Starke Leistung in Tilburg, aber keine Punkte

Bisher waren die Niederlande kein besonders gutes Pflaster für unsere Indianer. Aber wie heißt es so schön? Neues Spiel, neues Glück. Wobei die personelle Situation alles andere als vielversprechend aussah. Schwab, Valasek und Fröhlich fielen verletzt aus und auch Kraus war dieses mal nicht als Unterstützung dabei. Zum Glück war Uusivirta kurzfristig wieder einsatzfähig. Zwischen den Pfosten stand dieses Mal Patrick Golombek.

Beim letzten Auswärtsspiel musste der ECH schon nach rund drei Minuten einen Rückstand hinnehmen. Dieses Mal spielten sie noch defensiver, standen noch tiefer und hatten mit dieser Taktik auch Erfolg. Im gesamten ersten Drittel fand Tilburg trotz aussichtsreicher Chancen keinen Hebel, unser Abwehrbollwerk zu überwinden. Und wenn doch einer der Trappers bis zum Tor durchkam, war noch immer der starke Golombek zur Stelle. Die Indians ihrerseits warteten auf den richtigen Moment für schnelle Konter.

Mit Beginn des zweiten Drittels blieben die Indians ihrer Linie treu. Bisher konnten sie trotz eines guten Powerplays zwei Überzahlsituationen nicht nutzen. Besser machten es dann die Hausherren in der 27. Minute, als Collier einen Schuss von der blauen Linie noch abfälschte und zum 1:0 traf. Dank der individuellen Klasse von de Hondt, der sich einmal durch die komplette Abwehr tanzte, erhöhte Kevin Bruijsten nach einem Pass genau auf den Schläger in der 29. Minute auf 2:0. Trotz des Doppelschlags gelang es den Indians, die Ruhe zu bewahren und das Spiel nicht vollkommen aus der Hand zu geben. Allerdings mussten sie nach einem Aufbaufehler in der 39. Minute etwas zu einfach das 3:0 kurz vor der Drittelpause hinnehmen.

Ins letzte Drittel startete der ECH erneut motiviert, hier ihr Bestes zu geben. Ein Angriff über Pfennings und Bacek in schöner Co-Produktion verhalf den Indians in der 49. Minute auch zum mehr als verdienten 3:1 Anschlusstreffer. In den verbleibenden Minuten hatten mitunter Hein, Pohanka, Arnold, Uusivirta und Turnwald sogar noch aussichtsreiche Chancen, den nächsten Treffer zu markieren, aber der Puck schien einfach nicht seinen Weg ins Tor finden zu wollen. Immerhin auch nicht in unser eigenes. Denn Golombek war schon zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis, aber Tilburg traf nur den Pfosten des leeren Tors.

Trotz der Niederlage hatte man das Gefühl, heute zumindest einen moralischen Punkt mitgenommen zu haben. Auch, wenn das in der Tabelle nicht viel nutzt. Aber mit dieser Leistung sollten sich noch die einen oder anderen Punkte auf das Konto des ECH gesellen.

Viele Grüße aus Eishockey-Deutschland

Euer Liveticker-Team mit dem ehrlichsten und subjektivsten Spielbericht der Liga

Zahlen und Fakten

 Tore:

1:0 Collier (Loginov, Bruijsten / Überzahl-Tor) 26:42
2:0 K. Bruijsten (Hermens, Vogelaar) 28:03
3:0 M. Bruijsten (Nagtzaam, Montgomery) 38:46
3:1 Bacek (Pfennings) 48:28   

  Strafen: Tilburg Trappers 8 Minuten – Hannover Indians 6 Minuten

 Zuschauer: 1.750