Unnötige 3:6 Niederlage gegen Erfurt

Die EC Hannover Indians haben sich im Kampf um eine gute Ausgangsposition in den Playoffs eine unnötige 3:6 (1:0, 0:3, 2:3) Niederlage auf eigenem Eis gegen die Black Dragons Erfurt geleistet.

Die Indians begannen druckvoll und setzten die Gäste aus Thüringen schnell unter Druck. Zwar gelang den Jungs vom Pferdeturm kein absoluter Schnellstart wie im ersten Aufeinandertreffen am Pferdeturm, doch gelang den Gastgebern auch an diesem Abend wieder ein schneller Treffer. Robert Peleikis zog in der 5. Minute von der blauen Linie ab und die Scheibe zappelte zum 1:0 im Tornetz der Black Dragons.

Foto: Stefan Zwing – deisterpics

Wenig später wurde das Spiel dann in der 6. Spielminute unfreiwillig unterbrochen, nachdem ein Linesman unglücklich vom Schläger eines Indians Spielers getroffen wurde und vom Teamarzt Babak Amini kurz in der Kabine ärztlich versorgt werden musste um dann auf das Eis zurückzukehren.

In der Folgezeit erspielten sich die Indians eine Reihe von Chancen und waren auch optisch überlegen, während die Gäste in der Defensive ihr Bestes taten um die knappe Führung der Indians zu verteidigen, was ihnen auch gelang und es mit einer schmeichelhaften 1:0 Führung für die Jungs vom Pferdeturm in die Kabine ging.

Auch im zweiten Drittel änderte sich wenig am Spielverlauf. Die Indians waren durchweg im Vorwärtsgang, die Gäste aus Erfurt darauf bedacht vor dem eigenen Tor möglichst wenig zuzulassen. Die Torchancen die sich für die Gastgeber ergaben wurden dann leichtfertig vergeben. So kam es, wie es kommen musste: Aus dem Nichts kamen die Thüringer in der 28. Spielminute zum Ausgleich. Nach einem Abspielfehler in der eigenen Verteidigung bedankte sich Moritz Keil, der Patrick Golombek im Tor der Indians keine Chance ließ und zum 1:1 ausglich.

Die Indians schienen nun ein wenig geschockt durch diesen überraschenden Ausgleich und ließen die Erfurter besser ins Spiel kommen, die diese Einladung dankend annahmen und durch Vazan in der 31. Minute mit 2:1 in Führung gingen.

Die Jungs vom Pferdeturm wurden danach wieder etwas aktiver – ein Tor zum überfälligen Ausgleich gelang jedoch bis zur Vollendung der 40. Minute nicht mehr. Dies gelang jedoch den Black Dragons durch Kämmerer, sodass es mit einem bitteren 1:3 aus Sicht der Indians in die Pause ging.

Die Marschroute für den Schlussabschnitt war für die Indians klar: Es musste ein schnelles Tor her und dieses Tor sollte fallen. Michael Knaub war es, der sein Team mit seinem Treffer zum 2:3 wieder zurück ins Spiel brachte. Danach waren die Indians am Drücker und die Fans im Eisstadion am Pferdeturm hatten mehrfach bereits den Jubelschrei auf den Lippen, doch die Scheibe ging nicht rein.

Besser machten es erneut die Black Dragons, die in der 48. Minute einen Konter durch Vazan eiskalt abschlossen und die zwei Tore Führung wieder herstellten.

„Einer muss jetzt, einer muss jetzt rein“, schallte es aus der Nordkurve und diese Rufe wurden erhört. Andy Morczinietz war es, der sein Team in der 51. Minute mit dem Anschlusstreffer zum 3:4 wieder heran brachte und für einen „Wake up Call“ sorgte. Angepeitscht von den Fans, die knapp 9 Minuten vor Ende des Spiels bereits für den ECH von den Sitzplätzen aufstanden, erarbeiteten sich die Soccio Boys Chance um Chance, doch das Tor erzielte die Mannschaft aus Erfurt. Schüpping wurde durch Christoph Ziolkowski schön in Szene gesetzt und so stand es in der 58. Minute 3:5.

Indians Coach Soccio nahm in der Folge eine Auszeit, nahm Patrick Golombek zu Gunsten eines sechsten Feldspielers aus dem Tor, und setzte alles auf eine Karte. Doch wie es eben an einem solchen Tag ist, erzielten die Indians den erneuten Anschlusstreffer nicht mehr und die Black Dragons nutzten die Möglichkeit des leeren Indians Tores zum Tor zum 3:6 Endstand, was gleichbedeutend mit einer unnötigen Niederlage für die Indians im Kampf um eine gute Ausgangsposition in den Playoffs ist, da es die kommenden drei Gegner mit zwei Auswärtsspielen in Essen und Herne, sowie dem nächsten Heimspiel am Sonntag, 19.01.2019 – 19 Uhr gegen Ligaprimus Tilburg Trappers in sich haben werden.

Tore: 1:0 (5.) Peleikis (M. Knaub, Valasek), 1:1 (28.) Keil (Schüpping, Fiedler), 1:2 (31.) Vazan (C. Ziolkowski), 1:3 (39.) Kämmerer (Arnold, Keil), 2:3 (43.) M. Knaub (Weyrauch, V. Knaub), 2:4 (48.) Vazan (C.Ziolkowski, Kämmerer), 3:4 (51.) Morczinietz (Norris, Pohl), 3:5 (58.) Schüpping (C. Ziolkowski), 3:6 (60.) Kämmerer – ENG | Strafen: Hannover 4 – Erfurt 4 | Zuschauer: 2.613 | Schiedsrichter: Sogosku (Berg, Huttenlocher)

Die Pressekonferenz

Gepostet von EC Hannover Indians am Freitag, 11. Januar 2019

IndiansTV After Match Talk mit Nick Bovenschen

Gepostet von EC Hannover Indians am Freitag, 11. Januar 2019