„Ein Satz mit X“ in Essen

 
Erinnert ihr euch noch an dieses super verrückte Spiel Anfang des Jahres als Essen bei uns zu Gast war und mir mit 7:6 in Overtime gewonnen haben? Verrückt ging es bei der Auswärtspartie auch zu. Sieben Tore machte auch die siegreiche Mannschaft. Aber emotional und punktetechnisch hatten die beiden Spiele nicht viel gemeinsam. Nach einer schönen Siegesserie von 4 Spielen, nahm der Höhenflug unserer Indians ein jähes Ende.
Ohne die inzwischen als langzeitverletzt geltenden Morczinietz und Goller reiste der ECH zum Westbahnhof. Tobias Schwab hatte die Fahrt zwar angetreten, musste das Aufwärmen aber abbrechen. Die ersten Minuten des Spiels starteten ein wenig verhalten. Jedoch nahm die Partie nach dem ersten Abtasten ordentlich an Fahrt auf. Nach ein paar Torchancen auf beiden Seiten, folgte auch die erste Strafzeit des Spiels für unsere Indians. Und damit nahm die Misere auch ihren Lauf. In der 12. Minute machte De Coste das erste und traurigerweise auch bereits spielentscheidende Tor. Und das Tor kam den Moskitos gerade Recht. Denn jetzt drehten die Hausherren richtig auf und De Coste fand sich in der 16. Minuten wieder einmal zu frei vor Albrecht und versenkte den Puck zum 2:0. Eine Essener Strafzeit gut drei Minute vor Drittelende brachten Hannover zwischenzeitlich nochmal ins Spiel, aber leider verpassten sie den Anschlusstreffer.
Ins zweite Drittel startete der ECH ziemlich gut mit einer schönen Kombi von Bacek und Pohanka, allerdings wurde der Aufschwung durch eine Strafzeit schnell wieder unterbrochen. Und wenn du einmal die Pest hast, erholst du dich nicht so schnell wieder davon. Dieses Mal De Coste lediglich mit der Vorlage und Tom Fiedler erhöhte in der 22. Minute mit einem Schuss vom langen Pfosten auf 3:0. Eigentlich ist das Unterzahlspiel das Aushängeschild der Indians und das zweitstärkste der Liga, daher kosteten die zwei Überzahl-Tore bei zwei Strafzeiten sicher einiges an Selbstvertrauen. Und so sah das auf dem Eis auch aus. Die Hausherren bestimmten das Spiel beinahe nach Belieben und Lascheit hatte in der 31. Minute zu viel Platz und machte das 4:0. Nach diesem Treffer Torwartwechsel bei den Indians und Patrick Golombek hütete das Tor für die letzte halbe Stunde. Zumindest dieses Drittel sollte er noch ohne Gegentreffer überstehen.
Im dritten Drittel die Indians zwar noch bemüht, aber das Spiel schien schon ziemlich gegessen zu sein. Denn Tore machte heute nur eine Mannschaft. In der 43. Minute legte Pelletier dann noch das 5:0 nach und De Coste machte seinen Hattrick in der 58. Minute mit dem 6:0 perfekt. Zu allem Überfluss gab es dann ebenfalls in der 58. Minute noch einen Penalty, den Fiedler auch versenkte und das finale 7:0 machte. Muss schon schön sein, wenn alles läuft, was man anfässt… Besonders bitter waren die verletzungsbedingten Ausfälle von Uusivirta und Fröhlich, die die Partie nicht zu Ende spielen konnten.
Was soll man sagen? Einfach ein Spiel zum Vergessen. Aber zum Glück kennen wir unsere Indians ja auch anders. Bleibt nur zu hoffen, dass sich die Verletzten schnell erholen und wir am kommenden Dienstag gegen die Saale Bulls Halle wieder die Indians auf dem Eis sehen, die uns schon so tolle Spiele und Siege in dieser Saison geschenkt haben. Eröffnungsbully ist wie gewohnt um 20 Uhr.
Viele Grüße aus Eishockey-Deutschland
Euer Liveticker-Team mit dem ehrlichsten und subjektivsten Spielbericht der Liga
Zahlen und Fakten
Tore:
1:0 De Coste (Thielsch, Fiedler / Überzahl-Tor) 11:22
2:0 De Coste (Thielsch, Pfänder) 15:33
3:0 Fiedler (De Coste, Pelletier / Überzahl-Tor) 21:13
4:0 Lascheit (Ziolkowski, Fiedler) 30:35
5:0 Pelletier (De Coste, Thielsch) 42:50
6:0 De Coste (Thielsch, Pelletier) 57:00
7:0 Fiedler (Penalty) 57:35
Strafen: ESC Wohnbau Moskitos Essen 10 Minuten – Hannover Indians 8 Minuten
Zuschauer: 1.010