Spielbericht: Erstes Testwochenende unentschieden

Die Indians haben ihr erstes Testwochenende ausgeglichen gestalten können. Gegen den Meisterschaftsaspiranten aus Duisburg folgte dem 0:5 auf eigenem Eis gestern ein 6:4 in der Scania Arena.

Am Freitag kamen die Indians gut aus der Kabine, erspielten sich in den ersten Minuten sogar ein leichtes Übergewicht. Nach knapp einer Minute konnten zum ersten mal die Power-Play Formationen getestet werden, als Markus Schmidt in die Kühlbox musste.

Was jedoch an Scheiben auf das Duisburger Tor flog, wurde sichere Beute von Sebastian Stefaniszin, der auch die zweite Unterzahlsituation nur kurze Zeit später folgenlos überstand.

Besser machten es die Duisburger, die erste Chance mit einem Mann mehr auf dem Eis nutzte Danny Albrecht, dessen Schuss erst an die Schulter von Indians-Goalie Boris Ackers und danach ins Tor segelte.

In der Folgezeit wurde Duisburg immer stärker, doch die Indians-Abwehr stand bis zur 19. Minute. Der Paradeblock der Duisburger konnte Ackers erneut überwinden, diesmal war es der Kanadier Chad Niddery, der einen Fehler in der Verteidigung nutzen konnte. Mit 0:2 ging es in die Kabine.

In Durchgang 2 gab es zunächst ein frühes Tor für Duisburg, dann wurde es erstmals ruppig: Ein Foul von Artur Grass ahndete Schiedsrichter Seedo Janssen mit einer Spieldauerstrafe. Danach kam es – fast – zu einem Handgemenge. Fuchs Finn Walkowiak überlegte es sich aber anders, als ihm Werner Hartmann ohne Helm genüberstand. Strafen gab es für beide Spieler dennoch.

In der Folgezeit war Duisburg klar überlegen, nicht zuletzt begünstigt durch einige Strafen der Hausherren. Es dauerte jedoch bis zur letzten Minute, ehe Andre Huebscher (erneut in Überzahl) Treffer Nummer vier markieren konnte.

Das letzte Drittel war nicht nur in Bezug auf die Strafen ausgeglichener. Die Indians konnten sich zwar Chancen erarbeiten, der Lohn blieb jedoch aus. Stattdessen durfte sich auch der zweite Importspieler der Duisburger in die Torschützenliste eintragen. Der bärenstarke Raphael Joly traf zum 5:0.

Fred Carroll war trotz des klaren Ergebnisses nicht unzufrieden. Seine Mannschaft stand im Gegensatz zu den Duisburgern erst fünf Tage auf dem Eis. Die Füchse hatten schon zwei Testspiele absolviert. Zudem dürfte Duisburg wohl der „dickste Brocken“ der Oberliga-Nord sein.

Spielstatistiken bei Pointstreak: http://oberliga.stats.pointstreak.com/boxscore.html?gameid=2723994

 

Revanche am Sonntag

Etwas überraschend war denn auch das Ergebnis des Rückspiels. Mit einem 6:4 Sieg im Gepäck konnten die Indianer die erste Auswärtsfahrt der neuen Saison beenden.

Sah es zunächst so aus, als sollte es am Sonntag weitergehen, wie es am Freitag endete (1:0 Duisburg in Minute 2), stand nach knapp 12 Minuten fest, wer der erste Torschütze der Indians in der neuen Spielzeit sein wird: Oliver Duris mit einem Tip-In auf Zuarbeit von Maximilian Pohl und Artur Grass konnte diese Auszeichnung für sich buchen. Nach knapp drei Minuten traf Duris erneut, diesmal waren die beiden Try-Out Spieler Svatopluk Merka und Nick Bovenschen die Assistenten für einen grandiosen Treffer: Duris bekommt die Scheibe kurz vor der blauen Linie, lässt zwei Duisburger Verteidiger aussteigen und hebt die Scheibe über die Stockhand von Etienne Renkewitz unter die Latte.

Unter den knapp 800 Zuschauern in der Scania Arena machte sich zum ersten Mal so etwas wie Unmut breit, denn eine fremde Führung hatten sie in der vergangenen Spielzeit nicht oft gesehen.

In Durchgang zwei schickten sich die Füchse (die gegenüber Freitag auf einige Förderlizenzakteure verzichten mussten) an, die Verhältnisse wieder gerade zu rücken. Lukas Koziol (nicht verwandt oder verschwägert, mit Christoph Koziol), Danny Albrecht und Jan-Niklas Pietsch schossen Duisburg 4:2 in Front.

Doch die Indians kamen zurück. Aggressives Forechecking in Durchgang 3 setzte die Füchse unter Druck und ermöglichten zunächst Dennis Schütt den Anschlusstreffer. Auch drei Zeitstrafen in der Folge brachten die Indianer nicht aus dem Konzept. In der 17. Minute erzielte Frederik Gradl mit einem wunderschönen Tor den Ausgleich und brachte die Füchse nun endgültig ins Schwimmen. Walkowiak musste für zwei Minuten raus und Branislav Pohanka traf in Überzahl zum 5:4 Führungstreffer. Knapp 30 Sekunden später machte erneut Pohanka mit einem empty-net Treffer alles klar.

Duisburg gibt in den letzten vier Minuten gegen clever agierende Indians den Sieg aus der Hand, entsprechend angefressen war Coach Tomas Martinec in der Pressekonferenz. Seine Mannschaft muss einfacher spielen, gab er seinen Jungs mit.

Indians-Trainer Carroll kann insgesamt zufrieden sein nach dem ersten Wochenende. Nach fünf Tagen Eistraining darf man keine Wunder erwarten. Dafür waren die gezeigten Leistungen ordentlich und er konnte bereits einiges testen.

Spielstatistiken bei Pointstreak: http://oberliga.stats.pointstreak.com/boxscore.html?gameid=2723996

Tore und Pressekonferenz: https://fuechse-duisburg.de/30-08-2015-pressekonferenz-und-tore/