1:2-Niederlage gegen bissige Krokodile

Nach der direkten Revanche gegen Rostock ist den Crocodiles Hamburg nun auch die direkte Revanche gegen die Indians geglückt. Konnte der ECH das letzte Spiel am Freitag noch mit 5:1 für sich entscheiden, kamen sie dieses Mal nicht über ein 1:2 hinaus. Es war seit sechs Spielen das erste Mal, dass die Kleefelder nicht mindestens vier Tore geschossen haben.

Hamburg zeigte sich von Beginn an angriffslustig. Verfügt das Team zwar über jede Menge individuelle spielerische Klasse, zeigten sie sich heute von der kämpferischen Seite. Mit harter Gangart setzten sie die Indians schon früh unter Druck, gingen hart zum Puck und fuhren jeden Check zu Ende. Davon schienen die Hausherren etwas überrascht zu sein und Zabolotny musste nach dem 0:1 durch Lascheit erstmals hinter sich greifen. Die Indians kamen zwar insgesamt nicht schlecht ins Spiel, aber der Aufbau war schwierig und der letzte Pass fehlte, um gefährliche Torchancen zu kreieren. Durch den ersten Treffer bestärkt, blieben die Crocodiles bei ihrer Marschroute. So machte Lascheit seiner Position als Topscorer der Liga auch in der 15. Minute alle Ehre, als er auf 0:2 erhöhte. Konnten die Indians das erste Gegentor noch leicht abschütteln, schien es ihnen beim zweiten schwerer zu fallen. Der Pausenpfiff kam also gerade richtig.

Das zweite Drittel gestaltete sich dann torlos. Den Indians gelang es, sich auf die Ausrichtung der Crocodiles einzustellen, aber es war ein hartes Stück Arbeit. So stand es nach 40 Minute noch immer 0:2, aber der ECH lief diesen zwei Toren bemüht, aber glücklos hinterher. Auch zwei Überzahl-Spiele brachten keinen Anschlusstreffer.

Dieser sollte dann endlich im letzten Spielabschnitt fallen. Mit dem Glück des Tüchtigen war es Thore Weyrauch, der in der 46. Minute Kai Kristian im Gästetor zum 1:2 überwinden konnte. Das schienen die Indians gebraucht zu haben. Nur wenig später, in der 47. Minute schnürten sie die Crocodiles rund ums eigene Tor ein, Parker Bowles passte von hinter dem Tor in den Slot, wo Michael Burns mit zwei schnellen Schritten ankam und wenig später jubeln konnte. Das Tor wurde aber nicht gegeben, einer der Hamburger konnte wohl kurz vor der Linie den Puck noch von derselben kratzen. Wäre das ein Tor gewesen, hätte die Partie sicher anders verlaufen können, aber so lief den Hausherren die Zeit davon. Hambur spielte clever, bei einer angezeigten Strafe der Indians, warten sie lang und spielten auf Puck halten statt auf Angriff und nahmen so fast eine weitere Minute von der Uhr. Nachdem Pohanka rund 30 Sekunden den Puck im eigenen Drittel erobert hatte, in Zabolotny mit nach vorne, um für einen zusätzlichen Feldspieler in Richtung Bank abzubiegen. Noch 18 Sekunden, Auszeit Indians. Bully vor Kristian, das Indians-Tor weiter leer. Die Indianer schossen die verbleibenden Sekunden aus allen Lagen, mussten sich nach 60 Minuten jedoch mit einem enttäuschenden 1:2 Endergebnis benügen.

Trotz Niederlage gegen den direkten Verfolger bleiben die Indians weiter auf dem vierten Tabellenplatz. Hamburg rückt jedoch wieder bis auf 0,03 Punkte pro Spiel heran.

Die Statistik sollte also recht behalten. Von den drei „Doppelspieltagen“ konnten die Indians je eine Partie für sich entscheiden und mussten sich bei einer geschlagen geben. Im Zwei-Tages-Rhythmus geht es nun weiter. Am Freitag reist das Team vom Pferdeturm nach Herne, bevor am Sonntag die Saale Bulls Halle in Niedersachsens Landeshauptstadt antreten müssen.