Rabenschwarzer Tag in Herford: Ice Dragons mit Kantersieg

Nach drei packenden und engen Spielen zwischen den Hannover Indians und der Herforder Ice Dragons hat mit diesem Spielverlauf oder Ergebnis wohl keiner gerechnet. Mit 8:0 konnte der HEV das zweite von insgesamt vier Spielen gegen den ECH für sich entscheiden – und dieses Mal deutlich.

Am Dienstag stand Zabolotny noch im Tor der Indians, heute bekam Lukas Schaffrath den Vorzug. Lange konnte er sich darüber aber nicht freuen. Die Hausherren starteten mit extrem viel Druck und Tempo. Schon in der 3. Spielminute sorgte Lessard Aydin, der heute in die erste Reihe aufgerutscht war, das 1:0 für Herford. Und so sollte es auch weitergehen. Ice Dragons im Glück und die Indians mit dem Kopf im Sand. Hüben klappte alles – drüben einfach gar nichts. So stand es zum Ende des ersten Drittels 6:0 durch Tore von Lalonde (4. Minute, 12. Minute in Unterzahl), Schnell (13. Minute) sowie Rinke (13. Minute, 16. Minute in Überzahl). Auch der Torwartwechsel nach dem vierten Gegentreffer brachte nicht den erwünschten Hallo-wach-Effekt.

Mit Beginn des zweiten Spielabschnitts zeigten sich sie Indians nach dem Schok des ersten Drittels in den Knochen noch immer verunsichert und ideenlos, fanden gegen Mitte des Drittels aber langsam wieder in Spiel. Aber kaum hatte sich der ECH etwas gefangen, kam schon wieder der nächste Gegentreffer. Erst konnte Naud in der 34. Minute nach einem Abpraller zum 7:0 eintippen und gleich in der 35. Minute schießt Krüger Zabolotny im Gewühl von hinten an und der Puck springt vom Rücken des Goalies zum 8:0 ins Tor. In der 39. Minute kamen die Indians einem Treffer noch so nah wie im ganzen Spiel nicht, als Bowles nur die Latte traf.

Die Geschichte des dritten Drittels ist schnell erzählt: Ein Pfostentreffer in der 54. Minute in Überzahl, gleich mehrere Strafen in den letzten zehn Minuten für Herford, aber da war es dann auch schon egal.

Dieses Spiel sollte man am besten direkt mit Verlassen des Eises vergessen. Am Sonntag sind dann die TecArt Black Dragons Erfurt zu Gast am Turm. Eröffnungsbully ist um 17 Uhr und sehen wir es positiv: schlimmer kann es kaum werden.