Einigung am Pferdeturm

Vor dem Freundschaftsspiel gegen Halle am vergangenen Freitag haben sich Vertreter vom EC Hannover Indians e.V. und der EC Hannover Eishockey Spielbetriebs GmbH zu einem rund fünfstündigen Gespräch zusammengefunden, um die jüngst am Pferdeturm aufgekommen Differenzen gemeinsam zu klären.
Ein wesentlicher Punkt war hierbei die Leitung einer Regionalligamannschaft. Stadionbetreiber Gerhard Griebler hatte angeboten, dass die für die Pferdeturm Hunters bestehende Spielberechtigung für die vierthöchste Klasse vom EC Hannover e.V. übernommen werden kann, sofern die Regularien dies zulassen würden. Die Regionalligamannschaft soll die bestehende Lücke zwischen höchster Nachwuchsmannschaft im e.V. und der Oberliga-Mannschaft schließen. Aus diesem Grund hatte die Spieltriebs GmbH auch die Unterstützung des Projektes zugesagt.
Die Vertreter des Nachwuchsvereins haben das Angebot Grieblers angenommen und werden zusammen mit der Profimannschaft nun alle Anstrengungen unternehmen, um schon in der kommenden Saison den Aufbau des „Regio-Teams“ zu realisieren. Hierzu sind Gespräche mit dem Verband und den weiteren Teilnehmern der Regionalliga notwendig, diesen sieht man aber hoffnungsvoll entgegen. Prof. Dr. Florian Heinze, 1. Vorsitzender des EC Hannover Indians e.V.: „Bei den zu klärenden Punkten werden sicher alle Seiten die beste Lösung für das Norddeutsche Eishockey im Fokus haben. Daher bin ich mir sicher, dass wir dies schnell geklärt haben werden.“
Der in diesem Zusammenhang entstandene Streit um Eiszeiten am Pferdeturm verliert hierdurch auch an Substanz. Die Teilnehmer einigten sich auf ein mögliches Prozedere zu Konkretisierung des Eisbelegungsplanes, der einerseits mehr auf die konkreten Bedürfnisse der einzelnen Mannschaftsleiter und Betreuer eingeht, andererseits aber die Aufgabe des Eisstadions zur Gestellung von Zeiten für öffentlichen Eislauf und Breitensport berücksichtigt.
Ein weiteres Thema war die Nutzungsmöglichkeit der Marke „Hannover Indians“. Diese war von der Stadionbetriebsgesellschaft KMG-Network erworben worden. KMG-Geschäftsführer Gerhard Griebler wünscht sich ein von allen Seiten mitgetragenes Nutzungskonzept, welches eine klare Zuordnung von Verein, Profis und Stadion ermöglicht und die unautorisierte Nutzung durch Dritte ausschließt. Perspektivisch soll die Marke in eine noch näher zu bestimmende Gesellschaftsform überführt werden, die ausschließlich die Nutzung der Marke als Aufgabe hat.
Verein und Spielbetriebs GmbH unterstützen diesen Ansatz und haben zur Entwicklung und Umsetzung von Nutzungskonzept und CI-Richtlinien volle Unterstützung zugesagt.
Prof. Dr. Florian Heinze: „Wir sind sehr erfreut über den Verlauf des harmonischen und konstruktiven Gespräches. Wir konnten die Konkretisierung der Rahmenbedingungen vereinbaren, die notwendig sind, um als Nachwuchsverein am Pferdeturm erfolgreich arbeiten zu können.“
Auch Jan Roterberg von der Spielbetriebsgesellschaft schaut positiv in die Zukunft: „Wir konnten die bestehenden Differenzen klären und in vielen Punkten aufeinander zugehen. Der Streit hat letztlich keinem geholfen.  Wir können uns jetzt alle auf eine tolle Saison am Pferdeturm freuen.“