Niederlage in letzter Minute gegen Halle

 
Schon seit einigen Spielen haben sich unsere Indians auf dem 8. Tabellenplatz eingerichtet. Wenn es von da um ein paar Plätze nach vorne gehen soll, gilt es jetzt, gegen besser platzierte Teams zu gewinnen. Die Chance bot sich am Freitag, als das Team der Saale Bulls aus Halle zu Gast war. Oder wie man auch sagen könnte: die acht Albrechts & Co. Bei den Indians kam Neuzugang Alex Lambacher direkt zum Einsatz und nahm während des Spiels den Platz von Artur Grass ein.
Und den Anfang hätten wir uns nicht schöner ausmalen können. Schon zu Beginn fanden sich die Indians in Überzahl wieder und Brian Gibbons konnte in der 3. Minute das 1:0 erzielen. Auch weiter zeigte sich der ECH abschlussfreudig. Beinahe unzählige aussichtsreiche Torchancen endeten jedoch nicht mehr so wie gewünscht im Bilderbuch. Da war es als wieder: das Kreuz mit der Chancenverwertung. Beinahe hätte es dafür drei Sekunden vor Drittelende noch die Quittung gegeben. Nach einem abgewehrten Schuss lag der Puck vollkommen im freien Raum, aber zum Glück konnte Halle erst nicht verwerten und dann rettete Deske die knappe Führung mit einem Riesen-Save mit der Sirene.
Auch zu Beginn des zweiten Spielabschnitts gab es unmittelbar ein Powerplay für die Hausherren. Jedoch weit weniger überzeugend als das Pendant in Drittel eins. Zur Mitte wurde Halle nun deutlich aktiver und spielten den ECH phasenweise schwindelig. Glücklicherweise hatten sie ähnlich wenig Zielwasser getrunken. Und sonst konnte der starke Deske retten.
In der 35. musste Halles Schmitz nach einem Stockstich gegen Robby Hein duschen gehen. In der folgenden fünfminütigen Überzahl war es echt zum Haare raufen. Zumal wir nach einer 2-Minuten-Strafe gegen Bacek noch eine Minute lang mit 5 gegen 3 spielen konnten. Das Tor der Saale Bulls schien wie vernagelt und trotz größter Anstrengungen und guter Chancen wollte der Puck einfach nicht ins Tor. Bei so knappen Spielen kann so eine Szene entscheidend sein, ob man da endlich den zweiten Treffer macht oder das Momentum nach einer solchen schadlos überstanden Szene aus Hallenser Sicht dann umschwingt.
Und so sollte es leider auch sein. In den ersten Minuten des Drittels spielte eigentlich nur das Team der Saale Bulls. Noch enger wurde es, als Finkel wegen Hakens auf die Strafbank musste. Die Unterzahl war eigentlich ganz gut gespielt, aber dann ging einer der Schüsse eben doch mal rein und nach knapp 50 gespielten Minuten hieß es dann also 1:1. Wenig später entschied sich unser Coach dazu, eine Auszeit zu nehmen, um seine Männer neu einzustellen. Denn bisher verlief das Drittel alles andere als wünschenswert. Das schien auch zu fruchten. In der 51. Minute traf erst Gosdeck das Außennetz und wenig später jubelte die Nordkurve. Allerdings galt das Tor von Gibbons nicht, da das Spiel bereits vorher abgepfiffen war. Wobei das nur die wenigsten gehört haben dürften. Natürlich versicherte der Gästetrainer auf der PK nach dem Spiel, dass er den Pfiff klar und deutlich gehört hätte – kleine Anekdote am Rande. Danach lief leider nicht mehr viel. Ein Abspielfehler in der letzten Minute leitete dann den entscheidenden Angriff der Saale Bulls ein. Den ersten Schuss aus dem Halbfeld konnte Deske noch parieren, aber der Nachschuss war dann drin. Das 1:2 war dann auch das frustrierende Endergebnis nach dem Spiel. Hätten wir im ersten Drittel mehr aus unserer Chancen gemacht oder auch die 5-Minuten-Überzahl nutzen können, hätte das Spiel einen anderen Verlauf nehmen können. So gab’s stattdessen also ein Katerbier und Sonntag steht dann das nächste Spiel in der Wedemark an. Wir halten euch natürlich wieder per Liveticker auf dem Laufenden.
Heute mit Grüßen aus dem Wigwam
Euer Liveticker-Team mit dem ehrlichsten und subjektivsten Spielbericht der Liga
Zahlen und Fakten
Tore:
1:0 Gibbons (Gosdeck, Peleikis / Überzahl-Tor) 2:35
1:1 Wartenberg (Fominych, Albrecht / Überzahl-Tor) 49:09
1:2 Wiecki (Tegkaev, Federolf) 58:58
Strafen: Hannover Indians 8 Minuten – MEC Halle 04 35 Minuten
Zuschauer: 2.36601-halle40-web

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