Derbypleite in Langenhagen

Beim letzten Spiel in der Hauptrunde trafen unsere Hannover Indians auf die unliebsamen Nachbarn aus Langenhagen. In der ganzen Saison gab es wohl kein Spiel, das sportlich egaler gewesen ist. (Bevor jetzt die ganzen Deutschlehrer kommen: ich bin mir durchaus bewusst, dass man egal nicht steigern kann, ist es in diesem Fall doch eher ein stilistisches Mittel.) Bereits vor Anpfiff der Partie stand fest, dass der ECH in der Qualifikationsrunde antreten wird. Denn das Spiel der Wedemark Scorpions bei den Preussen Berlin war bereits beendet. Durch den Sieg hatte sich die Wedemark den 8. Tabellenplatz und damit die Teilnahme der Meisterrunde bereits gesichert.

 

Wenn auch sportlich vollkommen nichtig, trifft es auf die emotionale Komponente eines Derbys sicher nicht zu. Auch wenn ich mir während des Spiels wieder fleißig Notizen gemacht habe, legt vermutlich keiner der Indians-Anhänger viel Wert darauf, diese hier noch einmal niedergeschrieben zu sehen. Von daher beschränken wir uns mal kurz und knapp auf die Fakten.

 

Schon nach wenigen Minuten gab es die erste Rangelei, nachdem einer der Scorpions beim Angriff zu Boden ging und auch Deske mit Schmerzen liegen blieb. In der 3. Minute gingen die Scorpions durch Niddery in Führung, so dass wir schnell einem Rückstand hinterherlaufen mussten. Zu allem Unglück konnte Deske in der 4. Minute nicht mehr weiterspielen, hatte er sich scheinbar bei der Szene direkt zu Beginn des Spiels verletzt. So musste Preuss die schwere Aufgabe nun fortführen. Das zweite Drittel starteten dann wir wiederum besser. Pohl erzielte das umjubelte 1:1 in der 22. Minute. Jedoch kam die Revanche nahezu postwendend und Blank stellte die alte Führung mit dem 2:1 in der 23. Minute wieder her. Nun folgten noch das 3:1 in der 33. Minute abermals durch Niddery und das 4:1 durch Ringe in der 37. Minute. Während die Indians ihr Team noch bis zuletzt mit „Indians on Fire – keiner mag die Scorpions“ unterstützten, stimmten die Hausherren „Derbysieger, Derbysieger, hey, hey“ an. Andersrum wäre es vielleicht doch schöner gewesen…

 

In der jetzt anstehenden Qualifikationsrunde kämpfen die Indians nun unter Mitnahme der Punkte um Platz 1 oder 2, die das Erreichen der Preplayoffs gegen den 7.- und 8.-Platzierten der Meisterrunde bedeuten. Der Sieger der beiden Paarungen spielt dann wiederum Playoffs. Von daher … hinten ist die Ente fett.

 

Viele Grüße aus Eishockey-Deutschland

Euer Liveticker-Team mit dem ehrlichsten und subjektivsten Spielbericht der Liga

 

Zahlen und Fakten

 

Tore:

 

1:0 Niddery (Decoste, Goller) 2:35
1:1 Pohl (Wasser, Grass) 21:48
2:1 Blank (Lupzig, Strakhov / Überzahl-Tor) 22:37
3:1 Niddery (Decoste, Blank) 32:47
4:1 Ringe (Niddery, Decoste / Überzahl-Tor) 36:22

 

Strafen: Hannover Scorpions 20 Minuten – Hannover Indians 47 Minuten

 

Zuschauer: 1.176