Indians mit „tierischem Wochenende“ gegen Eisbären und Piranhas

Nach dem ersten punktlosen Wochenende in der Oberliga Nord geht es für die Hannover Indians jetzt weiter auf Punktejagd. Am Freitag geht es zum Auswärtsspiel zu den Hammer Eisbären und am Sonntag sind die Piranhas aus Rostock zu Gast am Pferdeturm. Nach einem Blick auf die wenig aussagekräftige Tabelle, handelt es sich dabei um zwei Verfolgerduelle. Während sich die Indians aktuell punktlos – ebenso wie Krefeld und Leipzig – auf dem 11. Tabellenplatz befinden, ist Hamm mit einem Punkt auf Platz 10 und Rostock mit zwei Punkten auf Platz 9 zu finden.

Steven Raabe wird an diesem Wochenende wieder zum Kader der Hannover Indians stoßen. Nicht mehr dabei ist hingegen Denis Majewski, er erhielt keinen Folgevertrag nach seinem Tryout.

Liganeuling mit DEL-Torhüter

Am Freitag geht es zum Liganeuling aus Hamm in die beta Finanz Eissportarena. Für die Eisbären ist es das dritte Heimspiel am dritten Spieltag. Bei der Partie gegen die Tilburg Trappers wurde das Heimrecht nämlich getauscht, da die Trappers nach niederländischen Corona-Regeln aktuell keine Heimspiele im Ijssportcentrum austragen dürfen. Das Auftaktspiel gegen die Saale Bulls Halle ging mit 0:3 verloren, gegen die Trappers holten sich die Eisbären immerhin einen Punkt beim 1:2 nach Penalty. Bei den Ausländerpositionen setzt Hamm auf tschechische Power. Michal Spacek geht schon in seine vierte Saison in Hamm und gilt als außerordentlicher Scorer – und das als Verteidiger. Für Milan Svarc ist es die zweite Saison in Hamm und ebenso in Deutschland. Zuvor schnürte er seine Schlittschuhe in der tschechischen dritten Liga. Am Sonntag musste der Tscheche nach einem Kniecheck pausieren, ist nun aber wieder dabei, sodass Hamm ist Bestbesetzung antreten kann. Interessanteste Personalie dürfte jedoch Torhüter-Leihe Ilya Sharipov sein. Der Deutsch-Russe wurden von den Nürnberg Ice Tigers für vier Woche ausgeliehen. Die DEL ist noch nicht in die Saison gestartet und der 25-Jährige wolle einfach nur spielen und habe beim Angebot von Hamm keine Sekunde gezögert, heißt es von Vereinsseite. Sharipov hütete für zwei Jahre in Bietigheim das Tor, bevor er in 19/20 den endgültigen Schritt in die DEL machte und sechs Spiele für Schwenningen im Tor stand. Dazu verdiente er sich seine Sporen bei sechs Spielen für Kaufbeuren und einem Spiel für Freiburg in der DEL2. Bereits 15/16 wurde er Meister in der DEL, machte beim EHC München jedoch kein Spiel. Im Sommer also der Wechsel nach Nürnberg und nun die Leihe nach Hamm. Da wundert es nicht, dass die Eisbären trotz nur eines geschossenen Tores am Wochenende immerhin einen Punkt holen konnten.

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Wundertüte aus Rostock

Am Sonntag steht dann das nächste Heimspiel für unsere Indians an. Zu Gast sind die Rostock Piranhas. Die Rostocker haben bisher zwei Punkte gesammelt, machten jedoch auch nur ein Spiel und gewannen gegen den Herforder EV mit 3:2 in der Verlängerung. Gleich am zweiten Spieltag hatten die Piranhas spielfrei. Freitag sind die Scorpions zu Gast in der Schillingalle bevor es für die Hansestädter am Sonntag nach Hannover geht. Was vom Rostocker Team zu erwarten ist, gleicht einem Blick in die Glaskugel. Mit 14 Abgängen und 19 Neuzugänge (inklusive acht Förderlizenz-Spielern aus Weißwasser) steht im Vergleich zur vergangenen Saison eine nahezu komplett neue Mannschaft auf dem Eis. Lediglich ein paar Führungsspieler sind geblieben. Ein Vorteil dürfte die lange Vorbereitung der Piranhas sein. Seit Anfang Oktober stehen sie auf dem Eis und haben neben drei Vorbereitungsspielen gegen Adendorf und die Hamburg Crocodiles beim Pokal gegen Dresden, Crimmitschau und Weißwasser getestet – mit häufig nur knappen Niederlagen gegen die DEL2-Teams. Angesichts dieser Erfolge scheint das Saisonziel, die direkte Qualifikation für die Playoffs, fast ein bisschen tiefgestapelt. In den letzten Jahren eher osteuropäisch geprägt setzen die Piranhas unter ihrem neuen Coach Niels Garbe auf kanadische Offensiv-Power. Die beiden Ausländerpositionen sind durch den 29-jährigen John Dunbar und den 32-jährigen Matthew Pistilli mit zwei erfahrenen Stürmern besetzt. Während Pistilli schon drei Jahre in Deutschland für die Löwen Frankfurt in der DEL2 mehr als einen Punkt pro Spiel sammelte, ist es für Dunbar die erste Saison in Deutschland, er spielte zuletzt drei Jahre in England bei den Guildford Flames und scorte ebenso stark wie sein jetziger Teamkamerad. Daneben noch der 41-jährige Chris Stanley als spielender Co-Trainer. Was wir von den Rostock Piranhas tatsächlich zu erwarten haben, wird dann letztendlich am Sonntag ab 19 Uhr geklärt.

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