ECH will jetzt auch dritten Sieg

„Natürlich wissen wir alle, dass in den Playoffs der entscheidende Sieg am schwersten ist. Trotzdem liegen wir mit zwei Siegen in Führung und sind dadurch natürlich im Vorteil. Daher fahren wir mit einem guten Gefühl nach Herne“, erklärt ECH-Trainer Tobias Stolikowski nach dem zweiten Playoff-Coup gegen Vorrundenmeister Herner EV.

Nach einem an Spannung nicht zu überbietendem Auftaktsieg in Herne nach Penalty-Schießen hatte seine Mannschaft am Pferdeturm auch das zweite Spiel mit 2:1 gewonnen. Knapp 2800 Zuschauer hatten dabei das Stadion in einen Hexenkessel verwandelt und die Indians nach vorne gepeitscht. Als Belohnung haben Tobias Stolikowski und seine Mannen am Dienstag, 21. März 2017, 20.00 Uhr, in Herne die Möglichkeit, mit einem weiteren Sensationserfolg über den Tabellenführer die nächste Runde zu erreichen.

Allerdings wird die Aufgabe dadurch nicht leichter, dass Brano Pohanka noch nach Spielende mit einer Spieldauerstrafe belegt wurde. Damit fällt der Sturmführer der ersten Reihe im dritten Spiel in Herne aus. Darüber hinaus müssen die Indians weiter auf Robert Peleikis und Nick Bovenschen verzichten, die beide ihre Matchstrafe aus dem ersten Spiel absitzen müssen. „Ich konnte bei dem Durcheinander nach Spielschluss nicht erkennen, wer da was angefangen hat. Daher kann ich auch nichts zu Branos Strafe sagen“, kommentierte Tobias Stolikowski die Schiedsrichterentscheidung.

Trotz des sicherlich nicht einfach zu verkraftenden Verlusts von Pohanka ist er aber trotzdem zuversichtlich für das dritte Spiel am Dienstag in Herne. „Durch die zwei Siege haben wir natürlich ein wenig Luft und stehen nicht so unter Druck wie Herne.“

Der Schlüssel zu den beiden Siegen über Herne lag wie auch schon in den Duellen gegen den ESC Wedemark im derzeit äußerst effizienten Überzahlspiel. „Das haben wir in den vergangenen Wochen ohne Ende trainiert. Natürlich ist das toll, dass wir uns genau jetzt für unsere Arbeit auch belohnen“, freut sich Tobias Stolikowski.

Ein Plus für die Indians könnten die konditionellen Vorteile sein, die am Sonntag ab der Hälfte des zweiten Drittels offensichtlich wurden. Nach spritzigem Beginn mit schnellem und genauem Kombinationsspiel schlichen sich bei den Gästen aus dem Ruhrgebiet doch zunehmend Konzentrationsfehler im Spielaufbau ein, die den Indians die eine oder andere Chance eröffneten. „Konditionell dürften wir eine der besten Mannschaften der Liga sein. Da hat uns in dieser Saison noch keiner etwas vorgemacht“, weiß Tobias Stolikowski.

Das haben die Fans offenbar genauso gesehen. Obwohl kaum möglich feuerten sie ihre Mannschaft noch euphorischer an als zuletzt in den Pre-Playoffs gegen die Wedemark. „Das war unglaublich. Zumal es hier ja auch nicht um derbytypische Animositäten, sondern allein um den Sport ging. Hoffentlich fahren am Dienstag so viel Fans wie möglich mit nach Herne, um die Mannschaft zu unterstützen. Zusammen können wir das tatsächlich schaffen“, zeigte sich Indians-Geschäftsführer David Sulkovsky sichtlich beeindruckt von dem „Fan-Alarm“ vom Sonntag.

Die Spielleitung liegt am Dienstag in Herne bei Hauptschiedsrichter Markus Krawinkel sowie seinen Linesmen Kai Jürgens und Lars Stockenschneider.

Natürlich wird erneut das Livetickerteam, Nessi und Markus, mit freundlicher Unterstützung des Autohaus Gabrisch vor Ort sein, um den in Hannover gebliebenen Anhängern wieder einen tollen Informationsdienst zu bieten.

Zu den gestrigen Vorfällen, die sich nach Spielende ereignet haben, ist von den Indians aussagekräftiges Videomaterial an den Verband gesandt worden. Eine nachträgliche Änderung der Sperre von Branislav Pohanka wird hier nicht erwartet, obwohl die Strafe gegen ihn nicht gerechtfertigt ist. Indes ist das ahndungswürdige Verhalten des gegnerischen Trainers und das des Torwarts bei der Strafenverteilung nicht berücksichtigt worden.

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