Arbeitssieg gegen Erfurt

_mg_5670Sonntag wurde dieses Mal zum Familientag – denn Anpfiff zum Spiel unserer Indians gegen die Black Dragons aus Erfurt war schon um 16 Uhr, so dass auch die kleinen Fans dabei sein konnten. Während die Indians noch das kräftezehrende Spiel vom Freitag in den Knochen hatten, waren die Black Dragons etwas aus dem Rhythmus. Denn kurzfristig ist ihr Heimspiel am Freitag gegen Essen ausgefallen, da die Moskitos keinen Bus zur Verfügung hatten.

Mit kleinen Anlaufschwierigkeiten starteten beide Teams entsprechend ins etwas zähe erste Drittel. Trotz aller Bemühungen wollte es keinem gelingen, den ersten Treffer der Partie zu erzielen. Das Überzahlspiel des ECH krankte noch etwas – bei drei Möglichkeiten tat man sich mit dem Toreschießen noch schwer. Mag allerdings auch daran gelegen haben, dass gefühlt die Hälfte des Sturms nicht mehr anwesend war. Alte Strafen, neue Strafen, Verletzungen – Tobial Stolikowski musste mit den Sturmformationen kreativ werden.

Ins zweite Drittel kamen dann eindeutig die Erfurter besser rein und konnten in der 24. Minute den 0:1-Treffer erzielen. Das Spiel hatten sich die Indianer auf und neben dem Eis sicher anders vorgestellt. Aber Nico Turnwald sorgte mit dem 1:1-Treffer in Überzahl für den Ausgleich (29. Minute). Wenn (fast) keine Stürmer mehr da sind, muss es eben ein Verteidiger richten. Nur wenige Sekunden später machte erstmals Hauptschiedsrichter Edler auf sich aufmerksam, der – so viel darf man an dieser Stelle schon verraten – von beiden Lagern etwas kritisch beäugt wurde. Fair verteilt gab es nach einem kleinen Scharmützel für beide Seiten je eine 2+2 und eine 2-Minuten-Strafe. Der lustige Strafenreigen ging weiter. Spaßeshalber will ich die Strafen hier mal aufzählen. Bei 31:15 musste Peleikis wegen Halten des gegnerischen Stocks raus, bei 31:53 nahm Kraus wegen Stock-Checks auf der Strafbank Platz und bei 32:27 ging es für Erfurts Klein wegen Behinderung in die Kühlbox. In der 34. Minute setzte Dennis Arnold zu einem mächtigen Check an, bei dem sich sein Gegenspieler verletzte. Der Schiedsrichter entschied auf Matschstrafe (nein, ich habe mich nicht verschrieben) wegen Checks gegen den Kopf- und Nackenbereich. Weiter dezimiert und in Unterzahl versuchten unsere Indians, ihr Spiel zu machen. Nach einem Konter marschierte Carsten Gosdeck aufs Erfurter Tor zu und wurde zu Fall gebracht. Den gegebenen Penalty verwandelte Gosdeck und der ECH durfte in der 39. Minute erstmals die Führung Dank des 2:1-Treffers bejubeln.

In den finalen Spielabschnitt starteten die Indians denkbar ungünstig mit noch gut zwei Minuten verbleibender Unterzahl, überstanden diese aber. Das Spiel blieb mit dem hauchdünnen Indians-Vorsprung denkbar eng. Spannender als Tore sollten aber weiter die Strafen bleiben. Valasek wurde in der 48. Minute von Ulitschka unsanft in die Bande befördert. Konsequenz 5+ Spieldauer für den Erfurter. Valasek hatte sich zwar an der Nase verletzt, stand aber schnell wieder auf dem Eis. Die 5-minütige Überzahl konnte der ECH zwar nicht nutzen, aber kurz danach klingelte es im Erfurter Tor. Peleikis traf zum 3:1 in der 53. Minute. Die Black Dragons warfen alles in die Wagschale, was sie hatten und nahmen zum Schluss den Torwart zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. So kurios wie das gesamte Spiel war, sollte auch das letzte Tor fallen. Ins leere Tor trafen die Indianer nicht, aber nachdem Erfurts Torwart Reukauf zum Bully im Mitteldrittel wieder aufs Eis kam, konnte Gibbons ihn überwinden und stellte den finalen Spielstand von 4:1 her. Das waren echt hart erkämpfte drei Punkte. Einfacher dürfte es beim nächsten Freitagsspiel auch nicht werden. Denn da ist der ECH bei den Saale Bulls in Halle zu Gast. Wir freuen uns, wenn ihr das Spiel wieder am Liveticker mit verfolgt.

Heute mit Grüßen aus dem Wigwam
Euer Liveticker-Team

Zahlen und Fakten

Tore:

0:1 Creutzburg (Otte, Barrein) 23:13
1:1 Turnwald (Grass, Ziolkowski / Überzahl-Tor) 28:43
2:1 Gosdeck (Penalty) 38:24
3:1 Peleikis (Valasek, Pohl) 52:52
4:1 Gibbons (Valasek) 59:07

Strafen: Hannover Indians 39 Minuten – Black Dragons Erfusrt 41 Minuten

Zuschauer: 2.421