Direkte Revanche im Leipziger Kohlrabizirkus geglückt

Nur fünf Tage nach dem letzten Gastauftritt in Leipzig, mussten die Indians erneut bei den EXA IceFighters Leipzig ran. Ging das erste Aufeinandertreffen noch in einem engen Spiel mit 6:4 an Leipzig, konnten die Indians den Sieg dieses Mal ebenfalls mit einem 6:4 mitnehmen.

Das Schiedsrichterespann schien sich vorgenommen haben, die am Dienstag teils etwas hitzköpfig geführte Partie komplett abzukühlen und schickte schon nach acht Sekunden je einen Spieler beider Teams wegen unnötiger Härte auf die Strafbank. Beide Mannschaften brauchten etwas Zeit, sich an die Linie der Schiedsrichter zu gewöhnen. Die durch die Strafen entstandenen Überzahl-Situationen konnten jedoch beide Teams nicht nutzen, somit ging das erste Drittel – wie auch am Freitag gegen Hamburg – mit 0:0 zu Ende.

Wie wir es ebenfalls schon am Freitag gesehen hatten, wurde das zweite Drittel deutlich torreicher. In der 26. Minute war es zuerst Velecky, der die IceFighters in Führung brachte. Die einzige Strafe im zweiten Spielabschnitt konnte Branislav Pohanka in der 32. Minute aber zum 1:1-Ausgleichstreffer in Überzahl nutzen. Nun in es Schlag auf Schlag. Zuerst erhöhte Bulmer in der 34. Minute auf 1:2, bevor Bowles das Spiel für den ECH mit dem 1:3 in der 37. Minute endgültig drehen konnte. Es war noch immer die 37. Minute, da konnte Velecky Zabolotny im Indians-Tor abermals überwinden. So ging es in diesem munteren Spielchen mit einer 3:2-Indians-Führung in die zweite Pause.

Auch das dritte Drittel sollte an Dramatik dem zweiten in nichts nachstehen. Das muntere Toreschießen ging bereits in der 46. Minute weiter. Bacek hatte da den Blick für Pohanka, der sich als Doppelpacker eintragen konnte und den neuen Spielstand von 4:2 herstellte. Wenig später wurde Bacek auf der Strafbank kaltgestellt und es drohte durch noch eine angezeigte Strafe weiteres Ungemach. Jedoch noch bevor die Schiedsrichter das Spiel unterbrechen konnten, traf Bräuner in dieser doppelten Überzahl zum 3:4 (50. Minute). Die neue Strafe gab es natürlich trotzdem, denn durch das Tor wurde die vorherige Strafe von der Uhr gestrichen. Und auch diese zweite Überzahl konnten die IceFighters in etwas Zählbares ummünzen. Leipzigs Kapitän Eichelkraut stellte mit dem 4:4 in der 51. die Zeiger wieder zurück. Vermeintlich hätte das der Turning Point für diese Partie sein müssen. Jedoch waren es die Indians, die sich wieder in Front spielten. Brett Bulmer traf nach einem schnörkellosen Alleingang in der 52. Minute zum 4:5 und machte damit seinen zweiten Treffer an diesem Abend. Leipzig bemüht, abermals den Ausgleich zu erzielen, doch der Puck wollte nicht an Zabolotny vorbei. Rund eine Minute vor Schluss zog Trainer Sven Gerike den Torwart, hatte es doch bisher in Überzahl sehr erfolgreich geklappt. Dem Druck konnte der ECH jedoch standhalten und 20 Sekunden vor Spielende trug Bulmer nach einem Befreiungsschlag den Puck ins Tor und machte nicht nur das finale 4:6, sondern auch seinen nächsten Hattrick.

Mit diesem Sieg sichern die Indians nicht nur den vierten Tabellenplatz, sondern setzen auch die Saale Bulls Halle auf Platz drei unter Druck, liegt das Team vom Pferdeturm jetzt doch nur noch 0,03 Punkte nach der diesjährigen Quotientenrechnung hinter den Hallensern. Am Dienstag werden wir unmittelbar sehen, wie sich diese Dreier-Konstellation weiter verändern wird, denn dort sind erneut die Crocodiles Hamburg zu Gast. Eröffnungsbully ist um 20 Uhr und das Spiel wird live über SpradeTV übertragen.