Pink bringt keine Punkte

 
Die Indians hatten die Partie gegen Essen zum „PINKtober“-Spiel ausgerufen und liefen in pinken Trikots auf, um ein Zeichen im Kampf gegen den Krebs zu setzen. Eine ECHte Herzensangelegenheit!
Mit einer extra Portion Motivation starteten die Indians auch ins Drittel. Schon nach 26 Sekunden kamen sie zum ersten Torschuss und Essens Gejerhos wurde wegen Stockschlags auf die Strafbank geschickt. Ein Tor blieb jedoch aus. Trotz einiger Chancen hüben wie drüben gelang weder der einen noch der anderen Mannschaft, den Puck im Tor unterzubringen. Was unter anderem auch an den starken Torhütern beider Seiten lag. Gerade zum Ende des Drittels wurde eine härtere Gangart eingelegt, dass sich immer öfter ein Spieler auf dem Eis oder im Griff eines Gegenspielers wiederfand.
Zum Start von Drittel zwei startete beide Teams mit mehr Aggressivität – was sich dieses Mal eher auf die Spielweise statt auf die Spielunterbrechungen bezieht. Zumindest vorerst. Ein paar handfeste Auseinandersetzungen sollte es auch geben. Wenn schon keine Tore, gab es für den geneigten Eishockey-Fan immerhin genug Gelegenheiten „Auf die Fresse“-Rufe anzustimmen. Beide Mannschaften begegneten sich auf Augenhöhe. Aber trotz aller Anstrengungen gab es einfach kein Tor. Besonders Indians-Kapitän Pohanka, der nur Stunden zuvor Vater geworden war, setzte sich immer wieder aussichtsreich in Szene, vollstreckte aber nicht.
Im finalen Spielabschnitt sollten dann endlich die Tore fallen, die alle Beteiligten in den ersten beiden Dritteln vermisst hatten. Und so viel darf ich schon verraten: es gab nicht ein einziges Tor, das ganz normal gefallen ist. Nachdem der ECH schon in Unterzahl ins Drittel starten musste, jedoch schadlos blieb, sollte es bei der nächsten Strafe nicht so klappen. Essens Bires beendete quälende 44 Minuten ohne Tor in diesem Spiel. Wenn ich die Wahl gehabt hätte, hätte ich auf dieses Tor allerdings verzichten können. Durch das Tor schien aber auch die Nordkurve wieder erwacht zu sein und peitsche ihr Team nach vorne. Und es schien zu fruchten. In der 49. nutzte Brian Gibbons ebenfalls eine Überzahl und glich mit dem 1:1-Treffer aus. Die Freude währte nur kurz. Schon in der 52. Minute und – wie soll es auch anders sein – in Überzahl brachte Patocka seine Farben erneut in Führung. Trotz der körperlichen Spielweise gab es allerdings wenig Strafen bisher dafür. Alle drei Strafen bisher in diesem Drittel wurden wegen Spielverzögerung, Spielverzögerung und zu vielen Spielern auf dem Eis ausgesprochen. Die Zeit rann nur so dahin. Gut zwei Minuten vor Schluss hatte Pohl sogar den Ausgleichstreffer auf dem Schläger, schoss allerdings übers Tor. Das Trainer-Duo setzte alles auf eine Karte und nahm Pantkowski, der wieder aus Kassel als Unterstützung anreiste, vom Eis. Der Treffer fiel jedoch für Essen. In der 59. Minute schob Thielsch zum 1:3 ein. Noch wollte sich der ECH jedoch nicht geschlagen geben. Pantkowski blieb draußen und abermals Gibbons war es, der für die Indians traf. Das 2:3 konnten die Hausherren mit sechs Mann zwar noch erzielen, aber danach war auch Feierabend.
Alles in allem ein Spiel mit zwei gleichwertigen Gegnern. Mit etwas mehr Scheibenglück hätte es auch andersrum ausgehen können. Für die Indians (und auch uns) steht jetzt eine reiseintensive Zeit bevor. Die nächsten vier Spiele müssen alle in der Fremde absolviert werden. Am Sonntag startet die kleine Landpartie bei den Crocodiles aus Hamburg, wo mit Brad McGowan ein alter Bekannter und aktueller Topscorer der Liga auf uns wartet. Wir halten euch natürlich wieder im Liveticker auf dem Laufenden.
Heute mit Grüßen aus dem Wigwam
Euer Liveticker-Team
Zahlen und Fakten
Tore:
0:1 Bires (Hildebrand, Patocka / Überzahl-Tor) 44:22
1:1 Gibbons (Grass, Gosdeck / Überzahl-Tor) 48:39
1:2 Patocka (Hildebrand, Bires / Überzahl-Tor) 51:27
1:3 Thielsch (Granz, Lautenschlager / Empty Net) 58:41
2:3 Gibbons (Ziolkowski, Grass / sechster Feldspieler) 59:39
Strafen: Hannover Indians 16 Minuten – Moskitos Essen 12 Minuten

Unser ECHtes Livetickerteam: Nessie und Markus Casper

Unser ECHtes Livetickerteam: Nessie und Markus Casper

Zuschauer: 2.603