Vorbericht: Erstes Derby gegen Hannover Scorpions – am Sonntag kommt Erfurt

logo_langenhagen_scorpionsHeute steht für die Indians die kürzeste Auswärtsfahrt der Saison auf dem Plan. 18,7 Kilometer bei der Route über den Schnellweg trennen den Pferdeturm von der Eishalle in Langenhagen. Für das Busunternehmen der Indians (1-A Bus Touristik aus der Wedemark) ist die Anfahrt zum Turm länger als die Reisestrecke.

Für Trainer Freddy Carroll ist es das erste Derby. „Ich freue mich darauf. Von uns werden auch eine Menge Fans da sein. Das wird ein tolles Erlebnis. Auch unsere neuen Spieler wissen, wie wichtig die Spiele gegen die Scorpions sind. An diesen Tagen kannst Du Dich in die Geschichtsbücher der Indians schreiben.“

Co-Trainer Tobias Stolikowski kennt die Derbystimmung schon aus dem letzten Jahr: „Ich würde am liebsten selbst mitspielen. Wer heute nicht „on fire“ ist, dem ist nicht zu helfen.“

Selbst bis Vancouver hat sich die Brisanz der Derbys herumgesprochen. Einer der ersten Sätze von Brad McGowan nach seiner Ankunft war, „It´s a big game on Friday“.

Tabellarisch sind die Mannschaften ungefähr genauso eng beieinander, wie die Wegstrecke. Die Scorpions rangieren mit 26 Punkten auf Platz sechs, die Indians mit zwei Zählern weniger direkt dahinter. Geschossene  Tore bei den Scorpions 69, bei den Indians 68; kassierte Tore Scorpions 42, Indians 45. Es spricht also einiges für Ausgeglichenheit und ein enges Match. Angesichts der Kranken- und Verletztenliste der Indians, sowie des Heimvorteils dürfte die Favoritenrolle jedoch bei den schwarz/roten liegen. Die Scorpions werden voraussichtlich in Bestbesetzung antreten.

Bei den Indians werden die Importpositionen von Brad McGowan und Oliver Duris besetzt, Hugo Turcotte wird als überzähliger Import nicht dabei sein.

Im Abschlusstraining stand gestern noch einmal das Über-und Unterzahlspiel im Fokus. Carroll: „Das ist der normale Ablauf vor dem Spielwochenende, da gab es keine Besonderheiten. Dennoch kommt den specials teams in engen Spielen eine besondere Bedeutung zu.“

Doch auch in diesen Disziplinen sind die Stadtrivalen eng beieinander. Die Power-Play-Quote der Scorpions beträgt 28,57 %, die Indians bringen es auf 27,78 %. Im Penalty-Killing liegen die Scorpions momentan etwas besser: Scorpions 80,65 %, die Indians 75,44 %.

Wie oft die Unter- und Überzahlspezialisten der beiden Mannschaften zum Zug kommen, liegt zum einen an der eigenen Disziplin, zum anderen am Schiedsrichter. Die heutige Partie leitet mit Sven Fischer ein erfahrener Mann, der im Ruf steht, eine Partie im Sinne der Spieler „laufen“ zu lassen und sich nicht unnötig kleinlich zu zeigen. Seine Linesmen sind Marcus Berg und Marco Busse.

Für Kurzentschlossene, die sich das Spektakel nicht entgehen lassen möchten, gibt es noch rd. 100 Tickets an der Abendkasse.

Aus der Halle in Langenhagen werden alle Indians-Fans wieder mit Informationen per Liveticker versorgt.  Nessie und Marcus werden dabei vom Auto-Partner der Indians, dem Autohaus Gabrisch in Hemmingen unterstützt.

Für das erste „Rückspiel“, am 8. Januar, gibt es am Sonntag beim Heimspiel gegen Erfurt Stehplatzkarten am Stand der ECHten Hannoveraner. Wer sich also schon mit Tickets versorgen möchte und es zu den Öffnungszeiten des Shops nicht schafft, hat dort die Möglichkeit.

Kader Hannover Scorpions: http://www.eliteprospects.com/team.php?team=125

Sonntag Heimspiel gegen Erfurt

black_dragons_leipzigDer Sonntagsgegner der Indians hätte beinahe den Transferknüller der Oberliga gelandet. Im Sommer vermeldeten die Black Dragons die Verpflichtung von Brady Leisenring, der den Indians-Fans noch in guter Erinnerung sein dürfte.

In der Oberliga wäre ein fitter Leisenring eine extrem hohe Hürde für gegnerische Verteidiger und Torleute gewesen. Aber leider zerschlug sich die Verpflichtung, Brady hat zwischenzeitlich die Schlittschuhe an den Nagel gehängt und arbeitet für die amerikanische Firma 1Hero Sports (http://www.1herosports.com).

Seit dem hat es den Anschein, als sei bei den Erfurtern ein wenig der Wurm drin. Es dauerte, bis man einen neuen Import melden konnte, manche schon sicher geglaubte Verpflichtungen klappten nicht.

Vor dem heutigen schweren Heimspiel gegen Neuwied rangieren die Drachen auf Platz 12 der Tabelle.
Bester Scorer ist Alt-Star Jan Zurek. Der DEL-erfahrene Deutsch-Tscheche ist zwar mittlerweile 39 Jahre alt, hat aber von seiner Torgefährlichkeit nicht viel verloren. Hinter ihm findet man die beiden Imports: Verteidiger Robin Sochan und Stürmer Kyle Bodie. Sochan ist schon seit langem in Deutschland bekannt, seit 2002 findet man ihn in der 2. Bundesliga oder der Oberliga. Immer wieder gab es Gerüchte, dass er einen deutschen Pass erhalten sollte, aber über seinem Platz weht bislang noch die kanadische Flagge.

Bodie ist neu in Deutschland. Der East-Coast erfahrene Center spielte in der letzten Saison in Frankreich.
Ansonsten drehte sich Transferkarussell bei den Erfurtern eher langsam. Im Großen und Ganzen tritt man mit der Mannschaft des Vorjahres an.

Für die Indians wird es entscheidend sein, wieviel Kraft der dezimierte Kader heute im Derby lassen muss. Dennoch sollten die Erfurter zu packen sein.

Die Partie beginnt um 19 Uhr. Die Schiedsrichteransetzung lautet: HSR Gregor Brodnicki; Linesmen: John-Darren Laudan und Jonas Merten.

Die Abendkassen öffnen um 17.30 Uhr.

Kader Erfurt: http://www.eliteprospects.com/team.php?year0=&team=2412

Attachment

black_dragons_leipzig logo_langenhagen_scorpions