Indians stellen sich ihrer „schwarzen Katze“ aus Herford

Schwarze Katzen sollen landläufiger Meinung nach Unglück bringen. Und so scheint es mit dem Herforder EV auch für die Hannover Indians zu gelten. Denn das letzte Gastspiel der Ice Dragons am Pferdeturm war der Start einer kleinen Niederlagen-Serie von drei Spielen, die den ECH erstmals seit Saisonbeginn aus den ersten vier Rängen, die das Heimrecht in den Playoffs sicherstellen, warfen. Von der vierwöchigen Corona-Pause im Anschluss ganz zu schweigen. Diese Unglückssträhne soll nun sicher nicht noch einmal vorkommen, zumal Platz vier in der Tabelle heiß umkämpft ist. Während die Indians einen Punktequotienten von 1,78 haben, folgen die Crocodiles Hamburg mit 1,77 auf dem Fuß.

Es ist eines von vielen Spielen unter der Woche, die für die Hannover Indians anstehen. Daher werden nun vor allem körperliche und mentale Fitness wichtige Erfolgsfaktoren für die nächsten Wochen sein.

Beim Gegner ist die ehemalige Scorpions-Reihe mit Bombis, Rinke und Garten besonders gefährlich, sind alle drei auch Topscorer der Ice Dragons. Jedoch wird Marius Garten verletzungsbedingt ausfallen, wobei auch Ralf Rinke allein für Torgefahr sorgen dürfte, hat er die meisten Powerplay-Tore und das einzige Unterzahl-Tor für sein Team geschossen sowie die meisten Game Winning Goals erzielt – inklusive das 2:3 beim letzten Gastspiel der Herforder am Pferdeturm.

Die größten Schwächen der Drachen dürften wohl im Powerplay und bei den Gegentoren zu finden sein. Satte minus 45 Tore schlagen in der Tordifferenz zu Buche. Entsprechend der Tabellensituation der zweit schwächste Wert der Liga. Beim Überzahlspiel haben die Herforder sogar die altbekannte rote Laterne inne. Die Erfolgsquote ist mit 14 erzielten Toren und einer Powerplay-Quote von 15,1% in 26 Spielen durchaus ausbaufähig. Die Herforder sind im Gegensatz zu den Indians übrigens einer der Verlierer der neu berechneten Oberliga-Tabelle. Denn nach absoluten Punkten hätten sie den als Ziel ausgegebenen zehnten Tabellenplatz und damit die Teilnahme an den Pre-Playoffs besetzt. Die Berechnung nach erzielten Punkten pro Spiel brachte das Team jedoch auf den bitteren Boden der Tatsachen zurück. Platz 12.

Dabei präsentierten sich die Ice Dragons beim letzten Besuch in Hannover deutlich selbstbewusster, als es die Statistik vermuten lässt. Vor allem mit der zweiten Derbyniederlage gegen die Hammer Eisbären im Rücken dürften die Drachen heute Zähne zeigen wollen, um auch bei ihren Fans Wiedergutmachung zu betreiben. Die Partie beginnt um 20 Uhr und wird ab 19.30 Uhr von unserem SpradeTV-Team wie gewohnt übertragen.

Hannover Indians vs. Herforder Ice Dragons – hier buchen >>>

Schon am Freitag kommt es dann direkt zum „Rückspiel“. Denn nur drei Tage später treffen die beiden Teams wieder aufeinander. Dieses Mal dann in der imos Eishalle „Im Kleinen Felde“ in Herford. Natürlich wird auch diese Partie auf SpradeTV übertragen.

Übrigens: Fast die Hälfte aller schwarzen Tierheimtiere können schwerer vermittelt werden als andersfarbige Artgenossen. Als Gründe werden bedrohliches Aussehen, mangelnde Attraktivität und Aberglaube angegeben. Fallt nicht auf so einen Blödsinn rein.