Zu Null bei FASS Berlin

 

Wiedergutmachung war nach dem verpatzten Derby am Freitag angesagt. In der Ferne mussten unsere Indians gegen FASS Berlin ran. Mit ähnlichen Personalvoraussetzungen. Pantkowski zu Besuch, Kraus durfte für Kassel ran, Peleikis gesperrt. Allerdings musste der ECH zusätzlich auf Armin Finkel verzichten, der sich zwar mit aufwärmte, aber nicht mit auflief. So standen lediglich fünf Verteidiger zur Verfügung.

 

Bei kuscheligen 10 Grad im Erika-Hess-Stadion gaben die Indians von Anfang an Vollgas. Nach nur 34 Sekunden schon die erste (und zweite) Großchance. Nachdem Lücke im Tor von FASS den Schuss von Robby Hein gerade noch entschärfen konnte, scheiterte Pohanka im Anschluss vor dem freien Tor eher an sich selbst. Carsten Gosdeck schien in der 7. Minute dann vielleicht etwas übermotiviert, als er seinen Gegenspieler kopfüber über die Bande bugsierte und wegen unnötiger Härte auf der Strafbank platznehmen musste. Jedoch war das Unterzahlspiel wie zuletzt stark, so dass der ECH nichts zu befürchten hatte. Kaum wieder komplett ging es weiter nach vorne. In der 9. Minute ging Artur Grass von Coast to Coast und zog nur knapp übers Tor, belohnte sich aber mit dem unmittelbar nächsten Puckkontakt doch noch mit dem 0:1-Treffer. An Chancen mangelte es im ersten Drittel wirklich nicht. Wahnsinnige 4:27 Schüsse aufs Tor schlugen nach dem ersten Spielabschnitt zu Buche.

 

Ähnlich ging es auch in Drittel zwei weiter. Chancen im Minutentakt, aber unsere Indianer verzweifelten beim Tore schießen. Mit einer schön rausgespielten Kombi gingen Baier und Gibbons im Doppelpack aufs Berliner Tor zu, Hein mit dem Pfostentreffer, Valasek mutterseelenallein vor Lücke und Arnold mit dem Nachschuss, sowie sogar einer Unterzahlchance nach einem Break von Pohanka und einem 100%er nach Pass auf Baier – das Ergebnis aber überall das gleiche: kein Tor. Letzten Endes hatte Fortuna dann aber doch ein Einsehen. In der 37. Minute sah man, wie einfach Hockey eigentlich sein kann. Ziolkowski mit dem tiefen Pass, Pohanka legte quer und Baier musste „nur noch“ einschieben. 0:2. Endlich. Und man hat genau gesehen, wie die Anspannung von Yannik Baier abfiel wie sonst nur das Essen aus dem Gesicht eines Einjährigen fällt. Das beendete dann auch eine 37:18 Minuten dauernde Überzahl-Torflaute (danke Mikesz). Kurz vor Ende des zweiten Drittels konnte Carsten Gosdeck dann noch nachlegen und traf in der 40. Minute zum 0:3.

 

Das letzte Drittel startete dann mit einem Paukenschlag der Hausherren. Duris in der 42. Minute ganz frei vor Pantkowski, aber der Puck ging rechts vorbei. Unsere grandiose Unterzahl-Statistik hätten wir in der 47. Minute sogar noch mit einem Unterzahl-Tor aufbessern können. Lücke schmiss sich auf den Puck, der blieb jedoch frei und Pohanka konnte aus kurzer Distanz einschieben. Jedoch hatte der Schiri auf der anderen Seite nicht gesehen, dass der Puck noch im Spiel war, und pfiff ab. Gegen  Ende der Partie kam Berlin etwas besser ins Spiel, auch wenn der ECH insgesamt die Oberhand behalten konnte. Mit einer der nun etwas dosierteren Chancen konnte Leon Lilik in der 50. Minute nach einem Sahne-Pass von Gibbons noch das 0:4 in den Winkel schweißen. Zwar ohne Tor, aber mit toller Leistung wurde Gibbons auf Seiten der Indians zum besten Spieler gekürt und Pantkowski musste sich mit dem Shut-Out begnügen.

 

Berlin zwar bemüht, hatte aber den Angriffen der Indianer nur bedingt etwas entgegenzusetzen. So kann es gern auch am Freitag weitergehen, wo die Indians zum ersten Teil des Rostock-Wochenendes ihr Heimspiel bestreiten bevor es am Sonntag dann zum Rückspiel geht.

 

Viele Grüße aus Eishockey-Deutschland

Euer Liveticker-Team mit dem ehrlichsten und subjektivsten Spielbericht der Liga

 

Zahlen und Fakten

 

Tore:

 

0:1 Grass (Gosdeck, Valasek) 8:51
0:2 Baier (Pohanka, Ziolkowski / Überzahl-Tor) 36:35
0:3 Gosdeck (Gibbons, Baier) 39:49
0:4 Lilik (Gibbons, Baier) 49:57

 

Strafen: FASS Berlin 8 Minuten – Hannover Indians 12 Minuten

 

Zuschauer: 194

 

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