Indians melden sich mit Sieg gegen FASS zurück

Weihnachten ist die Zeit der Nächstenliebe und der Versöhnung. Und zweitere gab es am Freitag auch am Pferdeturm. Nach fünf Niederlagen in Folge erwarteten die Indians-Fans nämlich Ergebnisse – oder besser gesagt: einen Sieg. Und genau den legte das Team von Tobias Stolikowski ihnen unter den Weihnachtsbaum.

 

Mit Schleife kamen die Geschenke allerdings nicht. Lange Zeit sahen die 2.723 Zuschauer ein torloses Spiel. Im offenen Schlagabtausch konnte man einen Gewinner der ersten beiden Drittel höchstens nach Punkten der Jury oder B-Note bestimmen. Die für den Teddy-Toss vorgesehenen Kuscheltiere fristeten sage und schreibe 51 Minuten und 24 Sekunden ein einsames Dasein in ihren Plastiktüten bevor sie zum Einsatz kamen. Wo die Vorkommnisse zuvor noch eher spärlich waren, überschlugen sich jetzt die Ereignisse. FASS rollte (haha – was für ein Wortspiel) auf das Tor von Deske zu, der einen Torschuss parieren konnte, in der Szene aber von einem Berliner von den Beinen geholt wurde. Der Puck landete bei den Indians, die sich postwendend und ohne Spielunterbrechung in Richtung Gästetor aufmachten. Aus dem Gewühl heraus hatte Pohanka den besten Überblick – oder endlich mal das Quentchen Glück, was zuletzt so oft fehlte – und netzte zum erlösenden 1:0 in der 52. Minute ein. Während die vielen fleißigen Helfer hunderte von Teddys einsammelten, musste auch der Torwart der Gäste behandelt werden, stand aber wenig später ebenfalls wieder wie Deske auf unserer Seite. Nur eine Minute später konnte Alex Lambacher für seine Farben sogar auf 2:0 erhöhen. Wer jetzt mit dem Dammbruch gerechnet hatte, wurde allerdings eines Besseren belehrt. Denn in der 57. Minute gelang auch Berlin das erste Tor. Hessler traf zum 2:1 und machte die Partie noch einmal spannend, wie sie ja eigentlich schon von vorne herein gewesen ist. Kurz vor Schluss nahm Gästecoach Miethke eine Auszeit, um die Takik für die verbleibende Spielzeit zu besprechen. Die letzten Sekunden bestritt Berlin ohne Torhüter. Jedoch spielten unsere Indians die Zeit gut herunter. Wobei das finale Tor zum 3:1 vieleicht das am längsten vorbereitete Empty Net aller Zeiten war. Nachdem Gosdeck mit einem direkten Versuch gescheitert war, entschied sich der ECH, es spielerisch zu lösen, schob sich den Puck in den eigenen Reihen und zwischen den verteidigenden Berlinern durch hin und her bis Pohanka den Puck 6 Sekunden vor Schluss endlich versenken konnte. Stille Nacht, heilige Nacht war heute mal so gar nicht angesagt. Erleichtert und zufrieden konnten Mannschaft und Fans diesen so wichtigen Sieg feiern.

 

Mit diesem Sieg im Rücken wünschen wir euch und euren Lieben ein frohes Weihnachtsfest und freuen uns auf das Spiel gegen die Preussen Berlin, wenn nach einem Besuch bei Eltern, Schwiegereltern, Onkeln und Tanten auch der Besuch der Eishockeyfamilie am zweiten Weihnachtstag ansteht. Eröffnungsbully am Montag ist um 19.30 Uhr.

 

Heute mit Grüßen aus dem Wigwam
Euer Liveticker-Team mit dem ehrlichsten und subjektivsten Spielbericht der Liga

 

Zahlen und Fakten

 

Tore:

 

1:0 Pohanka (Gosdeck, Baier) 51:24
2:0 Lambacher (Finkel, Kraus) 52:26
2:1 Hessler (Watzke, Timm) 56:01
3:1 Pohanka (Baier, Gosdeck / Empty Net) 19:54

 

Strafen: Hannover Indians 12 Minuten – FASS Berlin 12 Minuten

 

Zuschauer: 2.723

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