Woche der Wahrheit steht bevor

Auch in der nächsten Woche stehen für unsere Indians wieder drei Spiele an. Und diese Spiele haben es alle in sich. Mit Leipzig kommt ein Team, das den Indians in der Tabelle im Nacken sitzt und im Anschluss zwei Spiele gegen die beiden Teams an der Spitze aus Tilburg und der Wedemark.

Sorgenvoll muss man einen Blick auf die Verletztenliste werfen. Beim Spiel in Erfurt haben sich nun auch noch Jakob Ceglarski und David Trivellato verletzt. Es müssen zwar noch alle Untersuchungen abgewartet werden, aber nach ersten Erkenntnissen dürften die beiden wohl länger ausfallen. Bei Branislav Pohanka muss von Tag zu Tag geschaut werden, ob er zurück aufs Eis kehren kann, Nick Aichinger wagt einen Versuch beim Dienstags-Spiel gegen Leipzig und für Michael Burns und Nick Bovenschen sieht es nach Saisonende aus.

Leipzig lauert knapp hinter den Indians

Der letzte Vergleich dieser beiden Teams nicht einmal zwei Wochen zurück. Die Indians konnten sich mit einem relativ souveränen 4:2 durchsetzen. Jedoch reiste das Team von Sven Gerike wegen zahlreicher Krankheitsfälle zu ohnehin Verletzten mit nur elf Feldspielern an. An Motivation und Einsatz hat es den Gästen keinesfalls gemangelt.

Jedoch haben sch die Vorzeichen zur neuen Partie deutlich geändert. Strauchelten die Indians mit Verletztensorgen zuletzt und kommen nach drei Niederlagen in Folge mit einem etwas angekratzten Selbstbewusstsein, haben die IceFighters ihre drei Partien nach der Niederlage am Pferdeturm alle gewonnen. Allerdings mussten die Indians drei Mal in der Fremde ran (bei einer doch eher schwachen Auswärtsbilanz in dieser Saison) und Leipzig absolvierte die drei Spiele im heimischen Kohlrabizirkus. Wobei sie sogar den aktuellen Tabellenführer, die Scorpions, mit 2:0 niederrungen.

Hatte man das Spiel am Pferdeturm zu einer Art „letzte Ausfahrt“ für die direkte Playoff-Qualifikation erklärt, haben die Leipziger die Kurve bekommen. Statt den Anschluss zu verlieren, haben sie aufgeholt. Zwar befindet sich das Team aktuell noch immer auf dem achten Tabellenplatz, aber nur noch 0,04 Quotientenpunkte hinter den siebtplatzierten Indians. Platz sechs, der die direkte Teilnahme an den Playoffs bedeuten würde, ist noch 0,16 Punkte entfernt. Aber der erste Schritt nach oben geht an den Indians vorbei – also das nächste 6-Punkte-Spiel.

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Erstes „echtes“ Auswärtsspiel in Tilburg

Zu Beginn des Jahres hatten die Tilburg Trappers große Probleme durch die Corona-Bestimmungen in den Niederlanden. Sie durften nur in kleinen Gruppen trainieren, fuhren einmal die Woche nach Deutschland für eine Gruppeneinheit und mussten alle Spiele in der Fremde absolvieren, da Spiele im Ijssportcentrum Tilburg nicht stattfinden durften. So kam es zum Beispiel auch, dass das letzte „Auswärtsspiel“ gegen Tilburg am Pferdeturm ausgetragen wurde. Bei diesem Auswärtsspiel geht es nun aber tatsächlich über die holländische Grenze.

Tilburg war schon immer ein schwieriges Pflaster. Nach anfangs doch recht durchwachsenen Ergebnissen und dem damit verbundenen Tabellenplatz, haben sich die Trappers in der Zwischenzeit zu alter Stärke zurückgespielt und finden sich verdient auf Platz zwei wieder.

Besonders bemerkenswert ist die Offensiv-Power der Niederländer. Zwei Topscorer können sich mit dem Deutsch-Niederländer Diego Hofland und Max Hermens etwas absetzen, aber danach kommen mit Reno de Hondt, Kevin Bruijsten, Danny Stempher, Verteidiger Giovanni Vogelaar, Ties van Soeast und Raymond van der Schuit gleich sechs Spieler, die ähnlich gut scoren. Das dürfte gerade die angekratzte Defensive der Indianer vor einige Herausforderungen stellen.

Eine Übertragung „Tilburg Trappers gegen Hannover Indians“ findet statt, ist aktuell aber noch nicht buchbar.

Derby nach 16 Wochen Pause

Wie lang die Saison 2020/21 eigentlich war, sieht man ganz gut an den Spielen gegen die Scorpions. Das letzte Aufeinandertreffen ist nämlich schon mehr als drei Monate her. Am 4. Dezember 2020 waren die Scorpions zu Gast am Pferdeturm. Die beiden bisher absolvierten Derbys gingen mit 4:2 und 3:2 knapp an die Wedemark.

Die Scorpions ziehen an der Tabellenspitze nahezu unberührt ihre Kreise. Die vollkommene Souveränität lässt das Team momentan zwar vermissen, was aber wohl eher auf Sorglosigkeit zurückzuführen ist als eine tatsächliche Schwäche. An Motivation dürfte es beim Derby aber ziemlich sicher nicht mangeln.

Besonders punktgefährlich ist im Team der Skorpione das Trio Schmid, Wilenius und Peleikis, der sich als Verteidiger auf Platz drei der internen Scorerliste etabliert hat. Ligaweit hält er mit 60 Punkten als punktbester Verteidiger der siebten Platz inne – punktgleich mit Parker Bowles übrigens -, seine Teamkollegen leisten ihm auf Platz zwei (Schmid, 72 Punkte) und vier (Wilenius, 65 Punkte) Gesellschaft. Nicht zu vergessen ist natürlich auch Goalie Brett Jaeger, der mit drei Shutouts und einem Gegentorschnitt von 2,6 Toren pro Spiel – genau wie Tilburgs Ruud Leeuwesteijn – den statistisch besten Torhüter der Liga darstellt.

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Ein schwieriger Saison-Endspurt

Punkte kann man in diesen drei Partien sicher nicht als Geschenk erwarten. Sollten die Indians jedoch keinen einzigen aus dieser Woche mitnehmen, dürfte es mit Playoff-Heimrecht schwierig werden. Dann muss das Augenmerk eher auf eine direkte Playoff-Teilnahme gerichtet werden. Denn die enorm knappe Konstellation zwischen den Plätzen vier bis sieben hat sich ein wenig entzerrt, sodass nicht mit ein oder zwei Siegen ein Sprung über mehrere Tabellenplätze erreicht werden kann.