Saisonauftakt nach Maß – Indians siegen mit 4:0 gegen Leipzig

Milde 21 Grad, ein leichter Lufthauch, die Vögel zwitscherten und in Kleefeld sah man wieder mehr blau-weiß-rote Trikots als Fahrradfahrer. Endlich wieder Eishockey am Turm! Zum Saisonauftakt hatten unsere Indians die Icefighters aus Leipzig zu Gast. Vor einer tollen Kulisse von insgesamt 2.601 Eishockey-Fans sollte es ein würdiger Auftakt werden – zumindest aus hannöverscher Sicht. Die Gäste-Fans aus Leipzig hatten quasi als Gastgeschenk eine Gästetribüne füllende Choreo vorbereitet. Sollte allerdings so ziemlich das einzige sein, worüber sie sich heute freuen konnten – so viel darf man schon verraten.

 

Das Kribbeln des ersten „echten“ Saisonspiels war bei beiden Teams auf dem Eis sowie auf den Rängen zu spüren. Ein zugleich gewohntes und ebenso ungewohntes Bild bot sich an der Bande. Denn so wie früher auf dem Eis im Indianer-Dress waren heute „Die Axt“ Tobias Stolikowski und Mr. Brad Bagu, inzwischen als Trainer-Duo, auf der Bank zu finden. (Gute Besserung an dieser Stelle an Coach Carroll!) Dann ging es los: 20 Uhr – Anpfiff! Gleich zu Beginn wurde ein unterhaltsames, temopreiches und körperbetontes Spiel geboten. In der dritten Minute mussten die Indians allerdings schon die erste Unterzahl hinnehmen, überstanden diese aber grandios. Bei eigener Überzahl haperte es (vorerst) noch. Denn trotz zahlreicher Bemühungen und eigener Überzahl blieb der ECH torlos. Die Pause brachte dann genug Zeit zu überlegen, an welche Nationalflagge mich die Stutzen unserer Jungs erinnerten.

 

Der zweite Spielabschnitt startete ähnlich wie der erste. Mit einer Strafe – dieses Mal allerdings auf Leipziger Seite. Und das kam den Indians gerade recht. In der 23. Minute schoss Carsten Gosdeck das erlösende 1:0 in Überzahl. Und so sollte es weitergehen. Mit der Überzahl ebenso wie mit den Toren. In der 29. Minute netzte Robby Hein zum 2:0 ein und in der 36. Minute erhöhte Robert Peleikis sogar noch auf 3:0. Ich weiß, ich wiederhole mich – beide Male in Überzahl. Einziger Wermutstropfen des Drittels: Lukas Valasek musste fünf Minuten vor Drittelende nach einem (manche würden sagen offensichtlichen) Kniecheck verletzt das Eis verlassen.

 

Inzwischen war ich mir sicher: Island. Also die Stutzen… Mit einem munteren Spiel ging es im Schlussdrittel weiter. Jedoch schienen die Icefighters nicht mehr so viel Spaß am Spiel zu haben und nahmen zunehmend dumme Strafen. Zitat vom Leipziger Trainer – wir würden sowas ja nie sagen. Von daher folgerichtig – wer hätte es gedacht – ein Überzahl-Tor und der vielleicht schönste Jubel des Abends von Thomas Ziolkowski in der 53. Minute zum 4:0. Ganz so einseitig, wie sich das jetzt anhört, war das Spiel allerdings nicht. Leipzig kam bei fünf gegen fünf zwar nicht zu vielen Chancen (vielleicht auch, weil sie auch wenig fünf gegen fünf spielten), aber dafür aussichtsreiche. Aber wir hatten noch immer einen glänzend aufgelegten Boris Ackers im Tor, der immer zur Stelle war, wenn er es sein musste. Trotzdem kann man sagen, dass die Indians an diesem Abend einfach das bessere Team waren. Die „Spitzenreiter, Spitzenreiter“-Rufe mussten wir zwar noch in der Tasche lassen, aber wir verabschieden uns mit einem gepflegten „Die Nummer 1 der Stadt sind wir“!
Heute mit Grüßen aus dem Wigwam
Euer Liveticker-Team

 

Zahlen und Fakten

 

Tore:

 

1:0 Gosdeck (Grass, Pohanka / Überzahl-Tor) 22:45
2:0 Hein (Ziolkowski, Baier / Überzahl-Tor) 28:16
3:0 Peleikis (Pohanka, Gosdeck / Überzahl-Tor) 35:41
4:0 Ziolkowski (Hein, Finkel) 52:05

 

Strafen: Hannover Indians 18 Minuten – Icefighters Leipzig 24 Minuten 12 Strafen

 

Zuschauer: 2.601

Carsten Gosdeck jubelt, die Indians jubelten gegen Leipzig auch.

Carsten Gosdeck jubelt, die Indians jubelten gegen Leipzig auch.

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Carsten Gosdeck jubelt, die Indians jubelten gegen Leipzig auch. Carsten Gosdeck jubelt, die Indians jubelten auch