Indians unterliegen Scorpions im Geisterderby

Schon gleich am zweiten Spieltag der noch jungen Saison stand das erste Derby der Saison in der hus de Groot Eisarena in Mellendorf an. Auch ohne Zuschauer war in der Partie Derby-Stimmung zu bemerken. Beide Teams spielten offensives Eishockey und auch ohne größere Strafen blieben kleinere Auseinandersetzungen nicht aus.

Dabei erwischte der ECH einen denkbar schlechten Beginn. Denn bereits in der 4. Minute konnte der finnische Neuzugang Wilenius das 1:0 erzielen. Lange zeigten sich die Gäste jedoch nicht beeindruckt, denn Finkel konnte aus seiner Lieblings-Position von halblinks vor dem Tor in der 7. Minute direkt zum 1:1 ausgleichen.

Das zweite Drittel war dann geprägt von zu vielen Strafen unserer Indians. Zuerst setzte sich Mike Glemser in der 25. Minute mit einem schönen Solo durch und ließ dem Veteranen Jaeger im Tor der Scorpions beim 1:2 keine Chance. Nach einer halben Stunde effektiver Spielzeit brachten die Scorpions dann mehr Nickligkeit und Härte ins Spiel. Zabolotny bekam im Indians-Tor alle Hände voll zu tun und in der 31. Minute auch Brett Bulmer, der mit Schmid aneinander geriet und sich beide auf der Strafbank abkühlen mussten. Nur wenig später wurde auch Mike Glemser wegen eines Hakens vom Eis gestellt. Auch wenn die Saison noch recht jung ist, haben die Mellendorfer das Toreschießen in Überzahl offenbar nicht verlernt. In der 32. Minute war es abermals Wilenius, der das Remis im 4-3-Powerplay mit dem 2:2 wieder herstellte. Es folgte noch eine Auseinandersetzung zwischen Schmid und Bacek, in deren Folge Victor Knaub seinen Mannschaftskameraden ablöste. Die höhere Strafe bekamen jedoch die Indians: Während Bacek 2+2 Minuten wegen übertriebene Härte absitzen musste, bekam Knaub 2 Minuten wegen übertriebene Härte und Schmid kam straflos davon. Diese Unterzahl und noch eine weitere im Drittelverlauf überstand der ECH dank eines starken Unterzahl-Spiels jedoch unbeschadet, sodass die Entscheidung im drittel Drittel fallen sollte.

Im letzten Spielabschnitt waren es wieder nur die Indians, die Strafen kassierten, was einem Endspurt nicht gerade in die Karten spielte. Der Druck auf die Indians-Defensive wuchs also bis ihm diese in der 50. Minute nicht mehr standhalten konnte und Trabucco die Scorpions mit dem 3:2 erneut in Führung brachte. Nun drängte der ECH seinerseits auf den Ausgleich. Aber ausgerechnet in der größten Drangphase musste Kapitän Branislav Pohanka gut zwei Minuten vor Schluss wegen Beinstellens vom Eis. Die Indians riskierten alles und nahmen für de letzten 90 Sekunden trotz Unterzahl den Torhüter vom Eis und machten mit fünf gegen fünf Feldspielern Druck auf das Scorpions-Tor. Lange schien die Taktik aufzugehen bis 16 Sekunden vor Schluss Wilenius der Breakaway gelang und ins leere Tor zum finalen 4:2 und seinem Hattrick einschob.

Mit einem schweren Auftaktwochenende und null Punkten stehen die Hannover Indians nun da. Aber schon am Freitag gibt es beim Gastspiel bei den Hammer Eisbären die nächste Chance auf drei Punkte.

Tore 4:2 | Strafen 8:16 | Schüsse 36:25