Wenig Tore, viele Strafen in Erfurt

 Zum Abschluss der Qualifikationsrunde stand für unsere Hannover Indians ein Doppelspieltag gegen die Black Dragons aus Erfurt an. Zuerst mussten sie auswärts antreten. Während es für Hannover sportlich um so gut wie nichts mehr ging, musste Erfurt um jeden Punkt kämpfen, da Rostock in der Tabelle dicht hinter ihnen lauerte, um die Black Dragons aus den Pre-Playoff-Plätzen zu verdrängen. Auf Finkel und Kraus musste Coach Stolikowski weiter verzichten, konnte aber auf Pantkowski zurückgreifen. Wobei es bei Erfurts Torhütern fast spannender zuging. Denn der Backup-Goalie Otte bekam von seiner Freundin einen Heiratsantrag auf dem Eis. An dieser Stelle nochmal herzlichen Glückwunsch!

 

Sportlich begann das Spiel eher weniger schön. Nach nur 19 Sekunden musste Schwab schon wegen Stockschlags raus. Und es sollte nur die erste von vielen Strafen sein. Aber wer die erste Strafe bekommt, dem gebührt auch das erste Tor. Steht bestimmt in irgendeinem Ehrenkodex so. Denn in der 4. Minute traf Gosdeck zum 0:1. In der 16. Minute gab es dann die erste Auseinandersetzung und die ersten (ich weiß, ich wiederhole mich) von vielen Strafen wegen unnötiger Härte in diesem intensiven Spiel. Pohanka und Manske mussten beide raus. 40 Sekunden später das gleiche Spiel nochmal: dieses Mal mussten Hein und Sochan wegen unnötiger Härte eine Zwangspause einlegen. Weitere Tore gab es im ersten Drittel jedoch nicht zu bestaunen.

 

Und so sollte es auch im zweiten Spielabschnitt bleiben. Dabei spielten sich unsere Indians einige gute Chancen heraus. Ein Tor erzielte Pohanka in der 37. Minute sogar, allerdings galt es nicht, da zuvor eine Strafe angezeigt war. Auf der Strafbank ging es dafür zu wie im Taubenschlag. Ganze 11 Strafen wurden in den nur 20 Spielminuten ausgesprochen. Wobei Schiedsrichter Steinecke den Löwenanteil davon dem ECH zudachte.

 

Mit einer Unterzahl starteten die Indians dann auch ins dritte Drittel. Und in dieser klingelte es dann doch mal. Nach 21 gespielten Sekunden kam Hofmann freistehend gleich zweimal zum Schuss und den letzten Abpraller verwertete dann Vazan in der 41. Minute zum 1:1. Aber die Indians hatten die wohl bestmögliche Antwort parat. Pohanka war es, der in der 43. Minute seine Farben wieder in Führung brachte. Bei überraschend wenig Strafzeiten gelang es dem ECH jetzt auch zunehmend Druck auf Reukauf im Dragon-Tor aufzubauen. Ein weiterer Treffer sollte jedoch nicht mehr fallen.

 

Auch wenn es sportlich für uns nicht mehr um viel ging, war der Sieg auf jeden Fall für den Kopf gut und wichtig und ist bedingt durch die zahlreichen Strafzeiten eigentlich noch höher einzustufen. Da Rostock auch verloren hatte, blieb Erfurt zumindest noch der 3-Punkte-Vorsprung trotz Niederlage. Als Nächstes steht nun das „Rückspiel“ am Sonntag am heimischen Pferdeturm an. Anpfiff ist wie immer um 19 Uhr.

 

Viele Grüße aus Eishockey-Deutschland

Euer Liveticker-Team mit dem ehrlichsten und subjektivsten Spielbericht der Liga

 

Zahlen und Fakten

 

Tore:

 

0:1 Gosdeck (Hein, Bovenschen) 3:56
1:1 Vazan (Klein, Grosch / Überzahl-Tor) 40:21
1:2 Pohanka (Schwab, Baier) 42:30

 

Strafen: Black Dragons Erfurt 16 Minuten – Hannover Indians 38 Minuten

 

Zuschauer: 810

 

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