Chancenfestival am Wurmberg

Nach ein paar Tagen Wundenlecken vom Spiel am Sonntag gegen Herne ging es heute zu den Harzer Falken. Allerdings mit denkbar schlechten Vorzeichen. Das Personalkarussell hatte sich schneller gedreht als der Breakdancer auf dem Oktoberfest. Nach der umstrittenen Matchstrafe in Herne fehlte Kapitän Branislav Pohanka und krankheitsbedingt mussten die Indians auch auf ihren zuletzt so starken Boris Ackers verzichten. Auch Yannik Baier fiel verletzt weiter aus. Das Tor hütete der aus Kassel angereiste Mirko Pantkowski, während der zuletzt noch angeschlagene Ansgar Preuß den Platz auf der Bank einnahm. Und auch Nico Turnwald war wieder mit von der Partie.

Und diese startete unter den Anfeuerungsrufen der zahlreichen mitgereisten Indianer ziemlich rasant. Von Beginn an ging’s rund und der ECH erarbeitete sich Torchancen im Minutentakt. Das einzige, was man ihnen vorwerfen konnte, dass unsere Jungs den Puck einfach nicht im Tor unterbringen wollten. Das erste Mal lag jedoch ein Tor für die Falken in der Luft. In der 11. Minute konnten die Indianer den heranfliegenden McGrath nur mit einem Foul stoppen. Penalty für die Hausherren. Jedoch machte Pantkowski die überraschend aufkeimende Hoffnung auf den Führungstreffer zunichte. Nur 10 Sekunden später waren erneut alle Augen auf McGrath gerichtet. Nach einem Zusammenstoß mit Gibbons klaffte an dessen Kinn ein ordentlichen Cut – verursacht durch den hohen Stock von McGrath. Die Folge: 5 plus Spieldauer für den Amerikaner. In der 14. Minuten belohnt endlich Carsten Gosdeck sein Team für die herausgespielten Chancen mit dem 0:1. Kurz vor Ende des ersten Drittels waren die Indians etwas zu ungestüm, so dass sie mit einer 3-5 Unterzahl in den nächsten Spielabschnitt starten mussten.

Aber die 1.014 Zuschauer staunten nicht schlecht, als der ECH trotz doppelter Unterzahl zu zwei Großchancen kam. Allerdings kamen jetzt die Falken. Allerdings scheiterten sie an entweder an Pantkowski oder sich selbst. Der ECH fing sich schnell wieder und übernahm wieder das Zepter. Folgerichtig fiel in der 34. Minute das 0:2. Schade, dass es beim Eishockey keine Wahl zum Tor des Monats gibt, denn der Treffer von Arnold hätte definitiv Potential gehabt.

Im finalen Spielabschnitt machten unsere Jungs den Deckel zu. Robby Hein kam nach abgesessener Strafe zurück auf das Eis und traf zum 0:3. Die letzten 10 Minuten des Spiel gingen dann etwas ruhiger zu. Die Falken konnten keine Akzente setzen und die Indians verwalteten ihren komfortablen Vorsprung und konnten letztendlich einen souveränen Sieg einfahren. Nicht zu vergessen: Mirko Pantkowski fuhr seinen ersten Shut-Out im Indians-Dress und wurde dafür mit einer Solo-Welle der Fans belohnt. Nächsten Sonntag dürfte es deutlich schwerer werden. Denn da ist der amtierende Oberliga-Meister aus Tilburg zu Gast.

Viele Grüße aus Eishockey-Deutschland
Euer Liveticker-Team

Zahlen und Fakten

Tore:

0:1 Gosdeck (Ziolkowski, Hein / Überzahl-Tor) 13:20
0:2 Arnold (Valasek, Gibbons) 33:35
0:3 Hein (Ziolkowski, Gibbons / Überzahl-Tor) 42:348

Strafen: Harzer Falken 33 Minuten – Hannover Indians 8 Minuten

Zuschauer: 1.014