Indians torlos in Hamburg

 
Zum ersten von vier Auswärtsspielen in Folge ging es für unsere Indians zu den Crocodiles nach Hamburg, die nach dem Aus der Freezers und des HSV jetzt Platzhirsch des Hamburger Eishockeys sind. In der Sommerpause haben sie sich auch gleich mal eine schicke neue Videoleinwand gegönnt. Besonderes Augenmerk lag natürlich auf „Freezers-Asylant“ Christoph Schubert und dem ehemaligen Indianer und aktuellen Topscorer der Liga Brad McGowan. Dennis Arnold war nach seiner abgesessenen Strafe wieder dabei und zwischen den Pfosten stand Ansgar Preuss.
Die Pferdeturm-Krieger hatten noch nicht mal ihre Schnürsenkel zugebunden, da wurden sie förmlich von den Crocodiles überrollt. Schon nach 35 Sekunden hätte es eigentlich den Führungstreffer der Hausherren geben müssen. Einen Schuss von Schubert konnte Preuss nur prallen lassen, die Scheibe gelangte zum freistehenden McGowan und der schoss an den Innenpfosten. Hamburg jubelte schon, aber der Schiedsrichter gab ihnen keinen Grund. Durch eine Unterzahl weiter dezimiert ging das aber nicht lange gut für unseren ECH. In der 2. Minute kannte McGowan keine Gnade und vollstreckte aus kurzer Distanz zum 1:0. Rund 10 Minuten dauerte es bis die Indians auch offensiv in der Partie angekommen waren. Unter anderem kamen Pohanka, Hein und Gibbons zu aussichtsreichen Chancen, scheiterten aber alle am Hamburger Torwart Kristian. Allerdings belohnten sie sich nicht für ihre Bemühungen. Zu dieser Phase wäre der Ausgleich sicher verdient gewesen.
Das zweite Drittel startete dann als kleine Schwester des ersten. Hamburg erneut mit viel Druck und Zug zum Tor. Leider galt das auch für die Tore. Dieses Mal war es Marek, der in der 25. Minute Preuss in Überzahl überwinden konnte. Während andere schon längst im Sauerstoffzelt gelegen hätten, spielte die erste Reihe um McGowan und Schubert beinahe die komplette Überzahl durch. Und irgendwann klingelt’s dann leider. Die weitere Devise konnte also nur lauten, eine erneute Unterzahl zu vermeiden. Klappte leider nicht so ganz. Die Indians waren nach erneuter Unterzahl gerade wieder komplett, da sorgte Marek mit dem 3:0 für Jubel bei den Crocodiles.
Mit dem Start des dritten Drittels ging es mit der komfortablen Führung der Hausherren etwas gemächlicher Zugange und auch die Marathonläufer-Reihe machte etwas Raum für ihre Mitspieler. Man könnte jetzt natürlich noch mehr zum Spielverlauf schreiben, aber ich beschränke mich einfach mal auf das Wesentliche. Chancen auf beiden Seiten, aber das Tor machten wieder nur die Hamburger. In der 54. Minute erhöhte Bruns noch auf 4:0 und stellte somit den Endstand her. Ein so schlechtes Spiel war es von uns eigentlich nicht, aber das spiegelt sich nun mal nicht im Ergebnis wider. Hamburgs Kristian war heute unüberwindbar wie die Berliner Mauer und uns fehlte letztendlich die Durchschlagskraft. Bis zum Freitag haben die Coaches jetzt Zeit, Fehlersuche zu betreiben und das Team neu einzustellen. Und das ist ja das Schöne am Sport: es geht beim nächsten Spiel wieder bei Null los.
Viele Grüße aus Eishockey-Deutschland
Euer Liveticker-Team
Zahlen und Fakten
Tore:
1:0 McGowan (Schubert, Marek / Überzahl-Tor) 1:58
2:0 Marek (Israel, Mitchell / Überzahl-Tor) 24:38
3:0 Marek (Mitchell, Kracht) 31:19
4:0 Bruns (Unterzahl-Tor) 53:17
Strafen: Crocodiles Hamburg 10 Minuten – Hannover Indians 10 Minuten
Zuschauer: 1.806