Indians mit Kantersieg gegen FASS Berlin

Der sportliche Höhenflug nach der schönen Siegesserie in der Qualifikationsrunde hatte durch die beiden Niederlagen gegen Rostock ein jähes Ende gefunden. Mit dem 8:1 Sieg gegen FASS Berlin haben die Indians nun wieder in die Spur gefunden und sich ordentlich auf das anstehende Derby eingestimmt – oder besser eingeschossen. Nach abgesessener Sperre konnte auch Peleikis endlich wieder ins Spielgeschehen eingreifen, Arnold jedoch fiel weiter verletzt aus. Personell hatte Berlin doch einige Sorgen mehr, reisten sie nur mit 15 Spielern an.

 

In der 3. Minute dezimierte sich Berlin nach einem Beinstellen auch noch weiter. In der kommenden Überzahl, die in der bisherigen Saison meist ein doch eher stumpfes Schwert war, stellte Hannover die Zeichen gleich auf Sieg. In der 4. Minute traf Thomas Ziolkowski zum 1:0. Und da doppelt ja besser hält, kam in der 11. Minute das 2:0 durch Pohanka hinterher. Aber aller guten Dinge sind ja bekanntlich drei. Und so machte der ausgeruhte Peleikis in der 16. Minute das 3:0 in Überzahl. Zweite Überzahl, zweites Tor. Frei nach dem Motto „Vier gewinnt“ setzte Hein in der 17. Minute mit dem 4:0 noch einen drauf. Für heute buchen wir wohl mal lieber eine Flatrate für’s Phrasenschein…

 

Auf das „Gib mir fünf“ Wortspiel müssen wir allerdings vorerst verzichten. Denn durch Strafzeiten nahmen sich die Indians den Fluss aus dem Spiel und in der 30. Minute traf Czajka für seine Berliner zum 4:1-Anschluss-und-Ehrentreffer. Jedoch hatte der ECH die passende Antwort parat und Gibbons stellte in der 32. Minuten mit dem 5:1 den alten Abstand wieder her.

 

Das dritte Drittel war dann wieder voll in Indians-Hand. Robby Hein markierte mit seinem zweiten Treffer des Abends das 6:1 in der 43. Minute. Das Spiel war eigentlich schon gelaufen, bekam in der 49. Minute aber nochmal etwas Brisanz, als Joe Timm nach einem harten Check gegen die Bande vorzeitig duschen gehen musste. Fünf Minuten Überzahl standen also auf dem Plan. Und diese wussten die Indians zu nutzen. Gerade mal nach 20 Sekunden in Überzahl schepperte es das erste Mal, als Ziolkowski sich mit dem 7:1 auch ins goldene Buch der Doppeltorschützen eintragen konnte. Das schöne an einer großen Strafe ist ja, dass sie auch bei einem Tor nicht von der Uhr genommen wird. Dachte sich wohl auch Gibbons, der in der 52. Minute mit dem 8:1 ebenfalls seinen zweiten Treffer des Abends verbuchen konnte.

 

Bemerkenswert ist, dass die Indians tatsächlich in vier Überzahl-Situationen vier Tore erzielen konnten. Wenn man beide Augen zudrückt, sogar fünf. Da das 4:0 nur wenige Sekunden nach Ablauf der Strafe fiel. Punkt zwei für alle Statistik-Freunde: Drei der vier Überzahl-Tore wurden durch Verteidiger erzielt. Bleibt also nur noch zu hoffen, dass sich unsere Defensive schon mal warmgeschossen hat für die Scorpions und sich unsere Stürmer die restlichen Treffer aufgespart haben. Schließlich haben wir noch eine Rechnung offen – und ich bin Berufsoptimist.

 

Da sollten unsere Jungs dann Himel und Hölle in Bewegung setzen, damit uns die drei Punkte nicht durch die Lappen gehen. Hoffen wir mal, dass Langenhagen uns keinen Strich durch die Rechnung macht, sonst heißt es wieder: außer Spesen nichts gewesen. Aber wir wollen den Teufel mal nicht an die Wand malen. (Flatrates muss man nutzen…) Wir halten euch natürlich wieder über die Geschehnisse aus Langenhagen auf dem Laufenden. Anpfiff zum möglicherweise letzten Derby dieser Art ist um 18.30 Uhr.

 

Heute mit Grüßen aus dem Wigwam
Euer Liveticker-Team mit dem ehrlichsten und subjektivsten Spielbericht der Liga

 

Zahlen und Fakten

 

Tore:

 

1:0 Ziolkowski (Peleikis, Pohanka / Überzahl-Tor) 3:01
2:0 Pohanka (Ziolkowski, Schwab) 10:02
3:0 Peleikis (Ziolkowski, Pohanka / Überzahl-Tor) 15:30
4:0 Hein (Gibbons, Turnwald) 16:32
4:1 Czajka (Matthäs, Grünholz) 29:23
5:1 Gibbons (Hein, Wasser) 31:53
6:1 Hein (Peleikis, Turnwald) 42:06
7:1 Ziolkowski (Pohanka, Gibbons / Überzahl-Tor) 48:47
8:1 Gibbons (Peleikis, Pohanka / Überzahl-Tor) 51:12

 

Strafen: Hannover Indians 8 Minuten – FASS Berlin 29 Minuten

 

Zuschauer: 2.270

 

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