Zwei Punkte gegen Duisburg Dank Herzschlag-Finale

Die Meisterrunde ist in vollem Gange – einfache Spiele gibt es nicht mehr. Nach dem punktlosen Ausflug nach Tilburg, waren jetzt die Füchse Duisburg zu Gast am Pferdeturm. Glücklicherweise standen bis auf Leon Lilik wieder alle Spieler auf dem Eis, die zuvor verletzt oder krank waren. Das letzte Aufeinandertreffen beider Teams ging recht deutlich zugunsten der Indians aus, so dass sich Duisburg gerne dafür revanchieren wollte.

Der Start glückte aus Duisburger Sicht jedoch nicht ganz. Nach nicht mal einer Minute wurde Jari Neugebauer vom Eis gestellt und der ECH nutzte die erste Überzahl-Situation direkt aus. In der 2. Minute nahm Tobi Schwab aus der Distanz Maß und versenkte zum frühen 1:0. Die Füchse hatten sich nach diesem Fehlstart allerdings relativ schnell gefangen und fanden zurück ins Spiel. Um das zu untermauern traf Habermann mit etwas unglücklicher hannoverscher Beteiligung in der 14. Minute zum 1:1 Ausgleich. Wenig später zeigten die Gäste, dass auch sie in Überzahl treffen können. In der 16. Minute bekam Ex-Indianer Ziolkowski den Puck hoch zur Blauen, zog einfach mal ab und brachte sein Team mit 1:2 in Führung. Diesem Doppelschlag sollte der ECH noch lange hinterherlaufen.

Das zweite Drittel gestaltete sich sehr ausgeglichen. Es war kein hochklassiges Spiel, dass vor Raffinesse nur so triefte, aber kämpferisch von beiden Mannschaften geprägt. Ein Tor wollte allerdings nicht fallen.

Auch das dritte Drittel stellte für die Indians-Anhänger eine Geduldsprobe dar. In der letzten Minute setzten die Pferdeturmkrieger alles auf eine Karte und nahmen den Torwart vom Eis. Ohne jetzt die Statistiken zur Hand zu haben – hatten wir bisher deutlich mehr Empty Net-Tore kassiert als Tore mit einem Mann mehr auf dem Eis geschossen. Aber was sagen schon Statistiken aus… Es war noch eine halbe Minute zu spielen, da zeigte Igor Bacek, dass Genie und Wahnsinn auch beim Eishockey sehr nah beieinanderliegen. Er stand hinter dem Tor und Duisburgs Keeper hatte sich schon relativ weit aus seinem Kasten vorgewagt. Bacek schoss Mathis von hinten an und der Puck prallte von ihm ab und ins Tor. Duisburg protestierte zwar noch, aber Hauptschiedsrichter Schmidt zeigte unmittelbar und vehement Tor an. Ein Siegtor hätte kaum mehr Euphorie im Stadion auslösen können. Und fast wäre dieses sogar noch in regulärer Spielzeit bejubelt worden. Quasi mit der Schluss-Sirene spielte Uusivirta den Puck im Powerplay quer zu seinem Verteidigungs-Partner und sein Schuss kullerte nur Zentimeter am Tor vorbei.

Die Indians hatten somit schon einen wichtigen Punkt gerettet. Und für die Overtime hatten sie die bessere Ausgangsposition. Da Duisburg etwa 40 Sekunden vor Schluss noch eine Strafe kassiert hatte, startete der ECH mit Überzahl in die Verlängerung. Da gelang es zwar nicht, den Siegtreffer zu erzielen, aber wenig später fand diese Partie doch ihr Ende. Die Indianer entschieden sich für einen neuen Spielaufbau, unser Dreier-Gespann mit Bacek, Uusivirta und Pohanka kamen mit Tempo ins Drittel und Pohanka machte das Glück perfekt, als er in der 63. Minute zum 3:2 einnetzte und so den wichtigen zweiten Punkt aus diesem Spiel holte.

So eng, wie es momentan in der Tabelle aussieht, kann ein Spieltag die Tabelle schon gehörig durcheinanderwirbeln. Also heißt es jetzt: nicht nachlassen. Das nächste Mal Daumendrücken ist dann am Freitag angesagt, wenn die Indians ab 20 Uhr gegen die Saale Bulls Halle auf Punktejagd gehen.

Heute mit Grüßen aus dem Wigwam

Euer Liveticker-Team mit dem ehrlichsten und subjektivsten Spielbericht der Liga

Zahlen und Fakten

Tore:

1:0 Schwab (Pohanka, Morczinietz / Überzahl-Tor) 01:43
1:1 Habermann (Walch) 13:18
1:2 Ziolkowski (Joly, Huebscher / Überzahl-Tor) 15:56
2:2 Bacek (Valasek, Uusivirta / sechster Feldspieler) 59:31
3:2 Pohanka (Bacek, Uusivirta) 62:30   

 Strafen: Hannover Indians 8 Minuten – Füchse Duisburg 12 Minuten

 Zuschauer: 1.928

Attachment