Zwei Mal nach Halle, ein Mal gegen Diez-Limburg

Es kommt einem beinahe vor wie die Werbeaktion einer Fast-Food-Kette, aber die englischen Wochen gehen weiter. Allerdings nur bedingt wegen des Erfolgs. Nach der Corona-Zwangspause starteten die Indians mit knappen, aber kämpferisch starken Spielen und konnten zwei Siege einfahren. Danach eine deutliche Niederlage in Herford und wegen des starken Wintereinbruchs musste das Spiel gegen Erfurt verschoben werden. Wieder einmal – Spiele der Indians gegen die Black Dragons stehen scheinbar unter keinem guten Stern.

Nun soll es wieder bergauf gehen. Zuerst zweimal in der Fremde – und beide Male bei den Saale Bulls Halle, wo die Indians an diesem Dienstag und auch Freitag bereits wieder gastieren. Recht ungewöhnlich, aber man gewöhnt sich ja in der Corona-Zeit an einiges.

Erstmals nach Halle – und gleich doppelt

Die Saale Bulls sind eines der letzten Teams gegen die der ECH noch nicht gespielt hat. Zumindest in der regulären Saison. In der kurzen Vorbereitung gab es ein Aufeinandertreffen der beiden Teams, wo die Indians wenig zu melden hatten. Jedoch waren die Kleefelder noch nicht lange auf dem Eis, auch unsere Topscorer hatten noch nicht zur Form gefunden. Nach der gezeigten Leistung am Pferdeturm musste man Halle klar zu einem der Favoriten in dieser Saison zählen, allerdings blieb die Mannschaft zum Start der regulären Saison lange hinter den Erwartungen zurück – was sich inzwischen geändert hat. Das Team gilt als „Mannschaft der Stunde“, haben sie in den letzten Wochen zur prognostizierten Stärke gefunden.

In der Tabelle sind die Hallenser inzwischen bis auf Platz drei geklettert – und das sogar punktgleich (bzw. quotientengleich) mit den Tilburg Trappers, die lediglich wegen ihres besseren Torverhältnisses den zweiten Platz besetzen. 18 Siege in 28 Spielen hat das Team vorzuweisen und watet mit einer Siegesserie von neun Siegen auf, haben noch einen 4:3-Sieg im Penaltyschießen gegen den Erzrivalen aus Leipzig im Gepäck und konnten sogar den Spitzenreiter aus der Wedemark auf eigenem Eis mit 7:5 besiegen.

Neben der finnischen Power von Tatu Vihavainen und Valtteri Hotakainen ist vor allem Topscorer Kyle Helms für die Indians-Defensive gefährlich, der 41 Punkte aus 25 Spielen vorzuweisen hat. In seinem Windschatten – und als zweitbester Scorer des Teams – befindet sich mit Lukas Valasek ein alter Bekannter, der ja auch am Pferdeturm seine Schlittschuhe schnürte. Einen sicheren Rückhalt bietet Sebastian Albrecht im Tor der Bullen. Nach den beiden Niederländern ist er statistisch der drittbeste Torwart der Liga, mit einem Gegentorschnitt von 2,63 und einer noch stärkeren Save-Quote von 92,4% – Bestwert in der Oberliga Nord. Dazu noch ein Über- und Unterzahlspiel in den Top 5 der Liga und deutlich weniger Strafen als in der vergangenen Saison – das werden zwei ganz schwere Spiele für die Indians, auch wenn hier auf dem Papier die Mannschaften von Platz 3 und Platz 4 aufeinandertreffen.

Dienstag ist Eröffnungsbully um 19 Uhr, am Freitag um 20 Uhr.

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Die Partie am Freitag wird natürlich auch vom SpradeTV-Team aus Halle übertragen, ist aktuell aber noch nicht verfügbar.

Valentinstag gegen die EG Diez-Limburg

Am Sonntag steht dann nach zwei Auswärtsspielen in Halle ein Heimspiel gegen die Diez-Limburg Rockets an. Für die letzte Begegnung dieser beiden Mannschaften muss man nicht weit in die Vergangenheit schauen. Denn die EGDL war der erste Gegner der Indians nach der Corona-Pause am 31. Januar. Das Spiel ging Dank einer gemeinschaftlichen Defensiv-Leistung mit 4:3 an den ECH.

Die zuletzt vielen personellen Wechsel im Sturm scheinen dem Team deutlich mehr Stabilität gegeben zu haben. Vor allem Neuzugang Kyle Brothers mit seinem kongenialen Kompagnon Thomas Cheyne Matheson (der mal so mal so genannt wird) und die Rückkehr nach länerer Zwangspause von Kapitän Kevin Lavallee haben der Offensive viel Qualität gebracht. Matheson besetzt mit seinen aktuell 41 Scorerpunkten Platz 7 in der ligeweiten Topscorer-Wertung und liegt mit 24 Toren auf Platz zwei der Torjäger, mit nur einem Tor weniger als Tomi Wilenius der Scorpions.

Vor ihrem Gastauftritt bei den Indians müssen die Rockets ebenfalls zwei Mal gegen den gleichen Gegner antreten und empfangen jeweils Mittwoch (das Spiel von Dienstag wurde wegen des Wetters um einen Tag verschoben) und Freitag den Mitaufsteiger aus Hamm. Die Indians-Fans dürfen sich wieder auf eine Stippvisite der ehemaligen Indianer Louis Busch und Steve Slaton freuen. Um 17 Uhr fällt der Puck.

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