkovsky sieht das ähnlich: „Carsten ist ein großer, robuster Stürmer mit einem tollen Schuss und Zug zum Tor. Wir versprechen uns von ihm noch mehr Torgefahr.“

Privat wirkt Carsten Gosdeck dagegen überhaupt nicht gefährlich – im Gegenteil, der gebürtige Kölner präsentiert sich als sympathischer, umgänglicher und gut gelaunter Gesprächspartner, der darüber hinaus immer für einen Scherz zu haben ist – eben eine rheinische Frohnatur.

Mit seinen 37 Lenzen gehört Carsten zu den Routiniers der neuen Indians. Auch seine Rückennummer 97 deutet darauf hin. „1997 war mein erstes Profijahr. Gott sei Dank habe ich nicht erst zwei Jahre 1999 später damit begonnen. Dann hätte ich mir wohl etwas anderes überlegen müssen“, lächelt Carsten.

Musste er aber nicht und legte mit der 97 bis heute eine veritable jetzt schon fast 20 Jahre andauernde Eishockeykarriere aufs Eis

Und ist jetzt bei den Indians in Hannover gelandet: „Die Indians habe ich schon seit Jahren im Auge. Die Atmosphäre am Pferdeturm ist einfach genial und für jeden Spieler ein Gedicht.“ Außerdem sind die Indians für ihn kein absolutes Neuland. „Nein, einige kenne ich bereits von früher. Mit Thomas Ziolkowski habe ich schon zusammen in Dresden gespielt. Jörg Noack hat als Jugendlicher in Köln in der DNL gespielt und Boris Ackers kenne ich ebenfalls. Und natürlich Co-Trainer Tobias Stolikowski. Wir haben früher öfter gegeneinander gespielt.“

Wie man sich für eine so lange Sportlerkarriere fit hält? „Indem man zum Beispiel gesund isst.“ Am liebsten kommen bei Carsten Gosdeck Frikadellen mit Püree und Gemüse auf den Tisch: „Eben klassische deutsche Küche. Und vor den Spielen nach wie vor Spaghetti Bolognese. Ich musste während meiner Eishockeykarriere zwar Nudeln mit Bolognese für mindestens drei, wenn nicht für vier Personen essen, kann das eber immer noch genießen – erstaunlich, nicht wahr.

Und natürlich mit viel Sport: „Vor allem spiele ich gerne Golf und fahre Mountain Bike. Dabei kann ich gut abschalten und entspannen. Leider sind die Möglichkeiten fürs Mountain-Biking in Hannover recht begrenzt. So viele Berge gibt’s hier nicht. Dafür aber schöne Golfplätze. Außerdem interessiere ich mich aber auch noch für andere Sportarten. Früher habe ich da allerdings noch mehr gemacht.“ Als verheirateter zweifacher Vater (Vivien und Ben) haben sich die Prioritäten in den letzten Jahren verschoben und der Nicht-Eishockey-Sport muss ein wenig zurückstehen.

Zurückstehen muss bei den Indians auch die für einen Kölner genetisch geerbte Skepsis gegenüber Düsseldorfern. „Ja der Stolli. Der weiß aber auch, dass Düsseldorf nur ein Vorort von Köln ist“, witzelt Carsten. „Jaja die Kölner. Auch wenn es nicht immer einfach ist, man muss mit denen ja leben. Aber letztendlich sind das ja auch nur Menschen Immerhin klappt die Verständigung“, lautet die prompte Antwort unseres Co-Trainers,.

Nicht unwichtig für unsere Indianer, die in der anstehenden Saison große Ziele vor Augen haben. Mit dem Kölner UND dem Düsseldorfer.