Braunlager Teddy-Toss muss warten

 
 Der Harz präsentierte sich am Freitag als wahres Winterwunderland von seiner schönsten Seite. Die Hannover Indians waren allerdings nicht zum Skifahren oder Rodeln angereist, sondern um Punkte mitzunehmen. Auch wenn die eine oder andere Schneeballschlacht oder ein paar Schneeengel nicht fehlen durften. Es hatten sich aus Hannover auch drei Fanbusse auf den Weg gemacht, um ihr Team lautstark zu unterstützen.
Und schöner hätte man sich den Abend aus Hannoveraner Sicht kaum ausmalen können. Der Gästeblock war voll und auch das Team war bis auf den gesperrten Morczinietz vollzählig. Begleitet von „Hurra, hurra – Hannover ist da“-Gesängen ging es also los. Und das erste Tor sollte nicht lange auf sich warten lassen. Im ersten Powerplay des Spiels klingelte es auch schon im Kasten der Falken. Und meine Damen und Herren – ich präsentiere mit Trommelwirbel, frenetischem Applaus und Standing Ovations den Torschützen: unser zweitbester Topscorer, der bisher mit ausschließliche Assists seine Punkte gemacht hat, erzielte endlich sein erstes Tor. Lasse Uusivirta traf in der 6. Minute zum 0:1. Die ersten vereinzelten Teddy flogen da aus dem Gästeblock schon aufs Eis, aber der Teddy-Toss startet ja beim ersten Tor der Heimmannschaft. Die Falken versuchten ihr Glück mit steilen Pässen und schnellen Angriffen, aber der letzte Punch fehlte einfach. Besser machten es in der 17. Minute erneut die Indians. Mit einem schön heraus gespielten Angriff passte Bacek nochmal quer auf den mitgelaufenen Pohanka und der versenkte zum 0:2. Und weil ja bekanntlich aller guten Dinge drei sind, legte der ECH nochmal nach. Erneut im Powerplay und nach Traumpass von Uusivirta drehte Hein sich nochmal in Position und markierte das 0:3.
Und warum aufhören, wenn es doch gerade so schön ist? Pohanka hinterm Tor hatte in der 26. Minute die freie Auswahl. Schwab hatte sich im Slot postiert, aber auch Turnwald war im Halbfeld frei, bekam den Pass auf den Schläger und traf zum 0:4. Trotz der klaren Gästeführung steckten die Falken nicht auf und versuchten immer wieder ihr Glück vor dem Indians-Tor. Auch begünstigt dadurch, dass Hannover es jetzt ein wenig gemächlicher angehen ließ. Aber entweder waren die Verteidiger da oder spätestens bei Albrecht war Schluss. In der 33. Minute gab es für die Indians den nächsten Grund zum Jubeln, aber der Treffer von Valasek wurde nach Rücksprache mit den Linienrichtern nicht anerkannt, da er mit dem Schlittschuh erzielt wurde. Aber wenn nicht so, dann eben anders. Wenig später fing Tramm in der 36. Minute einen Pass der Hausherren ab, machte noch zwei, drei Schritte und trifft über die Schulter von Korff zum 0:5.
Zu Beginn des dritten Drittels rochen die Falken schon am Anschlusstreffer, denn gleich drei Indianer wurden in der ersten Drittelhälfte vom Eis gestellt. Aber auch die zwischenzeitige 5-3 Überzahl konnte Braunlage nicht nutzen. Kampflos wollten sich die Gastgeber aber nicht geschlagen geben. Exakt fünf Minuten vor Schluss gab es da noch eine Auseinandersetzung mit zahlreicher Beteiligung. Die Schiedsrichter hatten alle Hände voll zu tun, das Strafmaß zu verteilen. Nach einigen Diskussionen hagelte es dann Strafen wegen unnötiger Härte. Auf Seiten der Falken je 2+2 für Zerbst und Hendrikx, ebenfalls 2+2 für Lilik und Tramm musste sich mit 2+2+2 abfinden. Einer souveränen Unterzahl der Indians folgte dann in der 59. Minute noch das 0:6 durch einen Abstauber von Ledlin und mangels einer Alternative flogen die Teddys dann zum Schlusspfiff.
Insgesamt eine souveräne Leistung der Indians, gute Defensiv-Leistung, viele Tore (die Hälfte von Verteidigern) und das wichtigste: drei Punkte. Das macht doch Lust auf das nächste Spiel. Los geht es am Sonntag gegen die Moskitos Essen gewohnt um 19 Uhr am Pferdeturm.
Viele Grüße aus Eishockey-Deutschland
Euer Liveticker-Team mit dem ehrlichsten und subjektivsten Spielbericht der Liga
Zahlen und Fakten
Tore:
0:1 Uusivirta (Pohanka, Bacek / Überzahl-Tor) 05:45
0:2 Pohanka (Bacek, Schwab) 16:38
0:3 Hein (Bacek, Uusivirta / Überzahl-Tor) 19:23
0:4 Turnwald (Bacek, Pohanka) 25:49
0:5 Tramm 35:19
0:6 Ledlin (Arnold, Turnwald) 58:37
Strafen: Harzer Falken 28 Minuten – Hannover Indians 20 Minuten
Zuschauer: 1060